Wunsch nach Scheidung

Themen rund um den hohen Wert der Ehe, Singel-Dasein und Sexualität.

Moderator: Hellmut

Wunsch nach Scheidung

Beitragvon Wolfgang » Montag 7. April 2008, 23:42

Hallo

ich kenne jemanden, der sehr gläubig ist. Seine Frau will sich nach einem Jahr Ehe bereits scheiden lassen, weil sie jemanden anderen kennen und lieben gelernt hat. Das ganze ist schon sehr konkret. Er hat ihr verziehen und hat wirklich alles versucht um die Ehe zu retten. Ich weiß, dass er sich überhaupt nicht schuldig gemacht hat am Scheitern der Ehe. Wie kann ein gläubiger Mensch damit jetzt umgehen.

liebe Grüße
Wolfgang
Benutzeravatar
Wolfgang
Neu angekommen
Neu angekommen
 
Beiträge: 6
Registriert: Samstag 5. April 2008, 22:54
Wohnort: Wien

Beitragvon Lydie » Dienstag 8. April 2008, 12:34

Hallo Wolfgang,
eine Frage zu Deinem Bericht: Ist die Frau auch gläubig?

In der Bibel steht: "Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!" Und das Ehegelöbnis lautet in Frage und Antwort:

Willst Du diesen Menschen..... lieben..... bis der der Tod Euch scheidet..
So antworte "Ja mit Gottes Hilfe!" Wer dieses Gelöbnis nicht einhält, hat die Ehe gebrochen.

Ich kenne diesen konkreten Fall nicht und will nicht beurteilen.

Ich möchte nur allgemein sagen, was ich über Scheidung denke.

Zuerst einmal bin ich SEHR traurig darüber, dass immer mehr gläubige Ehepaare sich scheiden lassen. Da kann man nur sagen, wehret den Anfängen. Allzu vertrauter Umgang mit Männern oder Frauen, außerhalb der Ehe ist ein Gefahrenpunkt. Ich bin überzeugt, dass durch gegenseitiges Verzeihen und die Bitte um Vergebung bei Gott immer ein Neuanfang möglich ist, weil Gott ihn schafft. Dies müssen aber beide Teile wollen! Ehebruch, wie im Fall der genannten Frau ist SÜNDE vor Gott und kann nur durch Reue und Buße vergeben werden.

Ansonsten möchte ich einen Tipp geben, wie Scheidung vermieden werden kann. Wenn beide Partner Christen sind, sollte man schon um den kleinsten Fehler vor Gott und dem Partner um Vergebung bitten. Wir Christen sind so lange wir leben nicht sündlos und auch unter gläubigen Ehepartnern kann ein Streit ausufern und man kennt sich im Zorn nicht wieder.

Ich kann es aus persönlicher Erfahrung sagen, es ist Gottes Gnade, wenn eine Ehe dauerhaft hält und glücklich ist. Die Liebe, den anderen mit seinen Macken anzunehmen,ist immer wieder ein Geschenk! Nur Gott kann mich und meinen Partner verändern, wenn ich/wir ihn darum bitten.

Ich denke gemeinsames Gebet und Bibellesen ist auch ein guter Schutz vor Scheidung.

Soweit meine Gedanken, die mir spontan zu dem Thema kamen.

Liebe Grüsse
Lydie
Zuletzt geändert von Lydie am Mittwoch 9. April 2008, 11:03, insgesamt 2-mal geändert.
LOBE DEN HERRN MEINE SEELE Psalm 103
Lydie
Von uns gegangen im Juli 09
 
Beiträge: 1510
Registriert: Dienstag 2. Januar 2007, 12:13

Beitragvon Suchender » Dienstag 8. April 2008, 16:39

Hallo Wolfgang,

mit Scheidungen im Allgemeinen können die meisten Menschen nur schlecht umgehen – davon nimmt sich ein gläubiger Mensch auch nicht aus. Er hat aber den großen Vorteil, dass er wahrscheinlich in seinem Leben das Vergeben und das Verzeihen erlernt hat. Diese Eigenschaften helfen gerade gläubige Menschen immer wieder über Enttäuschungen hinweg, weil es jemanden gibt, der sie nie enttäuscht. Dein Bekannter kann beten, dass Gott die Ehe retten möge aber wenn er es nicht tut, dann hat er seine Gründe. Diese Gründe wiegen mit Sicherheit mehr, als eine gerettete Ehe aber ich glaube, das weiß Dein Freund.

Liebe Grüße
Joachim
Es ist immer fragwürdig, anderen das Denken zu überlassen.
Benutzeravatar
Suchender
Master-Poster
Master-Poster
 
Beiträge: 872
Registriert: Freitag 11. Mai 2007, 05:00

Beitragvon pillango » Dienstag 8. April 2008, 17:37

Meiner Meinung kommt es bei zwei Menschen, die gläubig sind, und die beide eine lebendige Beziehung zu Jesus haben nicht zu einer Scheidung. Wenn sie ihre Ehe für Jesus leben, dann KANN es nicht zu einer Scheidung kommen.
Benutzeravatar
pillango
Expert-Poster
Expert-Poster
 
Beiträge: 407
Registriert: Sonntag 13. Januar 2008, 10:22

Beitragvon Lydie » Dienstag 8. April 2008, 19:24

AMEN, liebe Pillango so ist es!!!!
Jesus möchte die Nr.1 im Leben von gläubigen Ehepartnern sein!

Er ist die Garantie für eine gesegnete Ehe, wenn Beide an Seiner Hand und in Seiner Spur bleiben! Das sind Erfahrungstatsachen von mir und meinem lieben Mann. Dafür danke ich dem Herrn von ganzem Herzen!

Liebe Grüsse
Lydie
LOBE DEN HERRN MEINE SEELE Psalm 103
Lydie
Von uns gegangen im Juli 09
 
Beiträge: 1510
Registriert: Dienstag 2. Januar 2007, 12:13

Beitragvon Suchender » Dienstag 8. April 2008, 19:33

Natürlich habt ihr beide Recht – aber das Leben sieht leider manchmal ganz anders aus. Ich empfinde es als Segen, dass ich nun schon fast ein viertel Jahrhundert mit meiner Frau durch Dick und Dünn gehen konnte aber ich bin mir auch bewusst, dass alles anders hätte kommen können. Ich sehe das auch in christlichen Ehen, wenn auch nicht so häufig wie in anderen. Ehepartner, die in Trennung oder Scheidung leben brauchen mehr unser Mitgefühl denn unsere Ermahnung – jedenfalls empfinde ich das so.

Liebe Grüße
Joachim
Es ist immer fragwürdig, anderen das Denken zu überlassen.
Benutzeravatar
Suchender
Master-Poster
Master-Poster
 
Beiträge: 872
Registriert: Freitag 11. Mai 2007, 05:00

Beitragvon Wolfgang » Dienstag 8. April 2008, 22:03

vielen Dank für eure Anregungen. Er macht eine schwere Zeit durch und hat noch tiefer zu seinem Glauben gefunden. Ich habe ihm gesagt, auch wenn das irdische Haus zerstört ist, läßt sich leichter auf dem Fundament Gottes ein viel schöneres bauen. Er hat wirklich sehr viel getan, aber ich denke es soll einfach nicht sein.
Die Frau war auch recht gläubig, hat momentan aber ein sehr schlechtes Gewissen.
Manches mal passieren einfach Dinge, die keiner versteht. Vielleicht erst später wird sich weisen, warum das passieren musste.
Jesus hat auch mal seinen Freund sterben lassen, damit Gottes Wirken an ihm sichtbar wird.
Vielleicht hat auch er auch auf einer für alle unbewußten Ebene diese Ereginisse herbeigeführt.
Ich kenne die Frau auch recht gut. Sie ist an und für sich ein guter Mensch.
Der ohne Sünde ist werfe den ersten Stein.

Ich habe ihm ein Buch zum Lesen gegeben, wo es um radikale Vergebung geht, dem Abschiednehmen von der Opferrolle und die Verarbeitung und Verwandlung des Geschehenen.
Wenn man einen Menschen vergibt, muss man das Geschehen zuvor verurteilen, und dass ist einem Menschen nicht gestattet (Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet). In dem Buch geht es darum, dass Gottes Wort wunderbar und vollkommen ist und die begrenzte menschliche Sichtweise das manchmal nicht sieht.

liebe Grüße
Wolfgang
Benutzeravatar
Wolfgang
Neu angekommen
Neu angekommen
 
Beiträge: 6
Registriert: Samstag 5. April 2008, 22:54
Wohnort: Wien

Beitragvon pillango » Mittwoch 9. April 2008, 13:24

So isses. Ich werde für deinen Freund beten. Aber er wird das schaffen. Durch nichts anderes als durch jesus.
Benutzeravatar
pillango
Expert-Poster
Expert-Poster
 
Beiträge: 407
Registriert: Sonntag 13. Januar 2008, 10:22

Beitragvon Lydie » Mittwoch 9. April 2008, 13:57

Wäre es nicht auch wichtig für die Frau zu beten, dass ihr "schlechtes Gewissen" sie zur Umkehr bewegt? Sie ihren Ehebruch als Sünde erkennt und Gott und ihren Mann um Vergebung bittet? JEDER kann in Sünde fallen, muß aber nicht darin beharren, als Christen haben wir diese Chance!!

