Vorehelicher Sex

Themen rund um den hohen Wert der Ehe, Singel-Dasein und Sexualität.

Moderator: Hellmut

Vorehelicher Sex

Beitragvon Gnade777 » Donnerstag 31. Oktober 2013, 10:20

Hallo,

mein Partner und ich hatten uns fest vorgenommen mit dem Sex bis zur Ehe zu warten. Da wir Menschen sind klappt es leider nicht immer so wie man es sich vornimmt =(

In dem Moment wo man tut, denkt man leider nicht mehr daran, bis zur Ehe zu warten. Hinterher bereuen wir es, dass wir nicht standhaft geblieben sind.

Ich gehe davon aus, dass Ihr wahrscheinlich das Problem auch kennt da Ihr da Ihr ja auch Menschen seid die bestimmt nicht immer stark sein können. Gibt es noch andere Ratschläge als "dann müsst ihr eben getrennt schlafen", oder so? Weil im Prinzip kennt man ja die ganzen Standardantworten. Das Rad lässt sich ja auch nur schwerlich neu erfinden...
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Re: Vorehelicher Sex

Beitragvon Christusträger » Donnerstag 31. Oktober 2013, 11:31

Liebe Gnade,

da habt ihr ja was angestellt ... :D Aber ich seh das nicht so eng. Die Anziehungskraft zwischen Liebenden ist nicht umsonst so groß, sonst wären wir schon lange ausgestorben. Ich würde Dir vergeben...

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Re: Vorehelicher Sex

Beitragvon luwy » Donnerstag 31. Oktober 2013, 15:01

Gnade777,

Gott hat Euch als liebender Vater den Geschlechtstrieb gegeben, und der ist was Gutes, was Nützliches, ich möchte sogar sagen, etwas Heiliges. Er verbindet zwei Menschen, sodaß sie ein Fleisch werden, eine Einheit bilden. Zusammenwachsen. Er ist auch das Mittel, durch das Menschen direkt an der Schöpfung Gottes teilnehmen können. Deswegen ist es wichtig, wie bei allen gottgegebenen Trieben, daß wir sie in dem Rahmen verwenden, den Gott gegeben hat, und nicht anders. Gottes Gebote zum Thema sind nicht die Ratschläge eines Spielverderbers, sondern sie bieten Schutz gegen Probleme, die diese fundamentale Einheit der Ehe zerstören können und die einen dadurch auch vom Glauben wegbringen können. Absolute eheliche Treue ist im Plan Gottes wesentlich. Und diese absolute Treue beginnt schon, bevor man heiratet. Wenn man weiß, daß sein Partner sich echt beherrschen kann und sich echt für einen aufspart, dann gibt einem das eine wesentlich höhere Sicherheit und Gewissheit in der Beziehung.

Ihr scheint das schon zu wissen, denn Ihr wollt damit aufhören, vorehelichen Sex zu haben. Ich nehme daher an, daß Ihr nicht vorehelichen Sex "im Glauben" haben könnt, und jede Handlung, die nicht "im Glauben" ist, ist Sünde, sagt der Apostel. Sünde führt zu Schuldgefühlen und zu (geistigem) Tod.

Als ich mit 17 Jahren meine heutige Frau kennengelernt habe, waren wir bald sicher, daß wir heiraten wollen. Aber nach damaligem österreichischen recht konnte ein Mann erst heiraten, wenn er 19 Jahre alt ist, oder mit 18, wenn die Eltern zustimmen und ein Gericht den jungen Mann für ehemündig erklärt. Dafür war ich noch zu jung.

Ich habe damals schon gearbeitet (bsi 20:00) und hatte meine eigene Wohnung, und meine Freundin war in einem Schüler-Wohnheim, wo sie um 22:00 Uhr anwesend sein mußte.

Das war uns zu wenig Zeit, und wir haben beschlossen, zusammen zu ziehen. Wir sind Mormonen, und da sieht man das mit kein Sex vor der Ehe nicht als Option, sondern als absolut wichtig. Sex vor der Ehe ist Sünde, und wer vorsätzlich sündigt und nicht umkehrt, muß mit Disziplinarmaßnahmen rechnen, um ihn zur Umkehr zu bewegen und zu verhindern, daß er unwürdig vom Abendmahl nimmt. Wir waren der Meinung, wir könnten in meiner zwei Zimmer Wohnung gemeinsam wohnen, ohne Sex zu haben.

Unser Bischof (Gemeindeleiter) hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und gemeint, wir mögen doch bitte realistisch sein. Wir wollten nicht auf ihn hören (d.h. wir wollten schon, aber die Entschlossenheit verschwand, sobald wir sein Büro verlassen hatten).

Drei Monate ging das ganz gut. Aber dann kam es, wie es kommen mußte. Unser Bischof hatte doch Recht. So bekamen wir als Disziplinarmaßnahme zuerst Gemeinschaftsentzug (bedeutet: Nicht vom Abendmahl nehmen, kein öffentliches Lehren, kein Amt in der Kirche; bedeutet nicht: Ächtung in der Gemeinde. Im Gegenteil, gerade in dieser Zeit kümmerten sich sehr viele Mitglieder der Gemeinde und liebe Freunde sehr um uns). Aber auch das reichte nicht, um uns auf den rechten Weg zu bringen. jeder Tag war ein Kampf, und manchmal waren wir siegreich, und manchmal verloren wir.

Ein halbes Jahr später wurde meine Freundin schwanger. Aus unserer Glaubenssicht ist damit das Gebot der Keuschheit und damit auch der Bund mit Gott von Seiten des Menschen so schwer gebrochen, daß es besser ist, die MItgliedschaft und den Taufbund aufzuheben. Allerdings nur bei mir, nicht bei meiner Freundin. Wir nennen das den "Ausschluß aus der Kirche".

Warum der Disziplinarrat hier unterschiedlich entschieden hat, und warum diese Entscheidung richtig war, darauf will ich hier jetzt nicht eingehen, das würde zu weit führen. Auch daß es in großen Teilen des Christentums kein Aufheben des Taufbundes geben kann, bei uns Mormonen aber schon, das sind Details, die hier nichts zur Sache tun.

So ein Ausschluß bedeutet, daß man in allem als "kein Mitglied der Kirche" gilt, wiederum bedeutet es ganz und gar nicht, daß man geächtet wird oder gar Hausverbot bekommt. Ich hatte regelmäßige freundschaftliche aber auch seelsorgerische Gespräche mit dem Bischof und anderen Führungsbeamten der Kirche und war sozial voll integriert, die Mitglieder der Gemeinde sind immer auf uns zugegangen. Es bedeutet aber auch, daß ich keinen Kirchenbeitrag zahlen durfte.

Es war diese Maßnahme des Ausschlußes, die mir vor Augen führte, wie schwer diese meine Sünde gegen Gott wiegt, und wie sehr Hochmut schuld daran war, nämlich die Überzeugung, besser Bescheid zu wissen, als der Bischof, den Gott berufen hatte, über mich zu wachen.

Das nächste halbe Jahr verlief problemlos, und wir konnten uns beide enthalten, obwohl wir zusammen wohnten. Das ging, weil wir in dieser Zeit keine Küsse, keine Umarmungen hatten. Wir schliefen im gemeinsamen Bett, aber mit einem halben Meter Abstand (das Bett war groß genug), den wir auch nicht brachen.

Dann war ich endlich alt genug, ich konnte für ehemündig erklärt werden und wir konnten heiraten. Noch ein Jahr später wurde ich durch die Taufe und Gabe des Geistes erneut in die Kirche und in den Bund mit Jesus aufgenommen.

Im Jänner werden wir 23 Jahre verheiratet sein. Wir haben 4 Kinder, von denen 2 auch schon verheiratet sind. Wie auch bei den Orthodoxen werden mormonische Ehen nicht geschlossen, bis dass der Tod Euch scheidet, sondern auf Zeit und alle Ewigkeit.

Was will ich Dir damit sagen?

Wenn Ihr alt genug seid, um zu heiraten, dann tut es. Wartet nicht, bis ihr Eure Hochzeitsvorstellungen (eventuell weißes Kleid, alle Verwandten da, tolles Fest) verwirklichen könnt.

Der Apostel Paulus sagt nicht: "Wenn ihr Euch nicht enthalten könnt, dann spart Euch zusammen, bis Ihr Euch ein tolles Fest leisten könnt und dann heiratet", sondern "Wenn sie aber nicht enthaltsam leben können, sollen sie heiraten. Es ist besser zu heiraten, als sich in Begierde zu verzehren. [..] Heiratest du aber, so sündigst du nicht; und heiratet eine Jungfrau, sündigt auch sie nicht. (1.Kor 7)“ und weiter: „Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden, und das Ehebett bleibe unbefleckt; denn Unzüchtige und Ehebrecher wird Gott richten.“

Das weiße Kleid ist ja doch nur ein Symbol der Reinheit – die ihr nicht habt, wenn Ihr in Unzucht zusammenlebt, und die Ehe ist wichtiger, als die Feier. Die Ehe ist heilig und von Gott gegeben. Die Feier ist nur des Menschen Wunsch nach gemeinsamer Festlichkeit. Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken.

Wenn Ihr nicht alt genug seid, nehmt Euch nicht (eheliche) Rechte raus, die Euch nicht zustehen. Ja, ihr wißt das alles schon: Schlaft nicht gemeinsam in einem Bett, verbringt nicht Zeit zu zweit in einer Wohnung, ohne daß wer anderer dabei ist, am Besten auch nicht im gleichen Zimmer. Vermeidet romantische Situationen ohne "Bewachung".

