Sind Mann und Frau füreinander bestimmt

Themen rund um den hohen Wert der Ehe, Singel-Dasein und Sexualität.

Moderator: Hellmut

Beitragvon pillango » Montag 15. September 2008, 17:22

ich glaub das wort gibts auch gar nicht!:-) :oops: :wink: ich meinte damit, dass sie sich viel zu sehr aneinander klammern..
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Beitragvon Ralph » Montag 15. September 2008, 17:33

Grundlagen für die menschliche Gemeinschaft.Die Bibeltexte gelten für jeden einzelnen Menschen,ob in der Ehe,oder in keiner Ehe.

Evangelium des Markus Das 12. Kapitel Verse 30-31ff
30. Und: Du sollst GOTT, deinen HERRN, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüte und von allen deinen Kräften. Das ist das vornehmste Gebot.
31. Und das andere ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; es ist kein ander größer Gebot denn diese.

Der Brief des Paulus an die Philipper Das 2. Kapitel Verse 1-5ff
1. Ist nun bei euch Ermahnung in Christo, ist Trost der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit,
2. so erfüllet meine Freude, daß ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habet, einmütig und einhellig seid,
3. nichts tut durch Zank oder eitle Ehre, sondern durch Demut achtet euch untereinander einer den andern höher denn sich selbst.
4. Und ein jeglicher sehe nicht auf das Seine, sondern auf das, was des andern ist.
5. Ein jeglicher sei gesinnet, wie JESUS CHRISTUS auch war.

Gott möchte bei uns an erster Stelle stehen. Auch in einer Ehe ist dies die Grundvoraussetzung für eine gottgewollte Ehe. Wenn dieser Punkt nicht stimmt, kann jeder Ehepartner die besten Ideale haben und wird doch nur in Krampf, Kampf und Unzufriedenheit enden. Dies ist als eine Anweisung Gottes für unseren Umgang mit dem Nächsten zu verstehen. Einander höher zu achten als sich selbst ist heutzutage leider schon sehr aus der Mode gekommen. Der Zeitgeist sagt uns eher, dass wir unser eigenes Ego pflegen sollen, unsere Rechte durchsetzen sollen, unsere Wege gehen sollen und nicht zu viel Opferbereitschaft zeigen sollen.Es gelten die menschlichen Maßstäben. Hier ist es jedoch wichtig, sich an Gottes Maßstäben zu orientieren. Jesus Christus hat uns die höchste Form der Opferbereitschaft und Selbstlosigkeit vorgelebt. Wenn wir sein Leben und Sterben betrachten, müssen wir das Wort "Liebe" ganz neu definieren und uns von den Selbstverwirklichungsvorstellungen unserer Zeit gänzlich trennen. Dies gilt für Männer und für Frauen,ob verheiratet oder nicht.Hier gilt nicht irgendwelche weltliche Gesinnung zu haben.Der Mann und die Frau soll JESUS CHRISTUS gesinnt sein.Das Wort Gottes,die Bibel lädt uns Menschen ein zu JESUS CHRISTUS zu kommen.So glaub es doch und komm wer oder was Du auch bist.............GOTT ist die Liebe.ER liebt auch dich!

Liebe Grüsse
Ralph
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Beitragvon Suchender » Montag 15. September 2008, 17:47

In anderen Kulturen und in anderen Zeiten gelten bzw. galten mitunter andere Grundsätze. Ich denke auch hier sollte man nicht verallgemeinern. Ich denke aber, dass die Grundsätze die Du aufzählst lieber Ralph, die weitaus besten sind und allen anderen überlegen.

Liebe Grüße
Joachim
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Beitragvon Lydie » Montag 15. September 2008, 18:19

Ich möchte Euch Ihr Lieben, meine Ansicht von "verkopfen" schreiben:
Es geht alles nur vom Kopf aus, vom Verstand!
Und das auf die Ehe bezogen, jeder hält nur seine eigenen Gedanken für richtig.

