Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Themen und Diskussionen über das Leben nach dem Tod.

Moderator: Hellmut

Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Beitragvon Georg » Freitag 20. Dezember 2013, 04:55

Was mich zu dieser Frage bewegt hat ,weil es mir nicht einleuchtet,daß Jesus Gott ist.Jesus ist für mich der Sohn
Gottes aber nicht Gott .
Der Teufel mit seinen Dämonen kannten Jesus schon vor ihrer Rebellion gegen Gott(wie sie noch nicht abgefallen waren).
Sie haben nicht gegen den Gottessohn rebelliert sondern gegen Gott.
Matthäus 4
Vers 1- 11
In der Versuchung Jesus durch Satan bietet Satan die Königreiche der Welt und seine Herrlichkeit Jesus an wenn er
Satan anbetet.An einer anderen Stelle sagt Satan zu Jesus die Königreiche der Welt sind ihm übergeben worden und
er kann sie geben wem er will.
Hier stellt sich die Frage ,wer hat Satan die Königreiche der Welt übergeben.Bestimmt nicht von Jesus als er angeblich
Gott im Himmel war.
Ich vermute,durch den Sündenfall, hat Gott für eine bestimmte Zeit dem Satan Anrecht auf die Erde gegeben.
Ürsprünglich war sie den Menschen gegeben.Christus ist gekommen dieses Ursprüngliche wieder herzustellen.
Bei verschiedenen Dämonenaustreibungen durch Jesus sagten die Dämonen:Du bist Christus der Sohn des
Allmächtigen.Weiter lesen wir,daß Jesus auch Dämonen verboten hat zu reden ,um ihn nicht vor der Zeit zu offenbaren.
Das heißt auch die Dämonen unterscheiden zwischen Jesus den Gottessohn und Gott den Allmächtigen.

MfG Georg
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Re: Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Beitragvon luwy » Freitag 20. Dezember 2013, 10:31

Hallo Georg,

gehörst Du irgendeiner Gemeinschaft an, oder versuchst Du, für Dich allein das Evangelium zu leben? Es gibt ja doch einige Gemeinschaften, die die Göttlichkeit Christi ablehnen. Wie bist Du im Glauben geprägt? Wie liest Du die Schriftstellen, die andere als Beweis für die Göttlichkeit Jesu auslegen? Wie liest Du überhaupt die Bibel? Ist jedes Wort gottgehaucht, oder wurden den Propheten Konzepte gegeben, die sie in Worte fassten? Ist die Bibel über all die Jahrtausende unverfälscht, oder gibt es hier signifikante Veränderungen? Ist das Wort der Bibel das Um und Auf, oder ist die Bibel ein Weg, um mit Gott in Verbindung zu treten und durch das Innere Zeugnis des Heiligen Geistes zu verstehen? Oder irgendwas dazwischen?

Das sind Fragen, die meiner Meinung nach zuerst geklärt werden müssen, bevor man sich über einzelne Schriftstellen unterhält. Sonst stößt man immer nur auf unterschiedliche Auslegung und Ansichten und schlägt sich gern die Köpfe ein, weil jeder mit unterschiedlichem "Handwerkszeug" die Bibel "bearbeitet". Man wirft dem Anderen dann Mißbrauch der Schrift und Lüge vor, weil er eben nicht so denkt, wie man selbst, und weil die andere Sicht einem unfassbar erscheint.
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Re: Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Beitragvon Georg » Freitag 20. Dezember 2013, 18:50

luwy hat geschrieben:Hallo Georg,

gehörst Du irgendeiner Gemeinschaft an, oder versuchst Du, für Dich allein das Evangelium zu leben? Es gibt ja doch einige Gemeinschaften, die die Göttlichkeit Christi ablehnen. Wie bist Du im Glauben geprägt? Wie liest Du die Schriftstellen, die andere als Beweis für die Göttlichkeit Jesu auslegen? Wie liest Du überhaupt die Bibel? Ist jedes Wort gottgehaucht, oder wurden den Propheten Konzepte gegeben, die sie in Worte fassten? Ist die Bibel über all die Jahrtausende unverfälscht, oder gibt es hier signifikante Veränderungen? Ist das Wort der Bibel das Um und Auf, oder ist die Bibel ein Weg, um mit Gott in Verbindung zu treten und durch das Innere Zeugnis des Heiligen Geistes zu verstehen? Oder irgendwas dazwischen?

Das sind Fragen, die meiner Meinung nach zuerst geklärt werden müssen, bevor man sich über einzelne Schriftstellen unterhält.

Hallo Luwy,
ist das so deine Art zuerst einen Fragenkatalog vorausschicken bevor du auf meinen Thread antwortest.Deine Fragen
sind nicht zum Thema.
MfG Georg
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Re: Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Beitragvon luwy » Freitag 20. Dezember 2013, 21:20

Versteh nicht, was ihr habt (Patek und Du). Ist es Euch peinlich zu sagen, was die Grundlagen Eures Glaubens sind?

Aber bitte, wie Du willst:
Jesus sagt: Ehe denn Abraham war, bin ich.
Im Johannesprolog hören wir, daß das Wort, das später Fleisch wurde und unter uns gewohnt hat, im Anfang (das ist eine Anspielung auf Gen 1:1) bei Gott war, und daß es Gott war. Alles wurde von diesem Wort gemacht, und es gibt nichts, das gemacht wurde, daß nicht durch das Wort gemacht wurde. Dieses Wort, so lehrt Johannes, wurde als der Mensch Jesus bekannt.

Und Jakobus sagt, daß die Dämonen in der Hölle wissen, daß Jesus der Sohn Gottes ist und zittern.

Gründe, warum der Satan trotzdem versuchte, Jesus = Gott, der Sohn, zu versuchen, kann es mehrere geben:

1) Für chalcedonische Christen (Katholiken, Protestanten und der Großteil der Orthodoxen) ist Jesus eine einzige Person mit zwei Naturen, die eine Person ist ungetrennt, die zwei Naturen sind unvermischt. Satan spricht hier die menschliche Natur Jesu an, scheitert aber selbst an der.
2) Für nicht-Chalcedonische Christen (ein kleiner Teil der Orthodoxen, die Mormonen und ein paar andere) ist Jesus Gott, der Sohn, der sich sich seiner göttlichen Macht und Herrlichkeit entäußerte, wie wir bei Paulus lesen, um Mensch zu werden. Das finden wir im Philipperbrief und im Hohepriesterlichen Gebet, aber auch an anderen Stellen. Damit kann auch ein Teil Seines göttlichen Wissens einhergegangen sein, sonst wäre es auch unlogisch, warum es heißt, daß das Kind heranwuchs und an Gnade und Weisheit zunahm bei Gott und den Menschen. Solange er sich also noch nicht den Menschen als der Sohn Gottes offenbarte, kann es sein, daß Satan annahm, daß er den fleischgewordenen Gott von der Bahn abbringen könnte. Das ist sicherlich hochmütig, aber an Stolz hat es dem Vater der Lügen sicher noch nie gemangelt. Immerhin wollte er ja Gott sein anstelle Gottes. Er geht davon aus, daß er es besser weiß und besser kann.
3) Die dritte Möglichkeit ist, daß der Satan sich nicht sicher wahr, mit wem er es hier zu tun hatte, und deshalb versucht er es einfach.
4) Für einige, für die die Schrift nicht in jedem Wort Gottgehaucht ist, sondern eine menschliche Niederschrift göttlicher Offenbarung, kann diese Stelle auch eine ausführlichere, dramatische Darstellung davon sein, daß Jesus, obwohl er Gott war, doch auch voller Mensch war und daher - wie wir - Versuchungen erlitt, ihnen aber widerstand. die drei Versuchungen sind dann ein literarisches Mittel, um dieses Prinzip zu verdeutlichen.


Es gibt sicher auch noch mehr Erklärungen, aber fürs Erste genügt das von meiner Seite.

Aber eigentlich müßte man ja wirklich viel früher ansetzen, was Du aber leider nicht willst. Du unterscheidest zwischen "Gott" und dem "Sohn Gottes", und die Art und Weise, wie Du es tust, lässt mich zweifeln, ob das, was Du meinst, und das was ich verstehe, denn wirklich das Gleiche ist.

Natürlich ist Gott der Sohn nicht Gott der Vater! Das ist eine Kernaussage der Trinitätslehre. Gott, der Sohn, ist eine andere Person, als Gott, der Vater. Aber in dem, was die Gottheit ausmacht, sind sie eins. Was nun die Dämonen dazu meinen oder nicht, das ist eigentlich völlig belanglos, denn die Kinder des Vaters der Lüge werden keine Wahrheiten verbreiten, nur weil sie in der Bibel niedergeschrieben sind.

Es ist also möglich, daß Du (wie viele) die Trinitätslehre nicht verstehst und darum den Sohn Gottes als Nicht-Gott bezeichnet haben willst - entgegen dem Zeugnis der Schrift. Lies Dir mal dieses hier durch. Da werden verschiedenste trinitarische Konzepte angeführt, und klar sollte sein: In keinem davon sind Gott Vater und Gott Sohn eine Person.
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Re: Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Beitragvon Georg » Sonntag 22. Dezember 2013, 18:25

luwy hat geschrieben:Jesus sagt: Ehe denn Abraham war, bin ich.
Im Johannesprolog hören wir, daß das Wort, das später Fleisch wurde und unter uns gewohnt hat, im Anfang (das ist eine Anspielung auf Gen 1:1) bei Gott war, und daß es Gott war. Alles wurde von diesem Wort gemacht, und es gibt nichts, das gemacht wurde, daß nicht durch das Wort gemacht wurde. Dieses Wort, so lehrt Johannes, wurde als der Mensch Jesus bekannt.


Hallo Luwy,
wenn ich auch nicht einverstanden bin mit dir,daß Jesus Gott ist,bin ich doch beeindruckt über dein interessantes
Hintergrundwissen.
Wenn auch für mich Jesus nicht Gott ist ,sondern göttlichen Wesens, tut es keinen Abstrich an der Erlösungstat Jesu.

Du führst Johannes Kapt 1 an.
Im Anfang war das Wort,und das Wort war bei Gott,und göttlichen Wesens war das Wort.

Bei dir lautet der Vers:
Im Anfang war das Wort,und das Wort war bei Gott,und Gott war das Wort.

Die Bibel aber zeigt uns,nicht Gott war das Wort,sondern Jesu.
Offb 19 Vers 13
bekleidet ist er mit einem in Blut getauchten Gewande,und sein Name lautet das Wort Gottes.

Auch in Bezug auf das Priestertum,hat Jesu das ewige Priestertum nach der Ordnung Mechisedeks inne.
Wenn jesus Gott wäre,dann wäre Gott sein eigener Hohepriester.
Der Hebräerbriefschreiber fast in Kapitel 8 das vorhergehende geschriebene zusammen.
Hebräer 8 Vers 1
Die Hauptsache aber bei der vorliegenden Darlegung ist folgendes:Einen solchen Hohenpriester haben wir,der sich
im Himmel zur Rechten des Thrones der göttlichen Erhabenheit gesetzt hat.
Auch hier ist Jesus nicht Gott,sondern Hohepriester göttlichen Wesens.

Ich könnte noch andere Stellen anführen aber es genügt.

Lieber Luwy du bist der Überzeugung Jesus ist Gott.
Ich bin der Überzeugung Jesus ist nicht Gott,sondern der Sohn Gottes göttlichen Wesens.

MfG Georg
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Re: Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Beitragvon hope » Sonntag 22. Dezember 2013, 19:36

Stimme dir zu Georg!! Betet zum Vater, nicht zu mir...
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Re: Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Beitragvon luwy » Montag 23. Dezember 2013, 14:40

Ist das Euer Ernst? Bibeltreue Christen behaupten, Jesus ist nicht Gott, und außer dem "Bastard" unter Euch, dem Mormonen, dem immer wieder vorgehalten wird, keine Christ zu sein, bietet keiner eine Alternative, argumentiert keiner dagegen?

Das ist schon irgendwie sehr ironisch.

Im Laufe des Abends möchte ich dann doch mehr dazu schreiben.
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Re: Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Beitragvon Christusträger » Montag 23. Dezember 2013, 21:49

Lieber luwy,

kein Mensch hat Dich je Bastard genannt - auf jeden Fall nicht hier im Forum.

Zur Sache: Für mich ist Jesus der Sohn Gottes, also Gott von Art
Joh 12,45
und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat
und er war allmächtig, ein Attribut Gottes
Mt 28,18
Und Jesus trat zu <ihnen> und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden

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1.Petr 5,5 Denn "Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade"
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Re: Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Beitragvon luwy » Dienstag 24. Dezember 2013, 00:21

Lieber Christof,

immer und immer wieder höre ich von einigen hier, daß ich kein Christ bin. Ich bin also kein "Bruder", ich bin nicht mal ein "Cousin". Ich bin "illegitim". Daher ist das richtige Wort "Bastard". Ich sehe das ähnlich, wie Paulus, als er davon sprach, eine Mißgeburt zu sein. Es ist spannend für mich, daß es vollkommen OK ist, mich hier als Nichtchristen zu bezeichnen, obwohl ich treu daran festhalte, daß Jesus Gott ist, während sich andere darin sonnen, "bibeltreue Christen" zu sein und darüber zu urteilen, wer Christ ist und wer nicht, dabei aber selbst abstreiten, daß Jesus Gott ist. Das ist kein Vorwurf gegen Dich oder die anderen Moderatoren. Du weißt, daß ich Deine Arbeit schätze, und daran hat sich nichts geändert. Aber es ist eine schiefe Optik, findest Du nicht?
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Re: Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Beitragvon luwy » Dienstag 24. Dezember 2013, 01:14

Georg hat geschrieben:Du führst Johannes Kapt 1 an.
Im Anfang war das Wort,und das Wort war bei Gott,und göttlichen Wesens war das Wort.


Georg,

der Johannesprolog gehört zu den schwierigsten Texten im Neuen Testament. Das liegt daran, daß hier grammatikalische Funktionen verwendet werden, die wir in unseren modernen Sprachen so nicht haben.

Laß es mich runterbrechen:

En Arche en ho logos kai ho logos en pros ton theon kai theos en ho logos.

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei dem Gott und Gott war das Wort.

Das ist die wörtliche Übersetzung, und sie ist mißverständlich. Sie gibt nicht inhaltlich richtig wieder, was das Griechische aussagt. Betrachten wir die beiden Vorkommnisse von "Gott". Einmal heißt es "der Gott", also mit Artikel, und aus dem Griechischen ist hier klar, daß es sich um eine klar definierte Person handelt. Es ist also ähnlich, wie wenn man im Deutschen den Artikel groß schreibt. So wie in: "das ist nicht irgendein Lehrer, das ist DER Lehrer". In diesem Satzteil ist also klar von Gott, einer konkreten Person, die Rede. Für die griechische Kirche war das gleichbedeutend mit "autos theos", also "Gott selbst", der Vater.

Der zweite Teil redet von "Gott" ohne Artikel. Hier geht es also nicht um DEN Gott, sondern um "Gott", nicht um eine Person, sondern um die Eigenschaft.

Wenn man übersetzt "Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott", dann kommt das im Deutschen zu stark rüber. Es entsteht der Eindruck, es gehe um eine Person, Gott, und das Wort wäre gleichzeitig bei dieser Person, als auch die Person selbst, was unlogisch ist und tatsächlich nicht das ist, was das Griechische hier aussagt.

Wenn man allerdings übersetzt "Das Wort war bei Gott und das Wort war göttlich" oder "göttlichen Wesens", dann ist das zu schwach. Es lässt glauben, daß Jesus weniger göttlich ist, als DER Gott. Und das gibt das Griechische schon gar nicht her.

Es wäre besser zu übersetzen: "Das Wort war bei dem Gott, und das Wort war ein Gott". Diese Übersetzung ist deswegen besser, weil es den unbestimmten Artikel auf Koine-Griechisch nicht gibt, und das Weglassen des bestimmten Artikels in Koine dem unbestimmten Artikel auf Deutsch entspricht. Ganz perfekt ist es noch immer nicht, weil wir hier weder die Betonung durch die Satzstellung noch die direkte Nähe mitkriegen, die dadurch entsteht, daß die zwei Anführungen von Gott so nahe beieinander stehen. Das drückt aus, daß Jesus nicht ein Gott losgelöst von DEM Gott ist. Und es ist natürlich problematisch, weil es diese Stelle aufmacht für den Vorwurf des Polytheismus.

Aber wir brauchen nicht diese eine Stelle hernehmen, schauen wir uns eine andere ziemlich deutliche an:

Jesaja 6:1 Im Todesjahr des Königs Usija sah ich den Herrn. Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron. Der Saum seines Gewandes füllte den Tempel aus.
5 Da sagte ich: Weh mir, ich bin verloren. Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und lebe mitten in einem Volk mit unreinen Lippen und meine Augen haben den König, den Herrn der Heere, gesehen.
9 Da sagte er: Geh und sag diesem Volk: / Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen. / Sehen sollt ihr, sehen, aber nicht erkennen.

Interessant ist, daß im Vers 5 für „Herr der Heere“ nicht, wie im Vers 1, „Adonai“ steht sondern „JHWH“!
Es kann also kein Zweifel daran bestehen, daß Jesaja im Tempel auf dem „Gnadenthron“ im Allerheiligsten, also über der Bundeslade, JHWH gesehen hat. Und der Saum seines Gewandes repräsentiert die Schechina, also seine Gegenwart, den Geist. Jesaja sieht JHWH.

Und jetzt gehen wir ins Johannesevangelium, Kapitel 12, Vers 40 und 41:
Er hat ihre Augen blind gemacht und ihr Herz hart, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile.
Das sagte Jesaja, weil er Jesu Herrlichkeit gesehen hatte; über ihn nämlich hat er gesprochen.


Jesaja hat also Jesus gesehen, im Tempel auf dem Gnadenthron. JHWH ist Jesus.

Bitte beachte: Das bedeutet noch lange nicht, daß der Gott, von dem Jesus sagt „ich gehe zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott“ Jesus selbst ist. Jesus/JHWH ist der Sohn von Gott Vater. Auch hierin ist die Schrift eindeutig.

Aber der Sohn ist nicht einfach nur „göttlichen Wesens“, er ist es, von dem Paulus sagt: „Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes. … denn er ist das Haupt aller Mächte und Gewalten.“

Er ist nicht Gott Vater. Aber alles, was Gott Vater zu Gott macht, das ist auch der Sohn. Genau so, wie der Sohn eines Menschen nicht ein Schimpanse ist, auch nicht ein Halb-Mensch-halb-Affe, sondern ein Mensch, so ist der Sohn Gottes, des Vaters, selbst auch Gott, nicht Halb-Gott.

Das lesen wir auch im Hebräerbrief:
Hebr 1:9 Du liebst das Recht und hasst das Unrecht, / darum, o Gott, hat dein Gott dich gesalbt / mit dem Öl der Freude wie keinen deiner Gefährten.


Es ist klar, daß der Gott, der mit dem Vokativ "O Gott" angesprochen wird, eine andere Person ist, als der, der den Angesprochenen gesalbt hat. Und doch werden beide "Gott" genannt.

Und auch dem Apostel Thomas war das klar, als er rief:
Mein Herr und mein Gott! Joh 20,28


Das "und" hier ist nach griechischer Grammatik nicht eine Hinzufügung, also hier wird nicht von zwei Personen geredet, die eine der Herr, die andere der Gott, wie es im Deutschen möglich wäre. Im Griechischen gab es keinen Beistrich, daher wurde quasi immer das "und" verwendet. Thomas hat also gesagt: "Mein Herr, mein Gott!".
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Re: Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Beitragvon Christusträger » Dienstag 24. Dezember 2013, 01:49

Lieber luwy, was soll ich denn gegen die Vorurteile der Leute gegen die Mormonen machen? Mit der Verwarn-Keule kommen ist nicht meine Art. Ich bin ja immer noch der Meinung, dass die Menschen sich durch sachliche Argument überzeugen lassen.

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Re: Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Beitragvon Georg » Dienstag 24. Dezember 2013, 06:11

luwy hat geschrieben:Lieber Christof,

immer und immer wieder höre ich von einigen hier, daß ich kein Christ bin. Ich bin also kein "Bruder", ich bin nicht mal ein "Cousin". Ich bin "illegitim". Daher ist das richtige Wort "Bastard". Ich sehe das ähnlich, wie Paulus, als er davon sprach, eine Mißgeburt zu sein. Es ist spannend für mich, daß es vollkommen OK ist, mich hier als Nichtchristen zu bezeichnen, obwohl ich treu daran festhalte, daß Jesus Gott ist, während sich andere darin sonnen, "bibeltreue Christen" zu sein und darüber zu urteilen, wer Christ ist und wer nicht, dabei aber selbst abstreiten, daß Jesus Gott ist. Das ist kein Vorwurf gegen Dich oder die anderen Moderatoren. Du weißt, daß ich Deine Arbeit schätze, und daran hat sich nichts geändert. Aber es ist eine schiefe Optik, findest Du nicht?


Lieber Luwy,
was du hier schreibst ist deiner nicht würdig.Ich bin der einzige der hier geschrieben hat ,daß Jesus nicht Gott ist,
sondern Jesus ist Gottes Sohn göttlichen Wesens.Das heißt alles was du geschrieben hast,damit meinst du mich.

Bitte beweise an meinen Geschriebenen was du mir vorwirfst.

MfG Georg
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Re: Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Beitragvon luwy » Dienstag 24. Dezember 2013, 09:19

Nein, Georg, du wartest nicht der einzige. Lies dir deThread nochmal durch.
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Re: Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Beitragvon Georg » Dienstag 24. Dezember 2013, 11:16

luwy hat geschrieben:Nein, Georg, du wartest nicht der einzige. Lies dir deThread nochmal durch.


Lieber Luwy,
du unterstellst mir Lügen die dir nicht würdig sind.

Es ist nie gut persönliche Angriffe zu fahren,die meistens im Fleisch sind.

MfG Georg
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Re: Wie lange kannten die Dämonen Jesus?

Beitragvon luwy » Mittwoch 25. Dezember 2013, 10:30

Lieber Georg,

nein, Du hast tatsächlich nie gesagt, daß aus Deiner Sicht Mormonen keine Christen seien. Andere sind in dieser Sache dafür sehr laut und deutlich. Diese anderen betonen auch immer wieder, wie bibeltreu sie sind. Eine davon hat zu Deiner Leseweise gesagt, daß sie zustimmt. Andere haben zu diesem Thema sehr laut geschwiegen, während sie in anderen Threads darauf herumgeritten sind, daß Mormonen keine Christen seien. Auf diese bezog sich meine Aussage, nicht auf Dich.

So weit ich jedoch verstehe, siehst Du Dich als bibeltreuer Christ, lehnst ab, daß Jesus Gott ist und siehst die katholische, orthodoxe und mormonische Lehre, daß der Mensch aus Gnade Gott werden könne, als Blasphemie. Tue ich Dir in irgendeiner Weise mit dieser Beschreibung Unrecht? Wenn ja, bitte sag es mir, damit ich meine Meinung über das, was Du glaubst, ändern kann.

Georg, es war nie meine Absicht, Dir was zu unterstellen. Ich verstehe, wieso das dennoch bei Dir ankam, und dafür entschuldige ich mich in aller Form. Andererseits hatte die Forumsteilnehmerin, die in diesem Thread Dir zugestimmt hat, gerade erst in einem anderen eine ähnliche Meinung wie ich ausgedrückt, und ich wollte vermeiden, sie anzugreifen und dadurch neuen Streit zu provozieren. Als unvollkommener Mensch habe ich das in einer Weise getan, wo Du Dich dann angegriffen gefühlt hast. Wie gesagt, das tut mir Leid.

Ich hoffe, Du kannst darüber hinweg sehen, und wir können in Frieden über die Heilige Schrift reden, die uns beiden am Herzen liegt. Wie siehst Du Auslegung, die ich hier gebracht habe?

Alles Liebe und Frieden
Luwy
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