Alles Andere ist zwar nett, wird aber dazu führen, daß Ihr sündigt. Es gibt quasi keinen Weg daran vorbei, außer diesen Ratschlägen. Und deswegen kriegt ihr sie auch dauernd und von allen. Weil sie das Einzige sind, was wirklich nutzt. Und wenn Dich Dein Auge zur Sünde reizt, sagt Jesus, dann reiß es aus! Besser Du kommst mit einem Auge ins Himmelreich, als dass Du mit zwei Augen verdammt wirst. Und das ist schon seit tausenden von Jahren so. Daran wird sich auch so bald nichts ändern.

Ich schließ Euch aber jedenfalls in meine Gebete ein.
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Re: Vorehelicher Sex

Beitragvon Gnade777 » Donnerstag 31. Oktober 2013, 15:51

Christusträger: Vielen Dank für dein Verständis und das du uns vergeben würdest.

Luwy: Danke für deine ausführliche Antwort. Richtig, die Ehe bietet einen schützenden Rahmen. Das ist mir schon bewusst und ich weiß, dass Gott es nicht böse meint sondern alles zum Besten dient. Ich möchte mich auch nicht in Sünden verstricken und nachlässig werden. Mich ärgert es selbst total, dass ich mich nicht an mein Vorhaben halte.

Ich möchte auf jeden Fall nie untreu sein, weder in Gedanken noch in Taten. Mein Partner und ich wollen noch nicht zusammen ziehen. Sicherlich ist es realistisch, wenn man zusammen zieht, dass mehr passiert. Wir denken oft genug, dass schaffen wir schon....von wegen.

Nur weil ihr auf den Bischof nicht gehört habt und deine Frau schwanger wurde, wurdet ihr aus der Gemeinschaft ausgeschlossen? Aus deinem Geschrieben kann ich raushören, dass ihr Reue gezeigt habt. Ich würde niemanden aus der Gemeinschaft ausschließen außer er wählt bewusst den Weg zurück in die Welt ohne Gott.

Freut mich, dass ihr schon 23 Jahre verheiratet seit und 4 Kinder habt! Ich bin 26 und mein Partner 36, alt genug sind wir, aber ehrlich gesagt ich finde es noch etwas zu früh um zu heiraten. Alles nicht so einfach.
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Re: Vorehelicher Sex

Beitragvon luwy » Donnerstag 31. Oktober 2013, 17:36

Wie gesagt, Gnade, die Sache mit der Gemeindedisziplin ist in jeder christlichen Gemeinschaft ein Wenig anders.

Für uns Mormonen ist Mord (das vorsätzliche Nehmen eines unschuldigen Lebens - also nicht Selbstverteidigung oder Todesstrafe im Mosaischen Gesetz) die schwerste Sünde. Ganz klar.

Die Zweitschwerste Gruppe von Sünden für uns sind sexuelle Sünden. Natürlich gibt es da Abstufungen. Man kann einen Vergewaltiger nicht auf die gleiche Stufe stellen, wie ein Liebespaar, das die geplante Hochzeit schon vor Augen hat aber kurz vorher noch umfällt.

Aber jede Sünde, von der man nicht umkehrt, trennt uns von Gott, und sie macht in der Gemeinschaft Probleme.

Ob jemand wirklich umgekehrt ist, das zeigt sich daran, daß er sie bekennt und nicht mehr tut. Wer seine Sünden verschleiert, der ist noch nicht umgekehrt. Wer sie noch immer tut, ist nicht umgekehrt. Er will es vielleicht, aber er tut es nicht.

Der Ehebrecherin sagt Jesus nicht: "Geh hin, und alles ist toll!", nein, er sagt: "Geh hin und sündige nicht mehr!"

Ebenso sagt Paulus nicht: "Für den Gläubigen gibt es keine Sünde", sondern "Habt nichts zu schaffen mit einem, der sich Bruder nennt und dennoch Unzucht treibt, habgierig ist, Götzen verehrt, lästert, trinkt oder raubt; mit einem solchen Menschen sollt ihr nicht einmal zusammen essen."

Unzucht wird hier auf einer Stufe mit Götzendienst genannt. Das sollte zu denken geben.

Ebenso sagt er: "Hütet euch vor der Unzucht! Jede andere Sünde, die der Mensch tut, bleibt außerhalb des Leibes. Wer aber Unzucht treibt, versündigt sich gegen den eigenen Leib. Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst;"

Und etwas davor hat er schon gesagt:

"Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wer den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Denn Gottes Tempel ist heilig, und der seid ihr."

Und dann meint er: "Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Täuscht euch nicht! Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Lustknaben, noch Knabenschänder, noch Diebe, noch Habgierige, keine Trinker, keine Lästerer, keine Räuber werden das Reich Gottes erben. Und solche gab es unter euch. Aber ihr seid rein gewaschen, seid geheiligt, seid gerecht geworden im Namen Jesu Christi, des Herrn, und im Geist unseres Gottes."

Solche gab es unter Euch, nicht: solche gibt es unter Euch.

Ja, unsere Gesellschaft nimmt den vorehelichen Sex als Kleinigkeit - selbst in vielen christlichen Kirchen. Das hängt damit zusammen, daß der wichtigste protestantische Theologe des 20. Jahrhunderts für seine außerehelichen Liebschaften berühmt-berüchtigt war. Am Liebsten hatte der verheiratete Pastor und Universitätsprofessor One-night-stands mit seinen Studentinnen - oder Studenten. Sein Sohn fragte ihn einmal, wie er es rechtfertigen kann, als Geistlicher so viele Ehebrüche begangen zu haben, worauf Tillich antwortete: "Ich habe nie gegen Ehebruch gepredigt."

Und auch im katholischen Bereich gibt es gute Gründe, warum man über sexuelle Sünde nicht in der Deutlichkeit spricht, die die Bibel kennt.

So aber, wie wir Mormonen die Bibel verstehen, ist vorehelicher Sex keine Kleinigkeit, sondern eine schwere Sünde, und wer nicht umkehren kann, der braucht dabei Hilfe. Diese Hilfe kann sein, daß das Taufbündnis ausgesetzt wird, bis man wieder die Fähigkeit zum Halten von Gottes Gebot hat, damit man in dieser Zeit nicht noch mehr Schuld auf sich lädt.
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Re: Vorehelicher Sex

Beitragvon Christusträger » Donnerstag 31. Oktober 2013, 22:19

Liebe Gnade, lieber luwy,

hmm, hmm, hmm, Du bist ja auch der Versuchung erlegen luwy und, wie ich schrieb, verständlicherweise. Die Anziehungskraft zwischen Liebenden ist halt sehr groß. Dein Bischof war ein weiser Mann. Es ist natürlich besser, wenn man sich erhalten kann, aber man sollte doch niemand verdammen, wenn mal einer fällt. Deshalb verstehe ich das nicht ganz. Kirchenausschluß? Ich folge da dem Geist Jesu und bin bereit alle Sünden zu vergeben, die ich verstehen kann - außer der Sünde wider den Heiligen Geist.

Ich werfe mal einen anderen Gedanken in die Runde - früher wurden die "Kinder" viel früher verheiratet. Nach römischem Recht waren die Jungen mit 14 und die Mädchen mit 12 heiratsfähig - in der heutigen Zeit kommen sie noch noch früher zur Geschlechtreife. Wer bin ich um einen 17jährigen zu verurteilen?

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Re: Vorehelicher Sex

Beitragvon Gnade777 » Freitag 1. November 2013, 16:13

Deine Antwort gefällt mir Christusträger :danke:

Stimme dir zu, man sollte niemanden aus der Gemeinschaft verdammen sondern vergeben so wie es Jesus getan hat. In der Bibel steht geschrieben, dass wir immer wieder vergeben sollen und wenn wir anderen vergeben so wird uns Gott vergeben.

Es ist ein Unterschied ob man bereut oder nicht. Ehrlich gesagt weiß ich sowieso nicht was ich von der katholischen Kirche halten soll. Richtig, heute sind Kinder viel früher Geschlechtsreif. Wir dürfen uns nicht anmaßen andere zu verurteilen sondern dies steht allein Gott zu.
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Re: Vorehelicher Sex

Beitragvon Christusträger » Freitag 1. November 2013, 20:14

Wir dürfen uns nicht anmaßen andere zu verurteilen sondern dies steht allein Gott zu.


... du redest mir aus der Seele ...
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Re: Vorehelicher Sex

Beitragvon Christusträger » Freitag 1. November 2013, 20:19

Lieber luwy,

ich danke Dir für Deine Darlegungen. Mir wäre das wie gesagt zu hart, aber ich verurteile auch Dich und Deine Kirche nicht. Die Mitglieder waren ja auch mit den Regeln vertraut und waren damit einverstanden.

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Re: Vorehelicher Sex

Beitragvon luwy » Samstag 2. November 2013, 09:44

Christof,
bei uns ist ein Ausschluß keine Verdammung. Ganz und gar nicht. Es ist eine Maßnahme, die in einem von drei Fällen gewählt werden kann:

1) Jemand ist massiv mit wesentlichen Geboten in Konflikt und hat nicht den Wunsch oder die Kraft, ernsthaft umzukehren.
Für so jemanden ist dies als Hilfe gedacht, damit er umkehren kann. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Es hilft - zusammen mit dem aufrichtigen und stetigen Bemühen derjenigen, die dazu berufen sind. Im Normalfall weiß außer der Bischofschaft und dem Ausgeschlossenen niemand, dass dieses Mitglied ausgeschlossen ist - bis zur neuerlichen Taufe. So sagt schon der Apostel Paulus: "Doch wenn wir jetzt vom Herrn gerichtet werden, dann ist es eine Zurechtweisung, damit wir nicht zusammen mit der Welt verdammt werden."