Und Joachim ich stimme Ralph auch 100% zu. Der Vorteil einer Ehe in der Beide wirklich mit Jesus Christus leben, ist nicht zu überbieten. Denn wir holen dann nicht nur die Liebe aus uns selbst heraus, sondern bekommen immer wieder Nachschub von Jesus Christus, der der dritte im Bunde ist. Er möchte gern an erster Stelle stehen. Räumen wir IHM den Platz ein!!??

Liebe Grüsse
Lydie
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Beitragvon Ralph » Montag 15. September 2008, 18:34

Jesus hat bezüglich der Ehe eine sehr prägnante Aussage gemacht:

Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
Matthäus 19:6

Bei diesem Vers ist zu beachten, dass es sich um einen Zuspruch handelt. Er soll nicht als „Suchhilfe" verstanden werden.

Dies bedeutet, dass hier nicht gesagt wird: „Gott führt euch so oder so zusammen ..." Es geht vielmehr darum, dass Gott den Verheirateten zuspricht, dass er sie zusammengefügt hat. Sie sind zusammen, weil er es so gemacht hat. Und deswegen sollen sie es jetzt auch nicht von sich aus wieder auseinander reißen.

Man sollte nämlich bedenken, dass es früher trotz anderer kultureller Umstände auch nicht einfach war eine gute Ehe zu führen: Männer und Frauen lebten in getrennten Lebenswelten und merkten oft erst nach der Hochzeit, wie der andere tatsächlich ist.

Ein bisschen ist es heute noch so: Auch wenn in unserer Gesellschaft aus romantischer Liebe geheiratet wird, merkt man oft erst nach der Hoch-Zeit, wenn die Verliebtheit abflaut und dem Alltag weicht, wie der andere tatsächlich ist.

In diese herausfordernden Situationen hinein spricht Gott zu, dass er die beiden zusammengefügt hat. Aber auch hier finden wir wieder keine „Suchhilfe" für den „richtigen" Partner. Denn Gott gibt kein „Orakel", auf das man sich dann verlassen und berufen kann. Aber er spricht uns zu, dass er in unseren alltäglichen Angelegenheiten dabei ist und uns führt.

Ist es Gott dann letztlich egal, wen ich heirate? Im Gegenteil - denn so wie Gott sich für meinen Beruf, meine Sorgen und Nöte interessiert, tut er das auch bezüglich Partnerschaft und Ehe. Gott ist mit mir auf dem Weg. Das heißt allerdings, dass ich auch bereit bin, mit ihm auf dem Weg zu sein. Denn wenn ich mich an den Wegrand setzte und einfach nur warte, wird Gott vermutlich keinen Mann/keine Frau vom Himmel direkt vor meine Füße fallen lassen.

Partnersuche in der Bibel: Hat Gott für mich genau einen Menschen vorherbestimmt?

Den ganzen Aufsatz ist hier zu lesen:
http://www.nikodemus.net/1792-Einer_fue ... 3f78c570f1

Vielleicht hilft ja dieser Artikel jemanden.Würde mich freuen,wenn dieser das täte.

Liebe Grüsse
Ralph
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Beitragvon Suchender » Freitag 19. September 2008, 09:40

So ähnlich sehe ich das auch Ralph. Viele Umstände sind von einer (glücklichen) Beziehung abhängig. Da ist zum einen der Wohnort, den ich mitunter aufgrund verschiedener Faktoren wechseln muss oder kann. Ich glaube nicht an Vorsehung und Vorbestimmung und daran, dass wir nur als Marionetten eines höheren Wesens funktionieren. Ich bin mir darüber im Klaren, dass es in der großen weiten Welt noch viele Menschen gibt, die zu mir passen würden und mit denen ich sicherlich auch glücklich sein könnte. Aber ich bin eine Ehe eingegangen, die ich bis zum Ende führen will und wollte. Daher ist es mir nun egal, wer noch zu mir passen würde und ob es so eine Art Vorsehung gibt. Selbst, wenn jemand zu mir sagen würde, dass es vorherbestimmt ist, dass ich eine andere Beziehung führen sollte, so würde ich doch an meiner jetzigen festhalten wollen.
Zum Anderen ist es aber auch davon abhängig, in welchem Kulturkreis wir aufwachsen. Ehen aus verschiedenen Kulturkreisen können zwar glücklich geführt werden aber es bedarf meist großer Toleranz auf beiden Seiten. Wer es nicht vermag, eine solche Toleranz aufzubringen, der sollte das bei seiner „Suche“ berücksichtigen.

Gott kennt unsere Beziehungen schon, bevor wir sie eingehen – er weiß, wie lange sie halten und ob sie glücklich geführt werden. Trotzdem lässt er uns die Freiheit, zu entscheiden und er gibt auch seinen Segen zu Ehen, von denen er im vorherein weiß, dass sie irgendwann scheitern, dessen bin ich mir sicher.

Liebe Grüße
Joachim
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Beitragvon pillango » Montag 10. November 2008, 20:25

Wie sieht das eigentlich dann mit einem Paar im Himmelreich aus? Sind sie dann immer noch ein "Paar"? Steht das irgendwo in der Bibel? Ich hab nichts zu dem Thema gefunden. Was glaubt ihr?
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Beitragvon Ralph » Montag 10. November 2008, 20:46

Evangelium des Matthäus Das 22. Kapitel Verse 23-33:

Die Frage nach der Auferstehung

23 An demselben Tage traten die Sadduzäer zu ihm, die lehren, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn
24 und sprachen: Meister, Mose hat gesagt (5.Mose 25,5-6): »Wenn einer stirbt und hat keine Kinder, so soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen erwecken.«
25 Nun waren bei uns sieben Brüder. Der erste heiratete und starb; und weil er keine Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder;
26 desgleichen der zweite und der dritte bis zum siebenten.
27 Zuletzt nach allen starb die Frau.
28 Nun in der Auferstehung: wessen Frau wird sie sein von diesen sieben? Sie haben sie ja alle gehabt.
29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes.
30 Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel.
31 Habt ihr denn nicht gelesen von der Auferstehung der Toten, was euch gesagt ist von Gott, der da spricht (2.Mose 3,6):
32 »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«? Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden.
33 Und als das Volk das hörte, entsetzten sie sich über seine Lehre.
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Beitragvon Suchender » Dienstag 11. November 2008, 17:30

Die gleiche Stelle bei Markus 12:18-27

18 Da traten die Sadduzäer zu ihm, die da halten, es sei keine Auferstehung; die fragten ihn und sprachen:
19 Meister, Mose hat uns geschrieben: Wenn jemands Bruder stirbt und hinterläßt ein Weib, und hinterläßt keine Kinder, so soll sein Bruder sein Weib nehmen und seinem Bruder Samen erwecken.
20 Nun sind sieben Brüder gewesen. Der erste nahm ein Weib; der starb und hinterließ keinen Samen.
21 Und der andere nahm sie und starb und hinterließ auch nicht Samen. Der Dritte desgleichen.
22 Und es nahmen sie alle sieben und hinterließen nicht Samen. Zuletzt nach allen starb das Weib auch.
23 Nun in der Auferstehung, wenn sie auferstehen, wes Weib wird sie sein unter ihnen? Denn sieben haben sie zum Weibe gehabt.
24 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Ist's nicht also? Ihr irrt darum, daß ihr nichts wisset von der Schrift noch von der Kraft Gottes.
25 Wenn sie von den Toten auferstehen werden, so werden sie nicht freien noch sich freien lassen, sondern sie sind wie die Engel im Himmel.
26 Aber von den Toten, daß sie auferstehen werden, habt ihr nicht gelesen im Buch Mose's bei dem Busch, wie Gott zu ihm sagte und sprach: "Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs"?
27 Gott aber ist nicht der Toten, sondern der Lebendigen Gott. Darum irrt ihr sehr.


