Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Alle möglichen Themen die nicht einem speziellen Forum eingeordnet werden können.

Moderator: Hellmut

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon Sola » Mittwoch 15. Januar 2014, 19:13

Hallo Life Concept
Lernst du die Sprachen im Selbststudium oder hast du Unterricht?
Hast du es mal mit Sanskrit probiert? Das ist für mich die faszinierendste Sprache, die ich kenne. Anders als bei den modernen Sprachen ist da noch eine ganz alte, klare Struktur vorhanden und es gibt auf der anderen Seite auch Verbindungen bis hin zu unseren europäischen Sprachen, da Sanskrit eine indogermanische Sprache ist. Und wie die alten Gelehrten meisterhaft mit dieser Sprache "spielen" konnten, das kann einen echt begeistern...
Sola
Active-Poster
Active-Poster
 
Beiträge: 103
Registriert: Donnerstag 5. Dezember 2013, 12:05

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon Christusträger » Mittwoch 15. Januar 2014, 19:23

Hi Life Concept,

auf jeden Fall mal meinen tiefsten Respekt - so schwere SPrachen. Japanisch wollte ich auch mal lernen .. aber das kann ja noch kommen. :D

In Liebe
Christof
1.Petr 5,5 Denn "Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade"
Benutzeravatar
Christusträger
Grand-Master-Poster
Grand-Master-Poster
 
Beiträge: 1997
Registriert: Donnerstag 31. Mai 2007, 01:06
Wohnort: Kernen im Remstal

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon luwy » Donnerstag 16. Januar 2014, 10:40

Ja, Life, Sprachen sind toll. Ich lern grad Spanisch (weil wir das bei uns in der Gemeinde brauchen), und im April will ich mit Japanisch anfangen.
luwy
Master-Poster
Master-Poster
 
Beiträge: 856
Registriert: Montag 21. November 2011, 10:41
Wohnort: Wien

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon luwy » Samstag 18. Januar 2014, 18:05

angelika hat geschrieben:Lieber Christoph,

ich habe mich jetzt gestern mal so ein wenig schlau gemacht.
Es ist schon irgendwie mysteriös.
Also 2014/15 sind 4 Blutmonde unterwegs und alle 4 sind am einem Passah oder Sukkot- Fest.
Eine Sonnenfinsternis ist auch dabei, einen Tag vor jüdischen Neujahrsfest.
So eine Tedrade kommt erst in 100 Jahren wieder.
Die letzten Tedraden waren 1949/50 und 1967/68.
Ich bin nun schon ganz schön am Grübeln, ob nicht mein Entrückungstraum, doch richtig ist.
Auf alle Fälle, ist dies nachweisbar richtig, und das finde ich ganz schön aufregend.

Liebe Grüße Angelika


So, ich hatte jetzt ein Wenig Zeit mich in die Thematik einzulesen, und sorry, das ist Blech. Die Idee stammt von einem Pastor namens Mark Blitz.

Zuerst einmal, es gibt viele verschiedene Gründe, warum der Mond rot erscheinen kann. Jeder rote Mond wird als Blutmond bezeichnet. Ein möglicher Grund ist eine Mondfinsternis bei Vollmond, egal ob die nun ganz oder nur teilweise ist. Aber nicht bei jeder totalen oder partiellen Mondfinsternis gibt es auch einen Blutmond. Das hängt von verschiedensten Faktoren ab.

Also. Richtig ist, daß es 2014 und 2015 vier Mondfinsternissen bei Vollmond gibt.

Das Ding ist aber, daß man eine Mondfinsternis nicht von jedem Punkt der Erde sehen kann. Das heißt, man müßte nun noch sagen, wo diese Mondfinsternissen zu beobachten wären. Nehmen wir mal Jerusalem als wichtigen Punkt an (weil was interessiert uns, ob man in Washington oder so diese Mondfinsternis sehen würde?). Diese Annahme ist natürlich eine wackelige Sache, weil in der Offenbarung des Johannes steht nix über den Standort, von dem man es sehen wird. Manche glauben, daß man es von überall sehen wird, andere nehmen Patmos an, weil dort die VIsion aufgezeichnet wurde, wieder andere Jerusalem. Aber von den 4 Mondfinsternissen in den beiden Jahren, von denen wir heute noch nicht sagen können, welche davon zu einem roten Mond führen wird (es kann keine sein, es können ein bis alle sein) ist nur die letzte in Jerusalem sichtbar. Und so weit ich weiß gibt es keinen Platz der Welt, wo alle vier sichtbar sein werden.

Dass eine rote Mondfinsternis an Pessach und Sukkot fällt, ist wieder mal gar nichts Seltsames, weil der alttestamentliche Kalender ein Mondkalender ist und sich diese Feste am Mond orientieren, und nur in bestimmten Mondkonstellationen kann es überhaupt zu einer roten Mondfinsternis kommen.

Für mich klingt das alles nach einer aufgebauschten Sache, damit Pastor Blitz mehr Einnahmen macht.
luwy
Master-Poster
Master-Poster
 
Beiträge: 856
Registriert: Montag 21. November 2011, 10:41
Wohnort: Wien

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon angelika » Samstag 18. Januar 2014, 20:34

Lieber luwy,
es ist nett von Dir, dass Du Deine Sicht zu dieser Sache abgibst.
Ich kenne diesen Pastor Blitz nicht, kann auch seine Arbeit nicht zuordnen.
Aber ich ich glaube schon, dass er nicht unbedingt unrecht hat, ich habe mir die Mühe gemacht, und bin mal alle Jahre durchgegangen von 1947-2022, und es stimmt so wie er sagt, die Mondfinsternisse waren 1949/50, 1967/68 und eben jetzt 2014/15, die Jahre damals, waren irgenwie schon von Bedeutung für Jerusalem.
Jetzt stellt sich für mich die Frage, warum nicht 2014/15?
Die 4 Mondfinsternisse, ob die zum Blutmond werden, kann ich nicht sagen, aber 3 von den 4 Sonnenfinsternissen, wären in Jerusalem zu sehen, und nachdem sich ja irgendwie immer alles, um Jerusalem dreht, gehe ich mal davon aus, dass es auch von da aus sichtbar sein sollte, und nicht Patmos, obwohl nichts zum Ausschließen wäre.
Was mir auch noch aufgefallen ist, dass 2014/15, ausser die Mondfinsternisse, auch sonst sehr viel am Himmel los ist, was auf jüdische Feiertage fällt, z.B. der kleinste Mond seit 1000 Jahren und der kommt auch erst wieder in 1000 Jahren.
Ich weiss, vielleicht versuche ich jetzt mich an was aufzuhängen, aber ich denke auch, dass soviele Zeichen, wie Christenverfolgung, Unwetter, Erdbeben, der Abfall der Menschheit usw., u.a. hald auch die Zeichen an Mond und Sternen, könnte es vielleicht doch genug sein, dass Jesus kommt?
Ich denke wirklich, kann es nicht sein, dass diese 4 kommenden Mondfinsternisse Jesus doch ankündigen?
Wisst ihr, mir lässt auch mein allererster Entrückungstraum keine Ruhe mehr, noch dazu, wo ich damals, wirklich nicht wusste, was ich da träume, ich nicht wusste, dass ich meine 2 Söhne noch bekomme, die ich in diesem Traum sah.
In diesem Traum, hatte ich ganz fest das Gefühl, meine Kinder sind so ca. 10-12 Jahre alt, war aber stutzig, dass sie so groß waren, heute ist der Ältere genauso groß wie im Traum, nur beim Jüngeren, fehlt noch so ca. 1/2 Kopf, ich weiss viele werden jetzt sagen, Träume sind Schäume, aber es hat sich bis jetzt alles so ereignet wie ich träumte, obwohl ich es zu diesem Zeitpunkt nicht wissen konnte, bzw. vieles auch nicht wissen konnte.
Ich möchte Euch das unbedingt mitteilen, da ich mich bisher immer gut auf meine Träume verlassen konnte.
Also für mich persönlich, ist es nicht mehr unrealistisch, dass wir bald gehen.
Alles Liebe
Angelika
angelika
Expert-Poster
Expert-Poster
 
Beiträge: 313
Registriert: Donnerstag 3. März 2011, 10:33

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon luwy » Montag 20. Januar 2014, 12:00

Liebe Angelika,

ich sag nicht, daß die Tetrade dieses und nächstes Jahr sicher nichts zu bedeuten haben. Nicht falsch verstehen.

Aber:
Das Ereignis der Tetrade im Jahr 1478 war der Beginn der Spanischen Inquisition, wo unter anderem auch die Juden, die nicht Christen werden wollten, aus Spanien ausgewiesen wurden. (Stimmt so nicht. Nur Juden, die zum Schein Christen geworden sind, wurden verfolgt.)

Das tolle, wichtige Ereignis laut Blitz, das bei der Tetrade im Jahr 1967 durch die Blutmonde angekündigt war, war der 6-Tage-Krieg.

Es ist also vollkommen logisch, daß das Einzige, was die Tetrade 2014 ankündigen kann, das 2. Kommen ist. Nein, ist es nicht.

Abgesehen davon: Die Tetraden der Jahre 1493 und 1949 waren ereignislos für das jüdische Volk. Genau so bedeutungslos waren die Tetraden der Jahre 162, 785, 842 und 880.

Weißt, wenn bei jeder Tetrade irgendwas Signifikantes passiert wäre dann würde ich mehr nachdenken. Und die Beispiele, die Blitz bringt, wo was passiert ist, sind echt nicht aufregend genug, um zu überzeugen, daß die nächste Tetrade das 2. Kommen ist. Mal ehrlich, der 6-Tage-Krieg?

Also:
1) Die Frage, ob die Bibel mit "Mond wurde zu Blut" wirklich eine Mondfinsternis meint, ist ungewiss, und ich finde, es passt nicht zum biblischen Bericht.
2) Von 3 "Events", die angeblich von Tetraden angekündigt wurden, sind 2 entweder "hingebogen" oder eigentlich unwesentlich
3) Bei der Mehrheit der Tetraden passierte rein gar nichts.
4) Bisher unerwähnt: In der Bibel heißt es, daß nicht mal der Sohn genau weiß, wann das 2. Kommen ist, und dann soll es exakt 7 Jahre nach einem berechenbaren astronomischen Ereignis stattfinden?
5) Wenn es alles so offensichtlich wäre, warum "türkt" Blitz seine Daten dann, damit sie das sagen, was er sagen will?

Der einzige Grund, der für Blitz Idee spricht ist, daß es in diesem Jahrhundert sonst keine Tetrade mehr geben wird. [b}Wenn[/b] man also glaubt, daß die Bibel von einer natürlichen Tetrade (und nicht von einem göttlichen Wunder) spricht, dann ist 2014/2015 der einzige Zeitpunkt in diesem Jahrhundert, der in Frage kommt.

Für mich ist dieses "Wenn" aber so groß, daß ich den Rest nicht Ernst nehme. Wo wäre der Tempel in Jerusalem, der Tempel Gottes, in den sich dann der Greuel setzen wird? Der Tempel ist ja noch nicht mal gebaut, und das kann man in einem Jahr auch so nicht bauen. Das muß aber VOR dem Wehe passieren.

Angelika, ich achte Deinen Traum. Aber solange Dir in dem Traum nicht gesagt wurde, daß das 2014/2015 betrifft, sehe ich nicht, warum man dann auch an die Blitz-Theorie glauben müßte.

Ich glaube auch an eine rasche Wiederkehr. Wir leben in den Letzten Tagen. Aber wie lange die dauern, das weiß ich nicht. Die Zeichen sind aber noch nicht so weit erfüllt, daß es in den nächsten 5 Jahren wäre.

Angelika, ich kann damit gut leben, wenn Du für Dich annimmst, daß 2015 der Beginn der 7 Jahre ist. Das is tfür mich kein Problem. Für mich aber gilt:

2 Thess 2,1-4
Brüder, wir schreiben euch über die Ankunft Jesu Christi, unseres Herrn, und unsere Vereinigung mit ihm und bitten euch: Lasst euch nicht so schnell aus der Fassung bringen und in Schrecken jagen, wenn in einem prophetischen Wort oder einer Rede oder in einem Brief, der angeblich von uns stammt, behauptet wird, der Tag des Herrn sei schon da. Lasst euch durch niemand und auf keine Weise täuschen! Denn zuerst muss der Abfall von Gott kommen [b]und der Mensch der Gesetzwidrigkeit erscheinen, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über alles, was Gott oder Heiligtum heißt,[b] so sehr erhebt, dass er sich sogar in den Tempel Gottes setzt und sich als Gott ausgibt.
luwy
Master-Poster
Master-Poster
 
Beiträge: 856
Registriert: Montag 21. November 2011, 10:41
Wohnort: Wien

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon angelika » Montag 20. Januar 2014, 16:51

Lieber Luwy,
Danke für Deine Antwort, mir ist gerade meine äusserst schöne, rosa Brille von meinem Näschen gefallen.
Luuuwy, bitte zerstöre mir doch nicht meinen letzten Funken Hoffnung auf baldige Erlösung, hier auf Erden.
Stell Dir mal vor, die fangen jetzt erst mal irgendwann an, zum Tempel bauen... bei diesen Finanzkrisen, kann das ja noch Jahrzehnte dauern???
Kann es nicht einfach sein, dass dieser Tempel geistig zu werten ist, das ginge evtl. ein wenig schneller...

Wenn das wirklich noch so lange dauert, dann sind eh keine Christen mehr da, wenn man mal so die Christenverfolgung z.Zeit ins Auge fasst, wir hier in Europa sind ja noch verschont, aber auf dem Rest unserer Kugel heisst es, Christ= Feind=Kopf ab, es ist schlimm wie es unseren Brüdern und Schwestern ergeht, mir geht das durch Mark und Bein.

Luwy, aber trotz allem, ich finde schon dass es nicht so ungedeutend ist, die 4 Mondfinsternisse, werde auf jeden Fall weiterhin am Ball bleiben, und die Weltlage beobachten, vielleicht beginnen sie ja morgen mit dem Tempelbau...

Wenn nicht, dann muss wieder die rosa Brille her...

Liebe Grüße Angelika

.
angelika
Expert-Poster
Expert-Poster
 
Beiträge: 313
Registriert: Donnerstag 3. März 2011, 10:33

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon luwy » Montag 20. Januar 2014, 17:27

Ja, es gibt Christen, die das mit dem Tempel rein geistig interpretieren. Andere meinen, daß die Christen einen Tempel bauen müssen, wieder andere, daß die Juden den Tempel bauen werden.

Aber frag doch mal anders rum:

*) Ist aus Deiner Sicht der Abfall vom Glauben schon gekommen (aus meiner Sicht ja)?
*) Ist der Widersacher (=Satan) schon gekommen, hat sich als Gott ausgegeben und in den (eventuell geistigen) Tempel gesetzt?

Solange beides aus Deiner Sicht nicht gekommen ist, sehe ich schwarz für die rosarote Brille. Sorry.

Ja, Christen werden verfolgt. Aber eben noch lange nicht so, wie verheißen. Glaub mir, als die Mormonen im 19. Jahrhundert im tiefsten Winter aus ihrer schönen Stadt in Illinois mit Feuer und Schwert vertrieben wurden (es war so kalt, daß der Missouri zugefroren war), sie von ihren religiös motivierten, "christlichen" Nachbarn nicht mal für die Alten und Kranken Gnade bekamen und sich auf den großen Trek nach Utah machten (2000 km durch die Wildnis, um dann in einer Trockensteppe rund um einen Salzsee eine Stadt aufzubauen - 10 Prozent der 20.000 Auswanderer starben), da hofften sie auch, daß diese böse Welt nicht mehr als 50 Jahre ungestraft wäre.

Aber der Himmlische Vater hat Seine eigene Zeitrechnung und Seinen eigenen Zeitplan. Und so ist nun, 150 Jahre danach, die Welt noch immer nicht vernichtet.
luwy
Master-Poster
Master-Poster
 
Beiträge: 856
Registriert: Montag 21. November 2011, 10:41
Wohnort: Wien

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon angelika » Montag 20. Januar 2014, 19:26

Lieber Luwy,

das ist ja schlimm, was die Mormonen da durchmachten, das mag man sich gar nicht vorstellen, wenn dieses Volk nicht so unbändigen Glauben gehabt hätte, so denke ich, hätten sie dies nicht durchziehen können.
Gibt es noch die Mormonen an diesem Salzsee??

Luwy, sei doch ein bisschen positiv, mir steht rosa ausgezeichnet, also habe ich noch immer Hoffnung.

Ja, der Glaubensabfall ist in meinen Augen perfekt eingefädelt, die Menschen gehen die verrücktesten Glaubensrichtungen, nimm nur mal die ganzen Esoterischen, die ganzen indischen Sekten usw., die Menschen suchen überall, nur nicht Jesus, der anscheinend zu einfach????
Die 2. Antwort wird jetzt den wenigsten gefallen, aber es ist meine Meinung, ich bin davon überzeugt, dass der Islam, der Widersacher sein muss, Allah war im Ursprung Mondgott verheiratet mit der Sonne, irgendwie im Heidnischen angesiedelt, Mohammed erklärte Allah dann zu Gott. Es gibt keinen Gott ausser Allah, sie sehen Jesus als Propheten, und alle die nicht an Allah glauben, sind zum Abschuss freigegeben, was natürlich keine Folgen für den Auszuführenden hat usw...
Bei uns in Deutschland, wird ja der Islam schon mehr geschätzt wie das Christentum, man muss sich ja schon entschuldigen, wenn man Christ ist.
Was ich nur finde, irgendwie hat sich der Islam schon in unseren Tempel (Kirche) gesetzt, wenn ich sehe wie die Christen und Islamisten zusammen Gottesdienst feiern...????
Ich kann solchen Handlungen nicht folgen, ich bin nicht rassistisch, soll jeder machen was er will...
Aber wenn sie es sogar fertig bringen, unseren Herrgott aus den Schulen zu verbannen, weil es diskriminierend sein soll, da frage ich mich schon...
Das ist wie gesagt meine Meinung dazu, Luwy, sicher hast Du eine andere.
Ich grüße Dich ganz herzlich, Angelika
angelika
Expert-Poster
Expert-Poster
 
Beiträge: 313
Registriert: Donnerstag 3. März 2011, 10:33

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon luwy » Dienstag 21. Januar 2014, 14:21

angelika hat geschrieben:Lieber Luwy,

das ist ja schlimm, was die Mormonen da durchmachten, das mag man sich gar nicht vorstellen, wenn dieses Volk nicht so unbändigen Glauben gehabt hätte, so denke ich, hätten sie dies nicht durchziehen können.
Gibt es noch die Mormonen an diesem Salzsee??


Ja, sie haben das Land dort - heute heißt es Utah und ist ein Staat der USA - fruchtbar gemacht und einige Städte gebaut. Die Haupstadt heißt Salt Lake City (Salzseestadt).

Ja, der Glaube war enorm.

Luwy, sei doch ein bisschen positiv, mir steht rosa ausgezeichnet, also habe ich noch immer Hoffnung.


;.) Ein Bißchen positiv ist nie schlecht. Ich fürchte halt nur genau so Enttäuschung, weil man sein Herz an etwas gehängt hat, das nicht richtig war.

Ja, der Glaubensabfall ist in meinen Augen perfekt eingefädelt, die Menschen gehen die verrücktesten Glaubensrichtungen, nimm nur mal die ganzen Esoterischen, die ganzen indischen Sekten usw., die Menschen suchen überall, nur nicht Jesus, der anscheinend zu einfach????


Für mich war der Glaubensabfall schon im 2. Jahrhundert nach Christus, als die Menschen angefangen haben, fortlaufende Offenbarung Gottes abzulehnen und ein Glaubensbekenntnis aufzustellen. Damit ersetzte eine philosophische und systematische Theologie die narrative (=erzählende) und offenbarungsorientierte Theologie der Urkirche. Sozusagen Verstand (oder der Geist des Menschen) über der Offenbarung (dem Geist Gottes).

Die 2. Antwort wird jetzt den wenigsten gefallen, aber es ist meine Meinung, ich bin davon überzeugt, dass der Islam, der Widersacher sein muss, Allah war im Ursprung Mondgott verheiratet mit der Sonne, irgendwie im Heidnischen angesiedelt, Mohammed erklärte Allah dann zu Gott.


Ich versteh, was Du meinst, aber es ist faktisch ein bisserl problematisch. Und zwar nicht, weil es nicht politisch korrekt wäre (das ist mir egal), sondern weil es ein falsches Bild vom Islam zeichnet.

Was meine ich:
Allah ist eine Zusammenziehung von zwei Worten. Typisch für das Arabische. Die zwei Worte sind Al ilah (Al=der ilah=Gott). Und ilah stammt aus der selben westsemitischen Wurzel, wie das hebräische Wort "Eloah". Wie Du vielleicht weißt, sind für westsemitische Schriften (und damit auch die Sprachen) die Selbstlaute unwichtig. Und wenn Du nur die Konsonaten liest, dann siehst Du, das iLaH und eLoaH das gleiche Wort ist. Später wurde im Hebräischen die Mehrzahl dieses Wortes, Elohim, als Gottesname verwendet. Oft zusammen mit dem Tetragrammaton, dem JHWH. Also: JHWH Elohim. Übersetzt wird das meist mit "Der Herr Gott". Als Jesus aber am Kreuz stirbt, da ruft er Eloi (der Vokativ von Eloah), Eloi, lama sabachtani ("Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen). Also selbst noch zur Zeit Jesu war "Eloah" als Bezeichnung für den Vater Jesu gebräuchlich.

In westsemitischen Übersetzungen der Bibel (zB maltesisch und arabisch) wird Allah überall dort verwendet, wo "Gott" im Deutschen steht. Und das war schon so, bevor es den Islam gab. Von dort hat Mohammed den Gottesnamen "Allah" übernommen. Wenn wir also "Allah" als Gottesnamen ablehnen, schneiden wir Christen uns ins eigene Fleisch.

Noch über ist: Im kanaanitschen und chaldäischen Pantheon gab es einen Eloah, der später Elohim genannt wurde. Er war der Vater von JHWH der er höchste der Bene ha Elohim (den Söhnen Gottes - siehe Gen 6:2, Hiob 1:6 und andere) war. Die Frau von Eloah/Elohim war die Fruchtbarkeits- und Weisheitsgöttin Aschera. JHWH war im Kanaanitischen ein Sturmgott und Gott der Krieger.

Das heißt: Wenn man das gleiche kritische Auge, das Du auf den Islam wirfst, auf die biblischen Gottesnamen anwendet, kommt dort Ähnliches zutage, wie Du es dem Islam vorhältst.

Das bedeutet nicht, daß der Gott des Islams und der Gott der Christen notwendigerweise der Gleiche ist. Es bedeutet nicht, daß wir zu Islam-Fans werden müssen. Aber es bedeutet, dass uns eine gewisse Argumentation mehr schadet als nutzt. Juden, Christen und Moslems berufen sich alle auf Abraham und seinen Gott. Ist das dann der gleiche Gott, oder ein anderer? Ich weiß es nicht. Ich kenne nur meinen Gott wirklich gut ;).

Es gibt keinen Gott ausser Allah, sie sehen Jesus als Propheten, und alle die nicht an Allah glauben, sind zum Abschuss freigegeben, was natürlich keine Folgen für den Auszuführenden hat usw...
Bei uns in Deutschland, wird ja der Islam schon mehr geschätzt wie das Christentum, man muss sich ja schon entschuldigen, wenn man Christ ist.

Das ist so nur eingeschränkt richtig. Der Koran hat strenge Regeln, wie die zu behandeln sind, die nicht an den Islam glauben. EIn "zum Abschuß freigeben" ist da nicht drin. Die wesentlichste Ungleichstellung besteht darin, daß vom Muslimen keine Steuer verlangt wird, vom Ungläubigen jedoch schon. Und ursprünglich heißt Jihad Anstrengung für bzw. Widerstand gegen etwas. Man redet vom inneren Jihad, indem der Muslim versucht, mit aller Kraft Gott gehorsam zu sein. Weiters gibt es den äußeren Jihad, und da geht es darum, eine auf Allah und den Koran ausgerichtete Gesellschaft aufzurichten. Der Koran verwendet Jihad kein einziges Mal für Krieg. Dafür verwendet er das Wort qital. Erst 200 Jahre nach Muhammad wurde Jihad erstmals für gewalttätige Auseinandersetzung verwendet, und zwar in einem islamischen Buch über Kriegsrecht und Ethik. Hier wurde die Anstrengung, eine islamische Gesellschaft aufzurichten, mit dem Krieg verbunden und detailliert, daß man mit unrechten Mitteln keinen Gott gefälligen Staat aufbauen könnte, daß man also gerade auch im Krieg mit Milde und anhand der Gebote agieren soll.

Nochmal Zweihundert Jahre später kamen die katholischen Fürsten darauf, aus wirtschaftlichen, politischen und religiösen Gründen einen Heiligen Krieg gegen den Islam zu beginnen.

Und im Christentum gab es kein ethisches Kriegsrecht. Allen voran die Franken taten sich hervor, indem sie mit Schreckenstaktik auch psychologische Kriegsführung anwandten: Frauen wurden geschändet, Frauen und Kinder in heißem Öl gekocht, Schwangeren wurde der Bauch aufgeschlitzt. Als Jerusalem im 1. Kreuzzug endlich eingenommen war, gab es unglaubliche Massaker an den Einwohnern, egal, welcher Religion sie angehörten.

Darauf reagierten Islamische Denker damit, daß sie sagten: Wer sich schlimmer als ein Tier benimmt, für den gelten die ethischen und religiösen Vorschriften nicht, die ihn im Krieg schützen sollen. So wandte man nun die gleichen Techniken gegen die Kreuzfahrer an. Und seither gilt in Teilen des Islams, daß Nicht-Muslims im Kriegsfall von den Gesetzen zur islamische Kriegsführung ausgenommen sind.

Wenn man auf unsere Europäische Geschichte schaut, muß man feststellen: Zu jeder Zeit hatte ein Christ in den islamischen Ländern mehr Rechte, als ein Jude oder Muslim bis ins 20. Jahrhundert hinein in christlichen Ländern.

Daß Christen heute ungesetzlich in vielen islamischen Ländern schwere Verfolgung zu erleiden haben, ist leider eine Tatsache. Aber denk doch mal an die Zentralafrikanische Republik und ihre Unruhen im letzten Jahr. da sind Christen (bzw. solche, die sich selbst so bezeichnet haben) von Haus zu Haus gezogen und haben sich für die Massaker an Christen gerächt - indem sie unschuldige Frauen und Kinder, über 60 an der Zahl, geschändet und umgebracht haben. Und 1982 haben ebenso in der ZAR, beim Massaker von Sabra und Schatila, Christen 3000 muslimische Zivilisten in Flüchtlingslagern umgebracht.

Allerdings hört man das nicht so gerne, und deswegen wird es nicht publik gemacht.

In vielen Fällen, wo Christen und Muslime heute aneinander geraten, lässt sich nicht mehr sagen, wer mit der Gewalt angefangen hat. Unschuldig ist keine der Religionen, auch wenn meist Unschuldige auf beiden Seiten vergewaltigt, gefoltert und ermordet werden.

Was ich nur finde, irgendwie hat sich der Islam schon in unseren Tempel (Kirche) gesetzt, wenn ich sehe wie die Christen und Islamisten zusammen Gottesdienst feiern...????



Ich kann solchen Handlungen nicht folgen, ich bin nicht rassistisch, soll jeder machen was er will...
Aber wenn sie es sogar fertig bringen, unseren Herrgott aus den Schulen zu verbannen, weil es diskriminierend sein soll, da frage ich mich schon...
Das ist wie gesagt meine Meinung dazu, Luwy, sicher hast Du eine andere.
Ich grüße Dich ganz herzlich, Angelika


Neinein, mich stört auch, wenn religiöse Symbole und Religion aus dem öffentlichen Leben verbannt werden! Und ich halte auch nichts davon, wenn man Unterschiede einfach wegdiskutiert. Islam und Christentum ist nicht das Gleiche. Genau so, wie Katholisch, Evangelisch, Orthodox und Mormonisch nicht das Gleiche sind. Es gibt Unterschiede, und die muß man auch achten.

Und man kann auch nicht einfach sagen, wir leben in einer heilen Multikulti-Welt. Wenn Berlin nach Istanbul die Stadt mit den meisten Türken weltweit ist, dann gibt das soziale und auch religiöse Probleme. Wenn in Wien in manchen Bezirken es Schulklassen gibt, wo nur 2 von 22 Kindern deutsch als Muttersprache haben, dann gibt es logischer Weise Probleme. Und die gehen nicht weg, nur weil man behauptet, es wäre alles OK.

Wie gesagt: Ich halte nichts von systematischem Augenverschließen, ich halte nichts von religiöser Gleichmacherei und Einheitsbrei. Ich bin Mormone, und ich bin es gern, ich könnte nicht evangelisch sein.

Andererseits ist es wichtig, daß unsere Argumente und Unterschiede nicht auf Irrtümern und Vorurteilen basieren, sondern auf der Wahrheit. Ebenso ist es wichtig, daß wir in unserer Ablehnung von Dingen anderer Glaubensgemeinschaften nicht unserern eigenen Glauben verurteilen.

Ein nettes Beispiel: Mohammed wird gerne dafür als Kinderschänder bezeichnet, daß seine Lieblingsfrau Aisha 9 war, als die Ehe vollzogen wurde. Und nach heutigem Begriff wäre Mohammed sicher ein Kinderschänder gewesen.

Dabei wird aber gerne vergessen, daß Maria, die Mutter Jesu, nach kirchlicher Tradition und jüdischem Brauch 12 Jahre alt war, als Joseph sich mit ihr verlobte, und sie war noch nicht 13, als Jesus geboren wurde. Einer 13jährigen ein Kind "anzuhängen" wäre nach heutigem Recht und Begriff ebenso Kinderschänderei.
luwy
Master-Poster
Master-Poster
 
Beiträge: 856
Registriert: Montag 21. November 2011, 10:41
Wohnort: Wien

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon angelika » Mittwoch 22. Januar 2014, 09:15

Hallo Luwy,
Salt Lake City, schon so oft gehört, aber ich wußte nicht, dass diese Stadt von Mormonen gebaut wurde, das ist sehr interessant.
Luwy, nachdem ich ganz klein mit Hut bin, weil Du soviel weisst, schließe ich jetzt mal daraus, dass eigentlich alle Glaubensrichtungen aus dem Heidnischen kommen, nur wir wollen es hald so nicht wirklich sehen?

Wenn man sich mal so ansieht, wie grausam Menschen sind, wenn es um Glauben geht, diese abartigen Foltermethoden, der Mensch ist wirklich zu allem fähig, mich erschreckt es immer wieder zu tiefst, wie Menschen, mit Menschen und Tieren umgehen können.
Eigentlich heisst es doch, wir wären mit der Zeit ein zivilisiertes Volk geworden, in meinen Augen sind wir weit davon entfernt.

Luwy, die Kinderehen sind ja heute auch noch aktuell, leider. Nur damals, so denke ich, war vieles anders, wenn Kinder verheiratet wurden, waren sie in meinen Augen, von der Umwelt her "erwachsener" und die Menschen damals, wurden ja auch nicht sonderlich alt.

Mich stört es trotzdem enorm, wie hier in Deutschland, jeder hofiert wird, der einen anderen Glauben hat, wenn Du da kein Interesse zeigst, bist Du schnell mal der Nazi, und das finde ich nicht richtig, dass unser Herrgott vernachlässigt wird, ausser Du schickst deine Kinder in den rk Unterricht.
Dass die Schulverhältnisse in Österreich auch so heftig sind, hätte ich nicht gedacht, das war mit ein Grund warum ich auf den Berg zog, meine Kinder gehen jetzt in die Dorfschule, da ist noch alles ziemlich entspannt.
Luwy, aber warum zielt unsere Gesellschaft so sehr auf Multikulti und Einheitsbrei, hast Du eine Erklärung? Ich verstehe das nicht im Geringsten.
Irgendwer muss doch am Ende aller Tage, mit Satan zusammenarbeiten, wenn er es nicht schon tut, wer könnte das sein? Ich glaube nicht, dass das nur eine einzige Person ist, das muss doch eine Gemeinde? sein, oder so?
Hast Du da auch eine Vorstellung? Mich würde das mal interessieren, was Du da denkst.
Aber nur wenn es für Dich nicht zu persönlich wird.
Danke. LG Angelika
angelika
Expert-Poster
Expert-Poster
 
Beiträge: 313
Registriert: Donnerstag 3. März 2011, 10:33

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon luwy » Mittwoch 22. Januar 2014, 11:01

angelika hat geschrieben:Luwy, nachdem ich ganz klein mit Hut bin, weil Du soviel weisst, schließe ich jetzt mal daraus, dass eigentlich alle Glaubensrichtungen aus dem Heidnischen kommen, nur wir wollen es hald so nicht wirklich sehen?


Das würde ich so nicht sagen. Ich glaube an den Gott, der sich Abraham, Isaak und Jakob offenbart hat, an den Vater Jesu Christi. Ich bin nicht deswegen von Ihm überzeugt, weil Seine Taten in irgendeinem Buch stehen, sondern weil ich Seine Gegenwart und Seine Macht in meinem Leben immer wieder gespürt habe. Ich habe Fragen und Bitten zu Ihm getragen, und Er hat geantwortet. Ich habe festgestellt, daß Er treu und zuverlässig ist. Und ich profitiere von den Erfahrungen, die andere Menschen und andere Völker mit Ihm gemacht und die sie niedergeschrieben haben.

Ich weiß ohne Zweifel, daß es diesen Vater, diesen Jesus Christus, diesen Heiligen Geist gibt. Ich weiß, daß Er das Universum geschaffen hat.

Einen Baal Haddon, einen Osiris, einen Zeus dagegen, die gibt es nicht und hat es nie gegeben.

Gehst Du aber zu den Hindus, da findest Du, daß für sie heute oft Jesus Christus als fleischgewordener Gott Vishnu gilt, der davor schon als Krishna inkarniert wurde. Für sie ist Gott Vater einfach Vishnu. Und ihre ganzen anderen 1000 Götter gibt es nach wie vor. Sie haben also die Geschichte von Jesus Christus einfach in ihr "größeres" Vielgötter-Gebäude eingebaut.

Wenn das heute so passiert ist, dann können wir sicher sein, daß das auch früher passiert ist. Daher wundert es mich nicht, daß es im Altertum polytheistische Systeme gibt, in denen JHWH vorkommt und in denen andere Geschichten über ihn erzählt werden, als wir kennen.

In diesem Zusammenhang müssen wir aber anerkennen, daß Muslime wirklich überzeugt sind, daß ihr Gott der Gott Abrahams ist, und daß ihr polytheistisches Umfeld eben dadurch beeinflußt wurde, daß das Judentum und das Christentum sehr einflußreich waren, und die Polytheisten haben einfach den Einen Gott in ihre Vielgötter-Geschichten inkludiert.

Wenn wir den Juden zugestehen, an den gleichen Gott zu glauben, wie wir, obwohl für sie Jesus niemand Wichtiger ist und schon gar nicht Gottes Sohn oder gar Gott der Sohn, dann müssen wir den Moslems das Gleiche zugestehen, denn sie glauben, daß Jesus ein Prophet Gottes ist, der ohne irdischen Vater gezeugt wurde. Sie glauben nur nicht, daß er Gott, der Sohn ist. Er ist für sie der wichtigste Prophet nach Mohammed.

Wenn man sich mal so ansieht, wie grausam Menschen sind, wenn es um Glauben geht, diese abartigen Foltermethoden, der Mensch ist wirklich zu allem fähig, mich erschreckt es immer wieder zu tiefst, wie Menschen, mit Menschen und Tieren umgehen können.
Eigentlich heisst es doch, wir wären mit der Zeit ein zivilisiertes Volk geworden, in meinen Augen sind wir weit davon entfernt.


Ja, weit entfernt sind wir. Aber bei uns gibt es keine Todesstrafe, wir haben in Mitteleuropa noch nie eine so lange Zeit ohne Krieg gehabt, wie jetzt, Folter ist verboten. Insoferne sind wir dem "Zivilisierten" näher als je zuvor.

Luwy, die Kinderehen sind ja heute auch noch aktuell, leider. Nur damals, so denke ich, war vieles anders, wenn Kinder verheiratet wurden, waren sie in meinen Augen, von der Umwelt her "erwachsener" und die Menschen damals, wurden ja auch nicht sonderlich alt.


Stimmt. im 19. Jahrhundert gab es erstmals Regeln, dass man ein gewisses Alter haben mußte, bevor man berufstätig sein durfte, und in Deutschland war dies das "reife Alter von 8 Jahren". Damals wurde also tatsächlich 8 Jahre als "reif" gesehen, nicht als "gerade mal aus den Windeln draußen".

Mich stört es trotzdem enorm, wie hier in Deutschland, jeder hofiert wird, der einen anderen Glauben hat, wenn Du da kein Interesse zeigst, bist Du schnell mal der Nazi, und das finde ich nicht richtig, dass unser Herrgott vernachlässigt wird, ausser Du schickst deine Kinder in den rk Unterricht.

Andererseits finde ich, daß es nicht gut ist, wenn der Staat die Religionserziehung übernimmt. Nach der Reformation war Österreich zu 98% evangelisch. Dann kamm das Gesetz, daß jeder die Religion seines Fürsten haben mußte, und das österreichische Herscherhaus war katholisch. Also mußte jeder entweder wieder katholisch werden, oder auswandern. Eine schlimme Sache, wenn Du mich fragst.

Aber wenn Du mehrere Glaubensgemeinschaften nebeneinander zulässt, dann ergibt sich daraus logisch, daß sie alle geschützt werden müssen, denn sonst sind wir ganz rasch bei "Religionsunruhen" wie es sie heute in den Staaten gibt, wo eben dieser Schutz nicht gilt. Zum Beispiel in der ZAR oder den Islamischen Staaten. Und wie wir wissen, sind Christen nicht automatisch bessere Menschen als andere, vorallem, wenn es sich um eine "Staatsreligion" handelt.

Alles LIebe
Luwy
Zuletzt geändert von luwy am Mittwoch 22. Januar 2014, 12:29, insgesamt 1-mal geändert.
luwy
Master-Poster
Master-Poster
 
Beiträge: 856
Registriert: Montag 21. November 2011, 10:41
Wohnort: Wien

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon angelika » Mittwoch 22. Januar 2014, 12:03

Lieber Luwy,
das hast Du schön gesagt, weil er treu und zuverlässig ist, das ist auch mein innerstes Empfinden, Jesus gegenüber.
Es ist so beruhigend, dass man sich so aufgehoben bei ihm fühlen kann.
Luwy, ist dann ein Mensch, der an Vishnu glaubt, auch Christ? Verstehe mich nicht falsch, aber es ist doch gut möglich, dass Jesus die Hindus, dann auch irgendwo als Christen ansieht, oder gilt nur der wahre Christ?
Es ist gar nicht so einfach für mich, dies alles zu verstehen, weisst Du, ich mit meinen Kinderglauben, bin der Überzeugung, alle die Jesus in ihr Herz geschlossen haben, können nie mehr andere Wege gehen, aber wahrscheinlich ist das nur meine Vorstellung.
Ja, wir sind hier mit Sicherheit zivilisierter wie in vielen anderen Ländern, auch Krieg liegt weit von uns weg, somit, haben wir eigentlich schon ein wenig bewiesen, dass es auch anders gehen kann, aber wenn ich dann lese, dass wir Waffen usw. an Kriegsländer verkaufen, da kann ich nur feststellen, mit einem Schritt ins Mittelalter.
Wir können echt froh sein, dass wir die Religion leben dürfen, die uns zusagt, das wäre nicht einfach, wenn wir eine Religion annehmen müssten...
Schöne Grüße Angelika
angelika
Expert-Poster
Expert-Poster
 
Beiträge: 313
Registriert: Donnerstag 3. März 2011, 10:33

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon luwy » Donnerstag 23. Januar 2014, 15:46

Die Frage, "wer ist nun ein Christ" ist eine komplexe. Jedenfalls denke ich, wenn ich andere Menschen verurteile, dann bin ich selbst sicher kein Christ ;-), denn ich mißachte Matthäus 7:1.

Für mich ist einer Christ, der daran glaubt, daß

1) Jesus der Sohn des Gottes Abrahams, Israels und Jakobs ist,
2) Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist Gott sind,
3) er durch Jesus von Tod und Sünde erlöst ist, was bedeutet, daß er auch an die Auferstehung der Toten und das Gericht glaubt,
4) glaubt, daß es außer diesem keinen Gott gibt, der die Welt geschaffen hat und zu dem wir beten dürfen,

wenn er
1) durch die Taufe aufgenommen wurde und
2) die Handlauflegung zur Gabe des Heiligen Geistes empfangen hat und
3) den Gemeinschaftsritus Abendmahl/Kommunion pflegt.

Dies ergibt sich wesentlich für mich aus Hebr 6:1,2; Hebr 10:25 und 1. Korinther 11:23-26

Das ist die Mindestanforderung.

Darüber hinaus ist ein Christ einer, der wahrhaft Christus nachfolgt. Hier wesentlich ist das Erkennungsmerkmal, das Jesus selbst gegeben hat: Die Liebe (Joh 13:35).

Weder für den Islam, noch für das Judentum, noch für irgendeinen Hinduisten treffen diese Erkennungsmerkmale zu. Daher sind sie keine Christen.

Ob sie errettet oder verdammt sind, das ist nun wieder ein völlig anderes Thema. Da gibt es nur einen Richter, und ich bin nicht Er ;-).
luwy
Master-Poster
Master-Poster
 
Beiträge: 856
Registriert: Montag 21. November 2011, 10:41
Wohnort: Wien

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon Christusträger » Donnerstag 23. Januar 2014, 23:20

Liebe Angelika,

behalte auf jeden Fall Deinen "Kinderglauben". Das mag Gott. Und deine Sorge um die andersgläubigen Menschen ehrt Dich, Vertraue hier auf die Güte und die Gnade Gottes. Ich denke nicht, dass Gott jemanden verdammt nur weil er in einem anderen Kulturkreis aufgewachsen ist - Jesus hat hier ja mal gesagt, dass er jede Sünde vergeben wird, außer der gegen den Heiligen Geist. Das bedeutet, dass es keine unbdedingte Verdammnis für Andersgläubige gibt...

In Liebe
Christof
1.Petr 5,5 Denn "Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade"
Benutzeravatar
Christusträger
Grand-Master-Poster
Grand-Master-Poster
 
Beiträge: 1997
Registriert: Donnerstag 31. Mai 2007, 01:06
Wohnort: Kernen im Remstal

VorherigeNächste

Zurück zu Allgemeines

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron