Partnerschaft mit ungläubigem Partner

Themen rund um den hohen Wert der Ehe, Singel-Dasein und Sexualität.

Moderator: Hellmut

Partnerschaft mit ungläubigem Partner

Beitragvon JustAsIam » Montag 9. Februar 2009, 14:54

Erzählung, Leserbrief, Rundbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor nicht allzu langer Zeit habe ich zum Glauben an Christus zurückgefunden und möchte Ihnen heute in einer Art Erzählung schildern, wie ich bei einem christlich orientierten Singletreff im Internet eine gläubige Partnerin finden wollte. In einer Beziehung mit einer Atheistin hatte ich zuvor bereits großes Leid ertragen müssen und so bat ich Gott, er möge mir doch eine wirklich gläubige Frau schenken. Daraufhin meldete sich über die erwähnte christliche Internetplattform auch eine zunächst sehr sympathisch wirkende Dame, die sich per Bild und Email vorstellte, in der Nähe von Stuttgart lebte und deren Eltern in einer großen Bibelgesellschaft missionarisch tätig waren, welche sich das Ziel gesetzt hatte, möglichst viele Länder und Gebiete mit Gottes Wort, der Bibel in der jeweiligen Landessprache zu erreichen.

Sie können sich vorstellen, wie überglücklich ich war, ja, es schien für mich geradezu ein Traum zu sein, eine Frau aus solch wundervollem Elternhaus kennen lernen zu dürfen. Leider merkte ich recht schnell sowohl an ihrer Lebensweise, aus der sie alles Christliche verbannt hatte, als auch an ihrem Umgang, dass sie sich völlig von ihrem gläubigen Elternhaus entfernt zu haben schien und musste, wie sie sich sicherlich vorstellen können, viel erdulden und ertragen. So darf ich als gläubiger Christ auch guten Gewissens sagen, dass ich noch nie in meinem Leben so schlecht behandelt, erniedrigt und heruntergemacht worden bin. Nach einem halben Jahr großen Kummers musste ich schließlich schmerzvoll erkennen, dass es wohl aus christlicher Sicht betrachtet drei Arten von Menschen gibt:

1. Diejenigen, die den christlichen Glauben völlig ablehnen: Mit solchen Menschen kommt man im täglichen Umgang im Allgemeinen sehr gut zurecht, denn sie besitzen einen klaren und eindeutigen ´gegen-christlichen´ Standpunkt und sind auf ihre Art und Weise ehrlich.

2. Solche, die sich durch eine Bekehrung als gottgeschenkter Einsicht der Sinnlosigkeit und Verlorenheit ihres Lebens bewusst geworden sind, um Vergebung ihrer Schuld gebeten haben und von nun an ein neues, durch Christus geleitetes Leben führen und deren Umgang mit den Nächsten sich liebevoll und ehrlich gestaltet.

3. Eine für mich völlig neue Kategorie von Menschen, die nur christlich wirken, weil sie einem gläubigen Elternhaus entstammen, in einem liebevollen christlichen Umfeld groß geworden sind, bis zum Erwachsenenalter in einer gläubigen Gemeinde immer wieder Gottes Wort gehört und sich dennoch völlig gegen alles christliche entschieden haben.

D.h., ich war hier einem Menschen begegnet, der in einem gläubigen, missionarisch geprägten Elternhaus gemäß christlicher Werte erzogen worden war, die Wahrheit des Evangeliums immer wieder von Kind an gehört hatte und trotzdem nicht davon überzeugt war. Diese Dame konnte dabei sehr wohl Gottesdienste besuchen, an missionarischen Events teilnehmen, oberflächlichere christliche Inhalte akzeptieren, aber alles, was in die Tiefe christlichen Glaubens als persönliche Überzeugung eine Übergabe des Lebens an Christus betraf, wurde abgeblockt und prallte ab; und auch ihre Art, liebevoll mit dem Nächsten umzugehen ließ in ihrer Härte und Kritik die Liebe eines gläubigen Christen völlig vermissen. Dabei war es weder möglich, mit ihr über christliche Werte zu reden, geschweige denn gemeinsam zu beten oder in der Bibel zu lesen.

Insofern verurteilte sie auch ihre freikirchliche Herkunft als altbacken, langweilig und unmodern, da dort eine eindeutige persönliche Entscheidung zum Glauben Inhalt der Predigten ihres Vaters von Bedeutung sind und schloss sich einer charismatischen Gemeinschaft, der Biblischen Glaubensgemeinde BGG in Stuttgart an, die im Internet in Suchmaschinen u.a. sogar als Sekte eingeschätzt wird. In dieser Gemeinde ging es, wie ich bei einem Besuch feststellte, mehr um ein positives Gefühl des Glaubens und angeblich großartige Wunderheilungen des heiligen Geistes, als dass zu hören gewesen sei, dass der Mensch ein verlorener Sünder ist, der ohne die Rettung durch Jesus unhaltbar verloren geht. So fehlte neben allen perfekt inszenierten, filmisch aufbereiteten Predigten und musikalischen Hardrock-Begleitungen auch jegliches Symbol des Kreuzes im Gottesdienstraum auf einem Altar o.ä. wie es in den meisten Gemeinden als Hinweis auf eine Ausrichtung auf Christus üblich ist.-

So musste ich erkennen, dass eine Partnerschaft mit einem Menschen, der in seinem Innersten nicht ein überzeugter Christ ist, letztendlich zum Scheitern verurteilt ist. Ich spürte förmlich, wie sie zwischen verschiedenen Welten hin und hergerissen wurde; schließlich nahmen Launen und verbale Entgleisungen so überhand, dass ich letztendlich keine Kraft mehr hatte und die Beziehung aufgeben musste, was mich sehr geschmerzt hat, da sie, wie gesagt, aus solch einem wunderbaren Hause kam.

Normalerweise schreibe ich eher wissenschaftlich auf philosophisch abstrakterer Ebene. In der Philosophie der Aufklärung wird der Mensch als ein mit einem unveräußerlichen Wert und einer einzigartigen Würde ausgestattetes, vernunftbegabtes Wesen aufgewertet. In der ´gläubigen´ Theologie ebenso als einzigartiges, von Gott geschaffenes und geliebtes Ebenbild charakterisiert, das aber aufgrund seiner Abkehr von Gott in Schuld gefallen der Errettung durch Christus bedarf. Indem ich glaube, dass Christus am Kreuz von Gott stellvertretend für alle meine Schuld bestraft worden ist, lasse ich mich von Christus retten.

Dies ermöglich mir als gläubiger Christ auch, in liebevoller und wertschätzender Art mit meinem Partner umzugehen, ihn nicht herunter- und kleinzumachen, sondern ihn hochzuheben. Insofern ist Glaube gerade nicht nur Privatsache zwischen Gott und dem einzelnen gläubigen Menschen; sondern aus Dankbarkeit heraus, dass Jesus meine Schuld getragen hat, gehe ich auch verantwortungs- und liebevoll mit meinen Mitmenschen um. Wenn aber nur einer der beiden Partner diesen o.g. Glauben besitzt, kann es große Probleme in der Beziehung geben, die man von vornerein hätte vermeiden können, wenn man denn wüsste, ob dieser Mensch, den man in einer christlichen Partneragentur kennen gelernt hat, wirklich überzeugter Christ ist.

Ich weiß nicht, warum Gott mich eine solch schmerzhafte Erfahrung erleben ließ, obwohl ich ihn gebeten hatte, mir eine wirklich gläubige Frau zu schenken; aber vielleicht konnte ich auf diese Weise anderen meine Erfahrungen weitergeben, wirklich darauf zu achten, dass beide in wahrhaftiger Weise überzeugt sind vom christlichen Glauben. So war es mir ein Herzensanliegen, durch meine Erzählung vielleicht andere Menschen vor Leid und Kummer zu bewahren zu dürfen.
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Beitragvon Lydie » Montag 9. Februar 2009, 16:08

Lieber JustAsIam,

in unserem christlichen Forum ist es üblich sich zu duzen und das werde ich hiermit tun.

Herzlich willkommen und danke für Deinen ausführlichen Bericht.Schön, dass Du vor Kurzem zu Jesus gefunden hast.

Gehst Du auch in eine bibeltreue Gemeinde, in der Jesus Christus und seine Erlösung am Kreuz im Mittelpunkt steht? Ich denke in so einer Gemeinde kann man sich auch mit Gebet nach dem richtigen Partner umsehen.Man kann beobachten, zuhören.Vielleicht leitet Gott ja dann zwei Personen und führt sie zusammen. Ich habe meinen Mann in einem christlichen Hauskreis kennengelernt und wir sind schon sehr lange glücklich verheiratet. Internetbekanntschaften bergen ein Risiko in sich. Oft ist der andere nicht so, wie er/sie sich gibt.

Du schreibst von den christlichen Eltern Deiner Ex-Freundin, das ist noch lange keine Garantie, dass die Tochter auch gläubig wird. Denn jeder steht ALLEIN vor Gott und kann sich für oder gegen ihn entscheiden. Du hast das schon richtig erkannt,Beide sollen Jesus als ihren Herrn kennen und lieben. Nur so kann ein Miteinander beim Kennenlernen und in der späteren Ehe gelingen. Wenn nur einer in der Ehe Christ ist, fehlt meines Erachtens das Entscheidenste: Die geistliche Gemeinschaft. Es ist so wichtig, GEMEINSAM die Bibel zu lesen, zu beten und im Glauben zu wachsen. In Krisenzeiten kann der eine den anderen und seine Not vor Jesus bringen und ihn stützen.

Ich wünsche Dir, dass Gott Dir, die zu Dir passende Partnerin zeigt und ihr glücklich werdet. Aber habe Geduld, Gottes Zeitplan ist nicht der unsere.

Ich wünsche Dir Gottes Segen und alles Gute

Lydie
LOBE DEN HERRN MEINE SEELE Psalm 103
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etern

Beitragvon SehzadeTimurCan » Dienstag 17. Februar 2009, 00:05

Also , ich bin ein Kind , auß einer sogenannten Mischehe,

Mein Vater war Muslim, sogar Hashemitsche Abstammung, also zurückzuführen zu Muhammad

Meine Mutter ist Christin,katholisch getauft, aber keine Katholikin in dem Sinne
Meine Mutter betet jeden tag, sie nennt es , die Innere Ruhe, der Tempel Gottes ist in einem, so in etwa

Ich selber wurde Christlich erzogen, da mein Vater kein Praktizierender Muslim war
Zwar nicht Getauft, aber Beschnitten
Nun ja darin sehe ich kein Widersrpuch, Kopten lassen sich auch Beschneiden und diverse andere Christliche Richtungen, aus Religiosen Gründen eben

ich habe erst vor ca 3 Jahren begonnen, mich mit dem Islam zu beschaeftigen

Eine Mischehe, kann funktionieren, heißt aber auch vieles anders zu leben als in einer gleichen ehe der konfession
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Re: Partnerschaft mit ungläubigem Partner

Beitragvon andrej » Donnerstag 14. Mai 2009, 15:37

Hallo,
wie dankbar dürfen wir dem Herrn sein, der uns auf solche Fragen klare Antworten geschenkt hat.

Hier findet ein Dialog statt wo das Volk nach dem Grund fragt warum Gott sie verworfen hat:
Maleachi 2,10-11
Warum sind wir denn so treulos, einer gegen den andern, und entweihen den Bund unsrer Väter? Juda hat treulos gehandelt und einen Greuel verübt in Israel und Jerusalem; denn Juda hat das Heiligtum des HERRN entweiht, welches er liebte, und hat die Tochter eines fremden Gottes gefreit.


Falls jemand das alte Testament nicht so ernst nimmt:
2.Korinther 6,14-16
Ziehet nicht am gleichen Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Wie reimt sich der Tempel Gottes mit Götzenbildern zusammen?


Wenn jedoch eine Mischehe dadurch entsteht dass ein Teil sich plötzlich zu Gott bekehrt und ein Kind Gottes wird, sagt die Bibel nicht dass wir uns trennen sollen, sondern das wir gerne weiter mit dem Partner weiter leben sollen. Wenn er sich jedoch von dem gläubig gewordenen Partner trennen will, sollten wir ihn gehen lassen. 1.Korinther 7,12-16

Abgesehen von dem was die Bibel sagt möchte ich vor Partnerbörsen jeglicher Art, ob christlich oder nicht, warnen. Es ist so dass Gott sieht ob wir eine Frau oder Mann brauchen oder nicht. Wenn wir uns selbst auf die Suche machen werden wir nur unglücklich denn wir sagen Gott damit das uns seine Meinung egal ist. Aber, ist sie das wirklich? Wenn wir im Vertrauen auf Gott ihm dieses wichtige Anliegen sagen, wird er uns gewiss eine Antwort zukommen lassen die für uns besser hätte gar nicht sein können.

Lieber JustAsIam,
auch für dich hat Gott etwas bereitet, was gut für dich ist. Schau auf Isaak, er hat sich um die Ehefrage nicht gekümmert. Und doch hat Gott ihm eine Frau zugeführt. Vertrau auf ihn und sage ihm dein Anliegen so wie du denkst und es siehst oder gerne hättest. Gib Gott die Chance seinen Willen in deinem Leben auszuführen und du wirst eine Erfahrung machen die du nie bereuen wirst.
Mit Freundlichen Grüßen,

Andrej Krieger


Es spricht, der solches zeuget: Ja, ich komme bald. Amen. Ja komm, HERR Jesu!
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Re: Partnerschaft mit ungläubigem Partner

Beitragvon Ralph » Freitag 16. Oktober 2009, 16:28

Ihr Lieben, liebe Gäste,

Wenn es dem Widersacher Gottes nicht gelingt, eine gläubig gewordene Seele selber zurückzubringen, dann versucht er es doch wenigstens, sie in einer Ehe mit einem ungläubigen Gatten hinein zu bringen. Dadurch ist der Einfluss der gläubigen Seele lahm gelegt und ausgeschaltet. Dann bringt der gläubige Teil sein Leben damit zu, an dem unbekehrten Teil zu arbeiten. Vielleicht gelingt ihm das, aber nach welcher Zeit und nach was für Mühen! Mit viel kostbare Zeit und Kraft geht damit hin! Während der ganzen Zeit ist die gläubige Seele für niemand anders zum Segen, weil sie ihre ganze Fürbitte auf die Seele des unbekehrten Gatten richten muss. Aber wie oft kann man es beobachten, dass die gläubige Seele an der Seite eines unbekehrten Gatten innerlich zurückgeht. Um des lieben Friedens willen verzichtet man auf die Gemeinschaft der Kinder Gottes, man liest die Bibel nur noch heimlich und endlich gar nicht mehr, und das innere Leben erstirbt.
Paulus schreibt im Epheser-Brief, dass Gott die Werke zuvor bereitet habe, in denen wir wandeln sollen, so heißt das mit anderen Worten, dass Er einen Plan für unser Leben gemacht hat, den wir nur auszuführen haben. Wenn Gott aber einen Plan für unser Leben hat, dann hat Er auch eine Bestimmung darüber getroffen, mit wem wir zusammen durchs Leben gehen sollen. Das ist ein ganz wesentliches Stück dieses Programms Gottes.
Nach der Frage der Errettung ist die Frage der Verlobung und Verheiratung die wichtigste Frage unseres Lebens. Die Bedeutung eines solchen Schrittes geht weit über unser Leben hinaus, er reicht in seinen Folgen bis in fernste Zukunft, bis in die Ewigkeit hinein!
Wie gut ist es da, wenn man weiß, ich habe mir meine Frau/Mann nicht gesucht und ausgesucht, sondern Gott hat sie mir zugeführt! Ist sie von Gott, dann ist sie auch die rechte, die Er für mich bestimmt hat. Was für eine Gewissheit und was für eine Freude gibt dieses Bewusstsein fürs ganze Leben!

Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; und er ist der Retter des Leibes. Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem. Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat. Epheser 5: 23-25

Liebe Grüsse
Ralph
Verbunden in Jesus Christus
Wag es mit Jesus,ER macht uns frei.Wo JESUS ist,ist Herrlichkeit...
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Re: Partnerschaft mit ungläubigem Partner

Beitragvon Potschochter » Samstag 17. Oktober 2009, 06:22

Klarer Fall, dass Gott seine Finger in der Partnerwahl hat.
Für meinen Fall kann ich das nur laut und mit Rufezeichen bestätigen.
Und ich merke, seit ich darum bitte meinen Mann nicht mehr zu sekkieren und meinen Frieden zu finden,
erlebe ich ein Wunder nach dem anderen.
Denn es ist so, finde ich, dass nur Gott allein Sorge dafür trägt, ob eine Mensch zu ihm kommt oder nicht.
Da aber jeder Mensch anders tickt braucht jeder Mensch natürlich auch seinen eigenen "Trigger" sozusagen!
Früher betete ich, "Herr lass meinen Mann endlich zu dir finden!"
Heute bete ich:"Herr lass mich so leben, dass mein Mann neugierig wird. Lass meine Augen zum Fenster Deines Wirkens werden. Sodass mein Mann neugierig wird, wer da aus meinen Augen leuchtet!"
Seit ich das erkannt habe, fühle ich mich freier weil ich weiss, dass ich nicht wirklich viel dazu tun kann. Ausser eben darauf zu achten, dass mein Verhältnis zu Gott nicht allzu belastet wird!

Mich würden ander Meinungen dazu interessieren.
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Re: Partnerschaft mit ungläubigem Partner

Beitragvon Friedrich57 » Freitag 23. Oktober 2009, 12:12

Möchte Euch ein Gedicht schreiben,das wir am unsem Hochzeitstag beckommen haben:27.08.1979
Wo alle heute groß und klein,hell frölich jubilieren,da möcht auch ich zu gegen sein und Euch herzlich gratulieren.
Viel Segen wünsch ich Dir, zu Deinem Ehebund,der Herr sei mit Dir für und für,in guten und bösen Stund.
Zu Deiner Arbeit gebe Er Dir Kraft,an jedem neuen Morgen und zur treuen Ritterschaft,möge Er Dir die Waffe zu besorgen.
Er schmücke Euch recht herzlich alle Zeit,mit goldner liebes Krone,das liebe Glück und Zufriedenheit,in Eurer Hütte wohne.
Er gebe Euch Gnade mehr und mehr,auf Eurer pilger Reise und wenn einmal die Herzen leer,fülle Er sie mit rechter Himmelspeise.
Das wehre der Wünschen wohl genuch,was ich aber noch mehr möcht sagen,das steht im heiligen Bibelbuch,Ihr könnt mal selbst nachschlagen.
Gott der Herr erhallte hell und klar,Eure Glaubensblicke und was Eurer Seele schaden kann,das hallte Er zurücke.
Nun wollen wir alle insgesammt von unsern Sitzen springen und Gott dem Herrn durch Freudensdank ein Loblied singen.
Wohl dem,der den Herrn fürchtet und auf seinen Wegen geht,das ist ein Wort der Psalmen der Sonnenblume gleich,die sich zur Sonne wendet,ein solches Wort macht reich.
Ihr wollt doch Glücklich werden, vereint im Ehestand,das gröste Glück auf Erden, ist ein himmlisch Land und wir möchten gerne Euch beide glücklich sehen,wenn Ihr dies Wort gehorchet,so wird es auch geschehen.
Wollt Ihr gesegnet werden und immer glücklich sein?,so wandellt in Jesu Wegen,das bringt das wahre Glück ein.
Was ist das nicht ein herlich Pilgerleben,wenn Mann und Frau die gleiche Straße ziehen,wenn Sie beide sich Jesus übergeben,und beide für Ihn in heißer Liebe glühn,denn wo der Herr Jesus den Ehebund geschlossen,da wohnet Er auch mit seinem Gnadenschein,und Engel Gottes gehen aus und ein.
Da mag sich der Himmel oftmals umnachten und das Schiff auf steilen Wogen ziehn,der Herr wird auf seine Kinder achten,die auf niemanden vertrauen,als nur auf Ihn.Ein solch Vertrauen hatt noch niemanden betrogen,wehn Er hällt,der kann nicht untergehn,Er führt sie sicher durch den drang der Wogen,bis sie einst am sicherem Ufer stehen.
O Seele,wollt Ihr frölich wandern,wollt Ihr sichere und feste Schritte tun?,so erwählt den Herr Jesus als euren Freund und keinen andern,denn in seiner Liebe läst sich seelig Ruhn.
Und nun liebes Brautpaar,Ihr wollt doch gewiß ein neues Heim mal gründen,von gegenseitiger Liebe verschönt,Ihr hofft das wahre Glück darin zu finden nach dem sich Eure Herzen sehnen,da müst Ihr immer aufwers schauen zu dem der Euch es geben kann,imm wahren Glauben und vertrauen,ruft Ihn um seinen Segen an,denn ohne deß Allmächtigen Segen,kann kein wahres Glück bestehen,an Ihmallein ist es gelegen,zu Ihm müst Ihr immer flehn.
Und wenn einmal die Sonne sich verfinstert,Sturm und Wetter Euch bedroht,dann in dunklen bangen Stunden,wird Eure Glaubenskraft erpobt,o senkt dann in Euren Herzen den Hoffnungsancker tief hinein,so wird es Euch an Trost nie fehlen;Gott allein wird Eure Hife sein.
Hoffnung,Liebe,starker Glaube,das mögen der Herr Euch verlein,und das es niemand mehr kann stehlen,soll Gott allein Eur Wächter sein.
Und nun zu Dir,o liebe Braut,nicht Sammt noch Seide Dein Schmuck mag sein,nein,ein schöneren hab ich Dir vertraut,als Hochzeitsgabe o liebe Braut.Es ist eine Perle von köstlichem Glanz,dieliebevoll möcht strahlen in Deinem Kranz,es ist ein Kleinot das gern heimlich glüht gennoch strahlend das Haus durchziet;Weist Du wie die Perle heißt?,es ist ein sanfter und stiller Geist,es ist der reinste und Bräutliche Sinn,der immer schaut auf Jesus hin,es ist die milde Barmherzlichkeit die stehts zu helfen Dich macht bereit,es ist die Träne in fremder Not die immer betet zum lieben Gott,es ist ein milder und herlicher Duft,es ist ein wehen von Himmelsluft,es ist eine Seele die früh und spät um heiligung und Gnaden fleht.
Wo mag diese Perle zu finden sein?.O,geh in Dein stilles Kämmerlein,knie Dich Ihm zu Füßen hinn und vernimm was zu Dir sagen möchte des Herrn Jesus Stimm,lass auf Dich herabströhmen dehn Himmelstau gans leise wie auf das Blümlein auf der Au,ein jeder Tropfen der Dir unbewust,wird zu einer Perle in Deiner Brust.
O steige dann herab in den Meeresgrung,der Liebe Gottes zu jeder Stund,da liegen die Perle, sammle sie Dir,und schließe sie Dir in Herz hinein für und für.
Jugend und schönheit werden vergehen,aber diese Perle bleiben ewig schön.
Schöner und schöner wird ihr Strahl,bis einst leuchten im Himmelssal
Liebe Grüße von Friedrich57
"Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege".Ps.119,105.
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Re: Partnerschaft mit ungläubigem Partner

Beitragvon mennonitin » Mittwoch 27. Oktober 2010, 20:51

Unter - Wieder heiraten erlaubt ?- gab ich ähnliche Tipps,so sie Dir weiterhelfen.Mehr habe ich auch nicht.
Den ganzen Tag mit Gott reden. Manche sagen,ach,was soll ich Jesus mit so Kleinkram belästigen,aber genau das will Jesus. Jeden Bereich von Dir und nicht nur den den Du nicht gebacken kriegst.

Ich frage Jesus was ich kochen,anziehen,sagen,wann ich atmen usw soll.Ich rede auf der Straße mit Jesus und Leute ertappten mich dabei .Gut,peinlich,aber ich stand dazu und stets habe ich Angst Jesus auf die Füße zu treten,weil er so nah und dauernd bei mir ist.

Viele beten und stellen Jesus dann bis zum nä.Tag auf Eis. Vielleicht musst das Spannende an Jesus entdecken und daraufachten,ob er Dir nicht auch durch Kino-Titel oder andere öffentliche Schriftzüge antwortet. Jesus ist so überrraschend und vielfältig .Er findet im Laden immer den gesuchten Artikel a als der Verkäufer und das ist ein richtig nettes Spiel.

Du verstehst ihn schon,wenn Du um Feingefühl bittest.


JustAsIam hat geschrieben:Erzählung, Leserbrief, Rundbrief

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor nicht allzu langer Zeit habe ich zum Glauben an Christus zurückgefunden und möchte Ihnen heute in einer Art Erzählung schildern, wie ich bei einem christlich orientierten Singletreff im Internet eine gläubige Partnerin finden wollte. In einer Beziehung mit einer Atheistin hatte ich zuvor bereits großes Leid ertragen müssen und so bat ich Gott, er möge mir doch eine wirklich gläubige Frau schenken. Daraufhin meldete sich über die erwähnte christliche Internetplattform auch eine zunächst sehr sympathisch wirkende Dame, die sich per Bild und Email vorstellte, in der Nähe von Stuttgart lebte und deren Eltern in einer großen Bibelgesellschaft missionarisch tätig waren, welche sich das Ziel gesetzt hatte, möglichst viele Länder und Gebiete mit Gottes Wort, der Bibel in der jeweiligen Landessprache zu erreichen.

Sie können sich vorstellen, wie überglücklich ich war, ja, es schien für mich geradezu ein Traum zu sein, eine Frau aus solch wundervollem Elternhaus kennen lernen zu dürfen. Leider merkte ich recht schnell sowohl an ihrer Lebensweise, aus der sie alles Christliche verbannt hatte, als auch an ihrem Umgang, dass sie sich völlig von ihrem gläubigen Elternhaus entfernt zu haben schien und musste, wie sie sich sicherlich vorstellen können, viel erdulden und ertragen. So darf ich als gläubiger Christ auch guten Gewissens sagen, dass ich noch nie in meinem Leben so schlecht behandelt, erniedrigt und heruntergemacht worden bin. Nach einem halben Jahr großen Kummers musste ich schließlich schmerzvoll erkennen, dass es wohl aus christlicher Sicht betrachtet drei Arten von Menschen gibt:

1. Diejenigen, die den christlichen Glauben völlig ablehnen: Mit solchen Menschen kommt man im täglichen Umgang im Allgemeinen sehr gut zurecht, denn sie besitzen einen klaren und eindeutigen ´gegen-christlichen´ Standpunkt und sind auf ihre Art und Weise ehrlich.

2. Solche, die sich durch eine Bekehrung als gottgeschenkter Einsicht der Sinnlosigkeit und Verlorenheit ihres Lebens bewusst geworden sind, um Vergebung ihrer Schuld gebeten haben und von nun an ein neues, durch Christus geleitetes Leben führen und deren Umgang mit den Nächsten sich liebevoll und ehrlich gestaltet.

3. Eine für mich völlig neue Kategorie von Menschen, die nur christlich wirken, weil sie einem gläubigen Elternhaus entstammen, in einem liebevollen christlichen Umfeld groß geworden sind, bis zum Erwachsenenalter in einer gläubigen Gemeinde immer wieder Gottes Wort gehört und sich dennoch völlig gegen alles christliche entschieden haben.

D.h., ich war hier einem Menschen begegnet, der in einem gläubigen, missionarisch geprägten Elternhaus gemäß christlicher Werte erzogen worden war, die Wahrheit des Evangeliums immer wieder von Kind an gehört hatte und trotzdem nicht davon überzeugt war. Diese Dame konnte dabei sehr wohl Gottesdienste besuchen, an missionarischen Events teilnehmen, oberflächlichere christliche Inhalte akzeptieren, aber alles, was in die Tiefe christlichen Glaubens als persönliche Überzeugung eine Übergabe des Lebens an Christus betraf, wurde abgeblockt und prallte ab; und auch ihre Art, liebevoll mit dem Nächsten umzugehen ließ in ihrer Härte und Kritik die Liebe eines gläubigen Christen völlig vermissen. Dabei war es weder möglich, mit ihr über christliche Werte zu reden, geschweige denn gemeinsam zu beten oder in der Bibel zu lesen.

Insofern verurteilte sie auch ihre freikirchliche Herkunft als altbacken, langweilig und unmodern, da dort eine eindeutige persönliche Entscheidung zum Glauben Inhalt der Predigten ihres Vaters von Bedeutung sind und schloss sich einer charismatischen Gemeinschaft, der Biblischen Glaubensgemeinde BGG in Stuttgart an, die im Internet in Suchmaschinen u.a. sogar als Sekte eingeschätzt wird. In dieser Gemeinde ging es, wie ich bei einem Besuch feststellte, mehr um ein positives Gefühl des Glaubens und angeblich großartige Wunderheilungen des heiligen Geistes, als dass zu hören gewesen sei, dass der Mensch ein verlorener Sünder ist, der ohne die Rettung durch Jesus unhaltbar verloren geht. So fehlte neben allen perfekt inszenierten, filmisch aufbereiteten Predigten und musikalischen Hardrock-Begleitungen auch jegliches Symbol des Kreuzes im Gottesdienstraum auf einem Altar o.ä. wie es in den meisten Gemeinden als Hinweis auf eine Ausrichtung auf Christus üblich ist.-

So musste ich erkennen, dass eine Partnerschaft mit einem Menschen, der in seinem Innersten nicht ein überzeugter Christ ist, letztendlich zum Scheitern verurteilt ist. Ich spürte förmlich, wie sie zwischen verschiedenen Welten hin und hergerissen wurde; schließlich nahmen Launen und verbale Entgleisungen so überhand, dass ich letztendlich keine Kraft mehr hatte und die Beziehung aufgeben musste, was mich sehr geschmerzt hat, da sie, wie gesagt, aus solch einem wunderbaren Hause kam.

Normalerweise schreibe ich eher wissenschaftlich auf philosophisch abstrakterer Ebene. In der Philosophie der Aufklärung wird der Mensch als ein mit einem unveräußerlichen Wert und einer einzigartigen Würde ausgestattetes, vernunftbegabtes Wesen aufgewertet. In der ´gläubigen´ Theologie ebenso als einzigartiges, von Gott geschaffenes und geliebtes Ebenbild charakterisiert, das aber aufgrund seiner Abkehr von Gott in Schuld gefallen der Errettung durch Christus bedarf. Indem ich glaube, dass Christus am Kreuz von Gott stellvertretend für alle meine Schuld bestraft worden ist, lasse ich mich von Christus retten.

Dies ermöglich mir als gläubiger Christ auch, in liebevoller und wertschätzender Art mit meinem Partner umzugehen, ihn nicht herunter- und kleinzumachen, sondern ihn hochzuheben. Insofern ist Glaube gerade nicht nur Privatsache zwischen Gott und dem einzelnen gläubigen Menschen; sondern aus Dankbarkeit heraus, dass Jesus meine Schuld getragen hat, gehe ich auch verantwortungs- und liebevoll mit meinen Mitmenschen um. Wenn aber nur einer der beiden Partner diesen o.g. Glauben besitzt, kann es große Probleme in der Beziehung geben, die man von vornerein hätte vermeiden können, wenn man denn wüsste, ob dieser Mensch, den man in einer christlichen Partneragentur kennen gelernt hat, wirklich überzeugter Christ ist.

Ich weiß nicht, warum Gott mich eine solch schmerzhafte Erfahrung erleben ließ, obwohl ich ihn gebeten hatte, mir eine wirklich gläubige Frau zu schenken; aber vielleicht konnte ich auf diese Weise anderen meine Erfahrungen weitergeben, wirklich darauf zu achten, dass beide in wahrhaftiger Weise überzeugt sind vom christlichen Glauben. So war es mir ein Herzensanliegen, durch meine Erzählung vielleicht andere Menschen vor Leid und Kummer zu bewahren zu dürfen.
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Re: Partnerschaft mit ungläubigem Partner

Beitragvon ovecha negra » Montag 1. November 2010, 22:07

Lieber JustAsIam,
ich finde Deinen Bericht wirklich sehr gut - vor allem eine liebevoll gemeinte Warnung - hier ganz genau vorab zu prüfen, und prüfen kann man nicht gut genug, bevor man sich verliebt, denn wenn das einmal passiert ist, dann ist es aus mit der von Gott gegebenen Vernunft.

Eigene leidvolle Erfahrung kann für viele Andere sehr wertvoll sein. Wenn wir so unser Leid erkennen und annehmen, dass es anderen Menschen dienen kann, dann können wir unser, von Jesus auferlegtes Kreuz leichter annehmen und williger tragen.

einer, der auch manchmal etwas unter dem Kreuz jammert.

P.S: Der Gegensatz wird umso gravierender, je mehr man das tatsächlich auslebt, was Jesus uns befiehlt. Partnerschaft/Ehe mit einem religiösen Heuchler/Pharisäer muss aber das Schlimmste von allen sein. Da ist eine Ungläubige hingegen noch ein wahrhaft großer Segen.
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