2) Unschuldige müssen geschützt werden. Oft ist das auch ein Fall, wo die staatliche Gerichtsbarkeit zum Tragen kommt.

3) Die Kirche als Ganzes ist zu schützen. Klassischer Fall hier wäre ein Bischof, der massiv Spendengelder veruntreut, oder jemand, der durch seine Äußerungen oder Handlungen die ganze Kirche in Verruf bringt. Dies stammt aus einer Zeit, als das Fehlverhalten einzelner dazu geführt hat, daß der Staat Missouri per Gesetz einen Ausrottungsbefehl gegen die Mormonen gab.

In jedem Fall wird der Ausschluß so privat oder so öffentlich gehandhabt, wie die Sünde privat oder öffentlich bekannt ist, bzw. zum Schutz Unschuldiger nötig ist.

Was ein Ausschluß bei uns nicht ist, das ist:

"MIt so jemandem sollt ihr nicht einmal essen"
"So jemand ist sozial zu ächten"
"So jemand ist ein fürchterlich schlechter Mensch"
"Hausverbot"

Ja, die Bischofschaft hat manchmal den Auftrag, über Mitglieder der Gemeinde zu richten, aber abseits von diesem Disziplinarverfahren darf kein Mitglied der Gemeinde, auch nicht der Bischof, urteilen. Dh. hat ein Disziplinarverfahren eine Maßnahme beschlossen, dann achtet der Bischof auf die Einhaltung der Maßnahme, aber er begegnet jedem nach dem Grundsatz: "Die Sünde hassen, den Sünder lieben".
Zuletzt geändert von luwy am Samstag 2. November 2013, 09:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Vorehelicher Sex

Beitragvon luwy » Samstag 2. November 2013, 09:56

Gnade777 hat geschrieben:Deine Antwort gefällt mir Christusträger :danke:

Stimme dir zu, man sollte niemanden aus der Gemeinschaft verdammen sondern vergeben so wie es Jesus getan hat. In der Bibel steht geschrieben, dass wir immer wieder vergeben sollen und wenn wir anderen vergeben so wird uns Gott vergeben.


Wie siehst Du dann folgende Worte des Apostels Paulus:

1 Kor 5,1-5, 11, 13 Übrigens hört man von Unzucht unter euch, und zwar von Unzucht, wie sie nicht einmal unter den Heiden vorkommt, dass nämlich einer mit der Frau seines Vaters lebt. Und da macht ihr euch noch wichtig, statt traurig zu werden und den aus eurer Mitte zu stoßen, der so etwas getan hat. Was mich angeht, so habe ich - leiblich zwar abwesend, geistig aber anwesend - mein Urteil über den, der sich so vergangen hat, schon jetzt gefällt, als ob ich persönlich anwesend wäre:
Im Namen Jesu, unseres Herrn, wollen wir uns versammeln, ihr und mein Geist, und zusammen mit der Kraft Jesu, unseres Herrn, diesen Menschen dem Satan übergeben zum Verderben seines Fleisches, damit sein Geist am Tag des Herrn gerettet wird.
In Wirklichkeit meinte ich damit: Habt nichts zu schaffen mit einem, der sich Bruder nennt und dennoch Unzucht treibt, habgierig ist, Götzen verehrt, lästert, trinkt oder raubt; mit einem solchen Menschen sollt ihr nicht einmal zusammen essen.
Schafft den Übeltäter weg aus eurer Mitte!


Hat Paulus hier den Namen des Herrn unnütz und fälschlich verwendet, um diesen Menschen auszustoßen? Hat Paulus hier gegen den Geist und das Evangelium Christi gepredigt?
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Re: Vorehelicher Sex

Beitragvon luwy » Samstag 2. November 2013, 10:16

Christusträger hat geschrieben:Liebe Gnade, lieber luwy,

hmm, hmm, hmm, Du bist ja auch der Versuchung erlegen luwy und, wie ich schrieb, verständlicherweise. Die Anziehungskraft zwischen Liebenden ist halt sehr groß. Dein Bischof war ein weiser Mann. Es ist natürlich besser, wenn man sich erhalten kann, aber man sollte doch niemand verdammen, wenn mal einer fällt. Deshalb verstehe ich das nicht ganz. Kirchenausschluß? Ich folge da dem Geist Jesu und bin bereit alle Sünden zu vergeben, die ich verstehen kann - außer der Sünde wider den Heiligen Geist.


Ja, von damals 14 Jugendlichen in unserer Gemeinde sind 3 "der Versuchung erlegen". Davon wurde 1 ausgeschlossen, 2 haben Gemeinschaftsentzug gehabt.

Das ist übrigens ein üblicher Durchschnitt in der Gemeinde.

Und jeder Fall wird für sich betrachtet. In jedem Fall werden die Umstände ganz genau betrachtet, weil man niemanden ausschließen will. Es ist auch nicht damit getan, daß man wie in einem weltlichen Gericht einfach nur das Gesetz zur Anwendung bringt.

In meinem Fall war die Bischofschaft während des Verfahrens überzeugt, ein Ausschluß sei nicht nötig. Am Ende der Beratung wurde die Sache dann dem HERRN im Gebet vorgelegt, und alle 3 Mitglieder der Bischofschaft hatten nach diesem Gebet, aber eben erst danach, die deutliche Kundgebung des Geistes, dass diese Entscheidung nicht Gottes Wille sei. Daraufhin haben sie nochmal beraten, geschaut, was sie übersehen haben, den Fehler in ihren Überlegungen gefunden, die neue Entscheidung samt Gründen im Gebet wieder vorgelegt und dann die Antwort Gottes bekommen, daß dies Gottes Wille sei.

Zur gleichen Zeit habe ich in einem eigenen Raum mit dem Herrn gerungen und gebetet. Habe den Vater im Himmel um Verzeihung gebeten, aber auch dargelegt, warum ich glaube, daß meine Freundin, die erst wenige Monate Mitglied der Kirche war, keinen Ausschluß haben sollte, und daß ich bereit bin, alles zu tun und zu geben, damit sie nicht ausgeschlossen werden braucht.

Darauf habe ich die Kundgebung des Geistes erhalten, daß meinem Wunsch entsprochen wird: Meine Frau wird nicht ausgeschlossen, ich schon.

Wenige Minuten später wurden wir ins Büro gerufen, und die Bischofschaft hat uns die Entscheidung mitgeteilt und detailliert begründet. Ich war erleichtert und befreit.

Ein anderer Fall ist der eines Mädchens, das nach einem Jahr seine Urlaubsliebe wieder sieht. Dazwischen hat man sich per Mail ausgetauscht, aber er spricht nur Spanisch, und sie hat gerade erst 2 Jahre spanisch hinter sich. Sie ist Kirchenmitglied, er glaubt nicht an Christus. Da sie nicht gut mit einander reden können, verbringen sie mehr Zeit mit Umarmen und Küssen, als für sie weise ist. Er drängt. Sie erliegt seinem Drängen. Unter anderem, weil sie fürchtet, ihn zu verlieren, wenn sie nein sagt, aber sprachlich nicht fähig ist, es zu begründen, ohne ihn zu verletzen. Es ist der letzte Abend des Urlaubs.

Sie kommt heim. Trägt das Problem monatelang mit sich herum. Geht dann endlich zum Bischof. Der denkt nach, trifft eine Entscheidung und legt sie Gott vor. Der stimmt zu. Das informelle Urteil (hier wurde nichtmal ein Disziplinarverfahren eingeleitet): "Ich sehe, Du hast Dein Handeln bereut. Du hast bekannt. Ich sehe, Du hast daraus gelernt. Wiederholungsgefahr ist nicht gegeben. Geh, und sündige nicht mehr. Dir ist vergeben worden."

Wieder ein anderes Paar in der Gemeinde hat zwei Jahre zusammengelebt. Erst dann hat der Bischof gemeint: "Heiratet oder trennt Euch. Wenn Ihr aber weiter in Sünde leben wollt, dann werde ich ein Disziplinarverfahren einleiten müssen."

Das ist alles sehr individuell, und das Ziel ist eben, den Sünder zu Christus und zur Umkehr zu führen. "Wer sagt: Ich habe ihn erkannt!, aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner und die Wahrheit ist nicht in ihm." (1Joh 2:4)
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Re: Vorehelicher Sex

Beitragvon Elisa » Freitag 27. März 2015, 00:12

Hallo luwy

Ich denke das Gott gütig ist und sich erbarmt,verzeihent ist.
Und Luwy ich kann das nicht nachvollziehen das man euch
nicht verziehen hat und dich ausgeschlossen hat....
Jesus sagte selbst: die Zöllner und Huren kommen eher in das
Reich Gottes als ihr. Durch den Glauben.
Es gibt so viele schlimme Gründe verachtet,ausgeschlossen zu
werden,Aber nicht weil du deine zukünftige Frau vorher geliebt hast,
sowie danach. Ich meine ihr habt ja sowieso geheiratet.
Das machte eure Situation Ehrenvoll.
Gott schenkte euch soviel Liebe das diese Liebe euch soviel Kinder
schenkte. Wo ist den die güte gewesen von den Bischof....traurig....
Naja vielleicht war sein Herz verstockt damit andere Liebende
gewarnt sind,dennoch JesuLiebe hat der Bischof nicht getan....das traurig.

Wenn man durch Liebe den Zugang zu Gott verliert, wie bei euch,
dann frag ich mich warum die Sonne Gottes dennoch für alle scheint.
Jesus sprach auch: Wenn ihr euren Freunden vergibt,wieviel gibt euch
Gott wenn ihr erst recht euren Feinden vergibt.

Der Bischof hatte euch als Freunde und hat sich schwer getan euch zu vergeben,
ihr am Ende verziehen, dich ausgeschlossen. Na merkste was?
Bin gespannt was Gott Vater ihn sagt wenn der Bischof mal im Himmel ist :) oder
Woanders x) das weiß ja nur Gott.
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Re: Vorehelicher Sex

Beitragvon luwy » Freitag 27. März 2015, 17:58

Josi,
eine Ferndiagnose ist immer gefährlich. Du kennst weder meinen damaligen Bischof, noch kennst Du mich oder meine Situation.

Der Bischof selbst, der hat mir nichts zu vergeben gehabt, denn mein Verhalten war nicht gegen ihn gerichtet. Aber Paulus sagt laut und deutlich, dass es unsere Aufgabe ist, zu verhindern, dass jemand unwürdig vom Abendmahl nimmt. Er sagt dass Unzucht (=außerehelicher Sex) Konsequenzen haben muss. Dass Umkehr gefordert ist. Du kannst das natürlich ganz anders sehen, aber verzeih mir, dass ich dem Paulus mehr glaube, als Dir: "Petrus und Paulus kennen wir, wer aber bist Du?", sagen selbst Dämonen in der Apostelgeschichte.

Ich will Dir aber noch was erzählen. 30 Minuten, bevor ich ausgeschlossen wurde, war ich im Garten des Gemeindehauses. Es war schon dunkel draußen. Ich hab mich hingekniet und ich hab gebetet. Ich hab dem Herrn vorgetragen, wie ich mich fühle, was meine Ängste sind und meine Hoffnungen. Ich hab ihm gesagt, dass ich wohl ausgeschlossen werde, dass aber bitte meine Freundin, die gerade erst zu Christus gefunden hatte, nicht ausgeschlossen wird. Und der heilige Geist hat mir da auf den Knien gesagt: "Ja, so wird es sein!"

Jahre später hat dann mein Bischof mir erzählt, dass er und seine Ratgeber damals nach dem Gespräch mit mir überzeugt waren, dass kein Ausschluß erforderlich ist. Sie haben sich hingekniet und die Sache dem Herrn vorgelegt im Gebet. Und die Antwort bekommen, "Eure Entscheidung ist falsch". So haben sie sich nochmal hingesetzt und haben diskutiert. Etwa 25 Minuten. Dann haben sie einen neuen Entschluß gefasst und im Gebet vorgelegt, un ddie Bestätigung Gottes erhalten, dass das sein Wille ist. Ich sollte ausgeschlossen werden, meine Freundin nicht. Dann haben sie mich ins Büro gerufen und mir den Ausschluß verkündet, zusammen mit der Bitte, ich möge doch jeden Sonntag in die Kirche kommen und an den Versammlungen teilnehmen, was ich auch gemacht habe. Nur eine Hand voll Mitglieder haben von diesem Ausschluß gewußt. Ich sollte auch nicht darüber reden. Erst, als ich ein Jahr später wieder getauft wurde, habe ich begonnen, darüber zu sprechen.

Es mag Dir fremd vorkommen, Josi, aber ich weiß ohne jeglichen Zweifel, dass damals der Wille Gottes geschehen ist. Weil Er es mir gesagt hat.
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Re: Vorehelicher Sex

Beitragvon Elisa » Freitag 27. März 2015, 23:29

Nochmal Hallo Luwy

Ferndiagnose ist niemals gut(sehe ich auch so),alles besser wenn man dabei ist,dennoch habe ich meine Meinung geschrieben,meine Meinung muss nicht Gottes Meinung sein. Dennoch sollte man Menschen vergeben und nicht den weg zu Gott versperren,so sehe ich das. Wenn du Gott gehört hast das er das nicht will,dann verstehe ich das Gleichniss nicht vom verlorenen Sohn.....

Die Interpretation:
Interpretation des Gleichnisses

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn beschreibt das Verhältnis zwischen Gott und uns Menschen. Der Mensch, der zwei Söhne hat, steht für Gott den Schöpfer. Die beiden Söhne sind ein Bild für uns Menschen.
Gott hat uns Menschen nach seinem Wesen geschaffen. Wir Menschen verfügen daher über geistige intelligente Fähigkeiten und einen freien Willen. Gott möchte, dass alle Menschen in Abhängigkeit von ihm und in Gemeinschaft mit ihm leben. Der verlorene Sohn steht für Menschen, die sich gegen ein Leben mit Gott entscheiden und ein Leben in der Welt und in Sünde führen.
Zunächst lebt der verlorene Sohn in saus und braus. Das steht für Menschen, die ihr Leben in vollen Zügen leben und alles mitnehmen was die Welt so zu bieten hat. Eventuell machen sie viel Party, leben sexuell freizügig, nehmen Drogen und begehen allerlei Sünden.
Die gewaltige Hungersnot die plötzlich auftritt ist ein Bild dafür, dass ein solches Leben einen Menschen nicht dauerhaft befriedigen und glücklich machen kann. Der verlorene Sohn fällt besonders tief, so dass er sich von den Schotten der Schweine ernähren muss. Das übermäßige Leben hat solche Menschen nach und nach vollkommen ausgezehrt und ins tiefste Unglück geführt.
Dort am Boden liegend denkt der verlorene Sohn an seinen Vater zurück und daran wie gut es ihm bei seinem Vater gegangen ist. Er beschließt zu seinem Vater zurückzukehren. Als er zu seinem Vater zurück kommt hält dieser schon nach ihm Ausschau.
Diese eindrucksvolle Wendung beschreibt, wie Menschen die tief gefallen sind in Ihrer Not, wieder nach Gott ihrem Schöpfer fragen. Gott hält nach jedem Menschen Ausschau. Gott möchte, dass alle Menschen ein glückliches Leben mit ihm zusammen führen.
Als der verlorene Sohn vor seinen Vater tritt, bekennt er ihm alle seine Sünden. Der Vater vergibt ihm und veranstaltet ein großes Fest, um die Rückkehr seines Sohnes zu feiern.
Alle Menschen, egal wie weit weg sie von Gott gelebt haben und wie viele Sünden sie auch gegen ihn begangen haben, werden wenn sie vor Gott treten und um Vergebung bitten, diese Sünden vergeben bekommen. Diese Form der Rückkehr ist möglich gemacht worden, durch den Tod von Jesus Christus am Kreuz von Golgatha. Dort starb Jesus Christus für alle Menschen, die ihre Sünden bekennen und an ihn als ihren Erlöser glauben. Über jeden Sünder, der zur Umkehr kommt freut sich der ganze Himmel.
Nach dieser Umkehr können solche Menschen ein sinnvolles und glückliches Leben auf dieser Erde mit Gott leben. Nach ihrem Tod werden sie für immer und ewig in vollkommenem Glück, in Gemeinschaft mit Gott weiter leben.
Der daheim gebliebene neidische Sohn hingegen ist ein Bild für Menschen die ein gutes, gerechtes und gottesfürchtiges Leben führen. Sie glauben dass sie gegenüber Menschen die aus tiefen Sünden heraus umgekehrt sind, eher ein Anrecht auf eine große Anerkennung von Gott haben.
Jesus macht mit diesem Gleichnis deutlich, dass er sich besonders dann freut, wenn sehr tief gefallene Menschen zum Glauben an ihn kommen und um Vergebung ihrer Sünden bitten. Sie erhalten Erlösung von ihren Sünden und damit ewiges Leben und werden für immer und ewig ein glückliches Leben in der Nähe Gottes leben.
Ich sage euch: So wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die die Buße nicht nötig haben. (Die Bibel Lukas 15, 7)


Wenn Gott dir da nicht verziehen hat:( wo ist den seine Güte?
Du hast dich doch in einer liebessünde verstrickt,hast es bereut und hast noch für deine Freundin gebetet,
das doch sehr ehrenhaft. Gott hat dich verloren wie den Sohn,nur bei dir an der liebesverstrickungsünde,
im Gleichniss ist er vergebend am freuen. Aber in deiner Situation früher machte er dir die Tür zu?
Mhhh......komisch......alles....und das Abendmahl was du geschrieben hast...meine Güte wer soviel stress macht:\ um mit
Gott zu mahl zu essen,ist ja kein Wunder das viele nicht kommen,wenn man Bei jeden Fehler ausgeschlossen wird,
das ja heftig,ich wusste gar nicht das unwürdigen es nicht gewehrt ist,na dann muss sich Gott Vater nicht wundern wenn die Tisch leer sind....wer will schon so gestresst zum Abendmahl kommen mit all seim Fehlern, kein Wunder das viele dann eher zu Buddha laufen....ich dachte Gott wäre sehr gütig,aber was du schreibst,irgendwie traurig.
Ich meine ich hab soviele Fehler in mein Leben gemacht und Sünde,wie soll mir Gott vergeben,wenn er
dir nicht vergeben hat.
Ich weiß ja langsam nicht mehr ob ich den gleichen Gott und Jesus habe wie manche hier im chat,forum,
weil mir legt Gott andere Offenbarungen da manchmal.
Warst du nicht enttäuscht und verletzt ausgeschlossen zu sein???
Und falls ich es wissen darf,hat es in dein leben was radikal geändert das du ausgeschlossen wurdest?

Lieb gruß
Elisa
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