und bei Lukas 20:27-38


27 Da traten zu ihm etliche der Sadduzäer, welche da halten, es sei kein Auferstehen, und fragten ihn
28 und sprachen: Meister, Mose hat uns geschrieben: So jemandes Bruder stirbt, der ein Weib hat, und stirbt kinderlos, so soll sein Bruder das Weib nehmen und seinem Bruder einen Samen erwecken.
29 Nun waren sieben Brüder. Der erste nahm ein Weib und starb kinderlos.
30 Und der andere nahm das Weib und starb auch kinderlos.
31 Und der dritte nahm sie. Desgleichen alle sieben und hinterließen keine Kinder und starben.
32 Zuletzt nach allen starb auch das Weib.
33 Nun in der Auferstehung, wes Weib wird sie sein unter denen? Denn alle sieben haben sie zum Weibe gehabt.
34 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Kinder dieser Welt freien und lassen sich freien;
35 welche aber würdig sein werden, jene Welt zu erlangen und die Auferstehung von den Toten, die werden weder freien noch sich freien lassen.
36 Denn sie können hinfort nicht sterben; denn sie sind den Engeln gleich und Gottes Kinder, dieweil sie Kinder sind der Auferstehung.
37 Daß aber die Toten auferstehen, hat auch Mose gedeutet bei dem Busch, da er den HERRN heißt Gott Abrahams und Gott Isaaks und Gott Jakobs.
38 Gott aber ist nicht der Toten, sondern der Lebendigen Gott; denn sie leben ihm alle.



Liebe Grüße
Joachim
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Beitragvon pillango » Freitag 9. Januar 2009, 20:40

Hallo!
Ich habe eine Frage: Wozu heiraten Mann und Frau auf Erden, wenn sie im Himmel kein Paar mehr sind? Irgendwie gefällt mir das nicht. Ich weiß nicht, es hat bestimmt seinen Sinn, aber ich verstehe es nicht. Und welcher Sinn steckt dahinter?
Liebe Grüße, freue mich auf Antworten,
eure Barbara
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Beitragvon Suchender » Freitag 9. Januar 2009, 21:07

4 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, daß, der im Anfang den Menschen gemacht hat, der machte, daß ein Mann und ein Weib sein sollte,
5 und sprach: "Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und werden die zwei ein Fleisch sein"?
6 So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.

Matthäus 19:4-6

Sinn der Ehe
Hochzeit, Vermählung und Eheschließung
sind verschiedene Worte von einer Sorte
und haben alle den gleichen Sinn.
Vereint und verbunden
haben zwei Menschen zueinander gefunden
und wollen durch den Bund für's Leben
allen anderen zu verstehen geben,
dass sie gehören auf ewig zusammen

copyright by kurzgeschichten-gedichte.de



Das Geheimnis einer guten Ehe
Die Ehe ist ein Ruf Gottes. Unser Ehepartner ist ein Geschenk Gottes. Wir sind Diener Gottes.
von Phillip Barnhart

In meiner vierzigjährigen Tätigkeit als Seelsorger habe ich mehr als tausend Trauungen durchgeführt und zahlreiche Leute vor wie auch nach der Trauung über die Ehe sprechen gehört. Was sie sagten, war manchmal gut, manchmal weniger gut, traf aber nur selten den Kern der Sache. Was wir von Kanzel und Altar verkünden, ist häufig kaum besser, weil die Kirche keine ausgefeilte Ehetheologie besitzt. Die Ehe kommt von Gott. Das ist der Kern der Sache. Die Bibel sagt, Gott habe, früh im Schöpfungsprozess, Mann und Frau geschaffen und eine Gartentrauung vorgenommen. Ferner sagt die Bibel, Jesu erste Handlung zu Beginn seines öffentlichen Wirkens sei gewesen, dass er eine Hochzeit besuchte. Diese beiden „rahmenden Teile“ biblischer Offenbarung sind symbolisch sehr beredt und lassen die hohe Bedeutung erkennen, die Gott der Ehe beimisst.

Die Ehe hat eine biblische und mithin auch theologische Grundausformung. Nimmt man Gott aus der Ehe heraus, verliert sie diese Grundgestalt. Es überrascht daher nicht, dass die drei größten, die Ehe betreffenden Gedanken theologischer Natur sind: 1) Die Ehe ist ein Ruf Gottes. 2) Unser Ehepartner ist ein Geschenk Gottes. 3) Wir sind Diener Gottes.

Die Ehe ist ein Ruf Gottes
Die Einladung Gottes an Adam und Eva im Garten Eden war ein authentischer göttlicher Ruf, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Der Ursprung der Ehe liegt nicht im Standesamt. Er liegt auch nicht im Herzen der Braut und des Bräutigams, nicht einmal in der Kirche. Er liegt im Geist, Herz und Willen Gottes, und wenn die Ehe auf dem hohen Niveau steht, auf dem sie eingesetzt wurde, dann werden wir sakramental zueinander berufen. Nicht durch gesellschaftliche Konvention oder kulturelle Tradition oder zwischenmenschliche Romanze, sondern durch Gott. Die Ehe ist ein Bund: Gott bindet uns, seinem Willen gemäß. Jedes andere Eheverständnis fällt hinter diese ursprüngliche Satzung zurück.

Paare, die ich traue, pflege ich zu fragen, ob sie zu ihrer Eheentscheidung „irgendetwas von Gott gehört“ haben. Natürlich wollen sie wissen, was das bedeutet. Es bedeutet, dass Ehen – ungeachtet der Tatsache, dass dies zum verkitschten Schlagwort geworden ist – im Himmel geschlossen werden. Sie brauchen hier auf Erden viel „Instandhaltungsarbeit“, aber geschlossen werden sie im Himmel. In Reclaiming Intimacy in Your Marriage (Wiedergewinnung des Intimen in Ihrer Ehe) unterstreichen Robert und Debra Bruce die theologische Grundlage der Ehe, wenn sie mit verblüffender Kürze sagen: „Die Ehe ist Gottes Idee, nicht unsere“ (S. 55). Wenn ich Trauungen durchführe, sage ich dem Brautpaar: „Sie sind hier, weil Gott es so will.“ Leider stimmt das natürlich nicht immer.

Unser Ehepartner ist ein Geschenk Gottes
Diesen Gedanken habe ich einmal auf einem Ehe-Workshop vorgetragen, und eine Ehefrau zeigte sich davon überrascht. Noch nie hatte sie ihren Mann als Gottesgeschenk gesehen. Ihre Kinder, ja, aber nicht ihren Mann, erzählte sie. „Hielte ich Jim für eine Gottesgabe, wäre ich wahrscheinlich netter zu ihm“, kommentierte sie tiefsinnig und augenzwinkernd zugleich. In Strike the Original Match (etwa: Die Ur-Bindung, neu entfacht), einem Buch, in dem es um die erwähnte Ur-Ehe geht, versetzt sich Charles Swindoll in Adams Gedanken und sagt: „Adam erkannte, dass sie (Eva) von Gott geschaffen, ihm von Gott geschenkt worden war“ (S. 23).

Sehen wir unseren Ehepartner als Gottesgeschenk, so hat das mannigfache gute Wirkung. Zunächst steigt unser „Dankbarkeitsquotient“. Wenn der Partner nicht mehr nur durch Naturtriebe, sondern durch etwas Höheres zu uns hingezogen wird, beginnen wir, beim Danken nach oben zu blicken. Das Aufblicken schafft hier Durchblick: Wir gewinnen mehr Nähe zu Gott, von dem das Geschenk stammt, und sehen in der Folge alles mit anderen Augen, heiliger, optimistischer.

Zweitens wächst unsere Fürsorge. Wenn wir unseren Partner als Gottes Gabe sehen, sind wir freundlicher und rücksichtsvoller. Ist meine Frau durch Gott zu mir gekommen, bin ich zu größerer Fürsorge für sie bereit. War es kein Zufall, sondern Gottes Fügung, dass sie zu mir kam, werde ich den Geber ehren, indem ich mich besonders fürsorglich um das Geschenk kümmere.

Drittens wächst unsere Kraft. Die Kraft, Konflikte zu bewältigen, Fehler zu dulden, Sünden zu vergeben und sich stärker zu engagieren, wird uns eher zuteil, wenn wir den Partner als Gottesgabe sehen, für die wir sowohl dankbar als auch verantwortlich sind. Gott schenkt jenen Kraft, die erkennen, woher das Geschenk stammt. Adam verstand Eva als Geschenk Gottes, als er ausrief: „Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch ...“ (1. Mose 2,23). Wir dürfen vermuten, dass Eva Ähnliches über ihn gesagt hat.

Wir sind Diener Gottes
Maria und Joseph verstanden die Ehe als eine Stätte, Gott zu dienen. Ihr Haus sollte Gottes Sohn beherbergen, ihre Liebe einen Messias großziehen, ihre Lehre die Grundlage legen für Jesu Wirken für Gott. Die Ehe ist ein Gemeinschaftswerk, eingesetzt, um Gott zu dienen. Sie ist Beruf und Berufung für den Christen.

Bei der Beratung für angehende Ehepaare bitte ich das Paar, ein marriage mission statement, eine Art Erklärung über Sinn und Ziel ihrer Ehe, zu formulieren. Was ist der Sinn unserer Ehe? Ich versuche zu erklären, was ich mit „Sinn“ meine, aber es gelingt mir nicht immer, weil beim nächsten Treffen das Paar dann mit Antworten kommt wie „Sinn unserer Ehe ist es, einander glücklich zu machen“ oder „Sinn unserer Ehe ist es, zusammen ein schönes Leben zu führen“.

Erschwert wird die „Erklärung über Sinn und Ziel ihrer Ehe“ durch die Fehlauffassung, man könne Gott nur dienen, wenn man Missionar sei oder die ganze Zeit in der Kirche verbringe. Nein, auch das ganz normale christliche Ehepaar kann seinem Bund eine Mission, einen höheren Sinn geben – nämlich etwas für Gott zu bewirken durch Jesus Christus. „Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn“ (Kol. 3,17).

Auf einem Seminar für Ehepaare vor ein paar Jahren fragte ich am ersten Abend sämtliche Anwesenden, warum sie gekommen waren. Die Antwort eines Mannes ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. „Ich bin aus drei Gründen gekommen“, sagte er. „Ich liebe Gott, und ich habe mehr Nähe zu Gott gewonnen. Ich liebe meine Frau und habe auch größere Nähe zu ihr gewonnen. Und meine Frau und ich sind nun beide gekommen, um zu lernen, wie wir beide gemeinsam Gott besser dienen können.“ Gott hat sie in ihre Ehe berufen, und sie fühlen sich diesem Ruf verpflichtet. Sie gehören einander, und ihre Ehe gehört Gott. Dies ist eine Ehe mit Mission, mit höherem Sinn.

Wenn wir die Ehe in diesem Sinn auffassen und sie theologisch verstehen, sehen wir, dass sie in Gottes Wollen wurzelt, dass unser Ehepartner uns von Gott geschenkt ist und dass der Sinn unserer Ehe darin besteht, Gott zu dienen.

Darin liegt das Geheimnis einer guten Ehe!
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Beitragvon Lydie » Freitag 9. Januar 2009, 21:47

Liebe Barbara,

in einem alten Glaubenslied heißt es: "Dort vor dem Throne im himmlischen Land, treff ich die Freunde, die hier ich gekannt, dennoch wird Jesus und Jesus allein, Grund meiner Freude und Anbetung sein..."
,
Ich habe die Hoffnung, dass ich meinen lieben Mann bei Jesus wiedersehen werde, ihn erkenne und vielleicht auch in seiner Nähe sein darf. Ich würde es mir sehr wünschen!!!!


Unsere Hauptaufgabe im Himmel wird es sein, Jesus unseren Herrn, anzubeten, zu loben und zu preisen! Das werde ich mit meinem Hellmut und vielen anderen Menschen, die mir bekannt und auch unbekannt sind gemeinsam tun dürfen. Das Irdische ist dann vorbei, aber es wird eine unaussprechliche Freude sein, für immer bei dem Herrn zu sein!

Liebe Grüsse von einer Lydie, die glücklich ist, mit ihrem Ehemann auf der Erde leben zu dürfen und auch hier schon zusammen mit ihm den Herrn anzubeten!
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Beitragvon pillango » Samstag 10. Januar 2009, 15:02

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