Nur so wäre ein Neuanfang möglich! Noch ein Bibelvers dazu: "Das Blut Jesu Christi macht uns rein von aller Sünde!"( 1. Johannes 1,9 )

Liebe Grüsse
Lydie
LOBE DEN HERRN MEINE SEELE Psalm 103
Lydie
Von uns gegangen im Juli 09
 
Beiträge: 1510
Registriert: Dienstag 2. Januar 2007, 12:13

Beitragvon pillango » Mittwoch 9. April 2008, 14:10

Du hast Recht, Lydie.
Benutzeravatar
pillango
Expert-Poster
Expert-Poster
 
Beiträge: 407
Registriert: Sonntag 13. Januar 2008, 10:22

Beitragvon Suchender » Mittwoch 9. April 2008, 16:44

Das find ich auch. Beide bedürfen unser Gebete.

Liebe Grüße
Joachim
Es ist immer fragwürdig, anderen das Denken zu überlassen.
Benutzeravatar
Suchender
Master-Poster
Master-Poster
 
Beiträge: 872
Registriert: Freitag 11. Mai 2007, 05:00

Re: Wunsch nach Scheidung

Beitragvon Anders » Donnerstag 10. April 2008, 12:04

Wolfgang hat geschrieben:Hallo

ich kenne jemanden, der sehr gläubig ist. Seine Frau will sich nach einem Jahr Ehe bereits scheiden lassen, weil sie jemanden anderen kennen und lieben gelernt hat. Das ganze ist schon sehr konkret. Er hat ihr verziehen und hat wirklich alles versucht um die Ehe zu retten. Ich weiß, dass er sich überhaupt nicht schuldig gemacht hat am Scheitern der Ehe. Wie kann ein gläubiger Mensch damit jetzt umgehen.

liebe Grüße
Wolfgang


Hi Wolfgang,
man müsste in solchen Fällen fragen, woran denn die Ehe wirklich gescheitert ist.
Ich habe manches mal bei der Beobachtung anderer Ehen im Bekanntenkreis festgestellt, dass da Sachen in eine Ehe hineingeraten, die mit "Ehe im biblischen Sinn" gar nichts mehr zu tun haben.
Also müsste man erst einmal prüfen, welche Erwartungen die Partner an die Ehe hatten und welche Erwartung enttäuscht oder nicht erfüllt wurden.
Ich würde Deinem Freund also zunächst dazu raten, in dieser Richtung Überlegungen anzustellen.
Ansonsten sagt Pillango das generell Richtige.
Seid herzlich gegrüßt von
Anders
Benutzeravatar
Anders
Expert-Poster
Expert-Poster
 
Beiträge: 482
Registriert: Mittwoch 11. Juli 2007, 09:26
Wohnort: Wuppertal

Beitragvon Christusträger » Donnerstag 10. April 2008, 20:35

Ihr Lieben,

ich denke wir sind uns einig, dass eine christliche Ehe nicht geschieden werden müßte. Begründung: wahre Liebe.

In Liebe
Christof
1.Petr 5,5 Denn "Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade"
Benutzeravatar
Christusträger
Grand-Master-Poster
Grand-Master-Poster
 
Beiträge: 1997
Registriert: Donnerstag 31. Mai 2007, 01:06
Wohnort: Kernen im Remstal

Beitragvon Wolfgang » Donnerstag 10. April 2008, 21:52

Ich kann mich noch so genau an die Hochzeit erinnern. Es war eine sehr schöne Hochzeit. Das Evangelium war glaube ich Joh. 15 (Bleibt in meiner Liebe...) Von außen betrachtet war das die liebevollste und harmonischte Ehe, die man sich nur vorstellen kann. Das ist mir alles unbegreiflich. Er hat wirklich sehr viel Kraft aufgebracht, dass das noch gut ausgeht. Sie hat gemeint so viel Liebe verdient sie gar nicht. Er liebt sie immer noch so sehr, er weiß aber dass er sie gehen lassen muss und er sie nicht aufhalten kann.
Vielleicht hat er sich eine christlichere Ehe vorgestellt, als sie bereit war.
Ja, jeder kann in Sünde fallen, öfter als man glaubt. Nur Christus kann den beiden nun vergeben.

Danke auf jeden Fall für Eure Gebete. Jeden Abend schließe ich die beiden auch ein in mein Gebet.


in Liebe
Wolfgang
Benutzeravatar
Wolfgang
Neu angekommen
Neu angekommen
 
Beiträge: 6
Registriert: Samstag 5. April 2008, 22:54
Wohnort: Wien

Beitragvon Christusträger » Samstag 19. April 2008, 21:11

Ihr Lieben,

noch abschließend: in solchen Fällen die Hilfe eines Seelsorgers, dem beide vertrauen, in Anspruch nehmen.

In Liebe
Christof
1.Petr 5,5 Denn "Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade"
Benutzeravatar
Christusträger
Grand-Master-Poster
Grand-Master-Poster
 
Beiträge: 1997
Registriert: Donnerstag 31. Mai 2007, 01:06
Wohnort: Kernen im Remstal

Nächste

Zurück zu Ehe & Familie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron