Leistung als Gott!

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Moderator: Hellmut

Leistung als Gott!

Beitragvon Life Concept » Sonntag 26. Januar 2014, 20:42

Ich habe das Gefühl, es gehe nur noch um Leistung und das eigene Ego. Der Mensch wird nur noch aufgrund seines Ansehens, Besitzes und Erfolges durch Leistung benotet - das sind die Werte, die diktiert werden durch das Kapital - die einen Menschen heute ausmachen und nicht mehr der Mensch selbst. In allen Lebensbereichen wird nur noch Bestleistung angestrebt immer besser zu sein als die anderen. Die Leistung und der Egoismus und dem damit resultierenden Gegeneinander und dauernder Wettbewerb haben die Nächstenliebe immer mehr abgesetzt. Alle Lebensbereiche folgen nur noch dem Erfolgszwang, immer besser, schneller und effizienter zu sein. Eine solche Gesellschaft, in der sich jeder als sein eigner Gott und Herr über sei. Leben darstellen will, hat keine Zukunft, sondern sie zerstört sich selbst.
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Re: Leistung als Gott!

Beitragvon luwy » Sonntag 26. Januar 2014, 21:33

Und wenn Du eifrig die Propheten des Alten Testamentes liest, dann kommst Du drauf: Das war damals genau so. Oder wie Kohelet sagt: Es gibt nichts Neues unter der Sonne...
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Re: Leistung als Gott!

Beitragvon Life Concept » Montag 10. Februar 2014, 01:58

Bei Olympia geht es nur im Deckmantel um den Sport selbst. In erster Linie geht es um Personenkult, der durch die beste Leistung einzelner weniger von vielen, die erfolglos versuchen werden, mit den Besten drei Medaillenrängen mitzuhalten, resultiert. Hier ist Leistung der Gott, der in unserer immer gottloser werdenden Gesellschaft wirklich immer mehr Anhänger findet. Und Anhänger zu sein ist man immer mehr gezwungen, um den immer teurer werdenden Lebensunterhalt noch einigermassen bestreiten zu können. Die Leistungsreligion durchdringt zunehmend alle Lebensbereiche. Man lebt nicht mehr füreinander, sondern gegeneinander in einem dauernden Wettbewerb.
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Re: Leistung als Gott!

Beitragvon angelika » Montag 10. Februar 2014, 09:31

Lieber Live Concept,

ich schaue mir ja diesen Wahnsinn gar nicht an, schon im Vorfeld, diese ganzen Horrormeldungen, wie die Menschen ausgenutzt wurden am Bau der Olymiastadt, die Umweltverschmutzung und der Eingriff ins Ökosystem, ich frage mich nur, geht es noch?
Wie darf soetwas sein, nur dass der Mensch mal wieder Unterhaltung bekommt?

Ich bin ja der Meinung, dass so manche Altenpflegerin, wesentlich mehr leistet, als so ein Skifahrer, der vom Volk bejubelt wird, aber das ist ja beim Fußball oder sonstigen Sport nicht anders, was diese Menschen verdienen, steht zu keiner Relation.
Wenn man da die Menschen nimmt, die z.B. in der Pflege tätig sind, was die auf sich nehmen, oft für einen Hungerlohn..... da wird aber großzügig geschwiegen, wo sind da die Herrn Sponsoren?

Na ja, würde man sich für "soetwas" einsetzen, stünde man ja nicht im Rampenlicht ...

Live Concept, zu lange nachdenken, darf man über diese Welt nicht, sonst kriegt man Depressionen...

Lebt man füreinander oder gegeneinander? Ich glaube, dass bisher, in der ganzen Weltgeschichte, nur das arme Volk ein "Miteinander" kannte, die Elite, hielt sich da meistens immer, aussen vor, aber bei uns hier, Live Concept, gibt es noch nicht soviele Arme (obwohl die Zahlen kontinuierlich steigen), dass sie wieder zusammenwachsen würden, uns geht es allen gut, wir haben noch unser täglich Brot.
Aber der Großteil hier auf Erden ist wirklich arm, die haben kein Brot täglich, keine Krankenversorgung usw....

Wir haben zwar sehr großen Leistungsdruck, würden die Menschen aber, hier lernen, dass man auf sehr viel Schnickschnack, gut und gerne verzichten kann, so hätten sie auch nicht soviel Leistungsdruck, weil sie wesentlich weniger Geld bräuchten, aber auch das muss jeder, für sich entscheiden, was auf jeden Fall, in meinen Augen gar nicht geht, ist, wenn Menschen Vollzeit arbeiten, und nicht mal den normalen Lebensunterhalt bestreiten können, und das in unseren REICHEN Ländern....????

Aber da könnte man diskutieren, bis zum Umfallen, die Menschheit war noch nie gerecht, und Live Concept, glaube mir, das werden wir auch nicht mehr erleben, höchstens, noch mehr Abfall, auf den kannst Du Dich ganz sicher einstellen....

Aber es kommt der Tag, da wird Frieden und Liebe herrschen, das ist meine größte Hoffnung in meinem Leben.

Liebe Grüße Angelika
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Re: Leistung als Gott!

Beitragvon luwy » Montag 10. Februar 2014, 20:11

Hm, also einerseits stimme ich Life Concept zu, daß auf lange Sicht unsere Gesellschaft keine Zukunft hat. Ohne Gott keine Zukunft. Wer nicht an Gott glaubt, vergottet zwingend anderes, macht sich also Götzen. Und das führt zur Vernichtung.

Aber wie lange wird das dauern? Wie gesagt, schon im Alten Testament predigen die Propheten gegen die gott-lose Gesellschaft, in der die Reichen die Armen ausbeuten, in der es ein Gegeneinander statt ein Füreinander gibt. Es gibt, wie Koholet sagt, nichts Neues unter der Sonne.

Und so sehe ich, daß der einzige Grund, warum noch nicht alles hin ist, der ist, daß Gott es (noch) nicht will. "Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe" ist des Christen oberster Grundsatz, und so müssen wir darauf vertrauen, daß Er schon weiß, was Er tut.

Angelika, ich bin mir nicht so sicher, daß man dem Leistungsdruck wirklihc ganz entfliehen kann. Als Vater von 4 Kindern gibt es Dinge, die müssen einfach sein. Ich hab die Pflicht, Brötchen heimzubringen. Ich hab die Pflicht, meine Familie zu ernähren, denn, wie Paulus sagt, wer für die eigenen Hausgenossen nicht sorgt, ist schlimmer als ein Heide. Und in Genesis sagt Gott dem Mann, daß er im Schweiße seines Angesichts für sein Brot arbeiten soll. Ich sehe das als Verpflichtung, meiner Familie der Ernährer zu sein. Ich vertraue darauf, solange ich meinen Teil tue, wird Gott auch dafür sorgen, daß meine Familie nicht verhungert. Aber arbeiten muß ich schon auch.

Wir haben in 23 Jahren Ehe 6 Urlaube gemacht, davon 3 mit dem Zelt. Wir fahren einen Dacia, und den auch nur zum Einkaufen. Ins Büro fahr ich öffentlich. Fernseher haben wir keinen, denn den Mist schauen wir uns einfach nicht an, und dafür auch noch Gebühren zu zahlen wär das Letzte. Mehr als 10% meines Gehaltes spende ich. Ich sehe nicht, daß ich dem Luxus fröhne. Dennoch arbeite ich im Schnitt mehr als 50 Stunden die Woche. Ich will mich aber sicher auch nicht beklagen: Ich kann es mir auch leisten, mehr als 10% zu spenden.

Ja, im Allgemeinen muß der Mensch sicher lernen, auf Schnickschnack zu verzichten. Verallgemeinern sollte man jedoch nur vorsichtig.
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Re: Leistung als Gott!

Beitragvon angelika » Dienstag 11. Februar 2014, 09:20

Lieber Luwy,

ja, das stimmt schon, mit mehreren Kindern, kommt man unweigerlich in Leistungsdruck, (aber nicht nur finanziell), das ist auch sicher der Grund, dass viele Menschen keine Familie mehr gründen wollen, und schon gleich gar nicht mit mehreren Kindern. Als Alleinverdiener wie Du, stelle ich mir das Ganze sehr stressig vor.
Aber trotzdem Luwy, wir sind eine Konsumgesellschaft geworden, dass ich klar sagen muss, die meisten Menschen, könnten mit Sicherheit, auf vieles verzichten, muss man 10 Pullover, 3 Handys, 2x jährlich Urlaub und 20 Paar Schuhe usw. haben?
Du wirst jetzt nicht der Typ dafür sein, denke ich, ich im übrigen auch nicht, aber wieviele Familien sind im Kaufrausch, überschuldet usw., also wenn ich so leben würde, müsste ich ganz sicher, statt halbtags, Vollzeit zur Arbeit gehen.
Das wollte ich damit sagen, dass man schon durch Verzicht, Zeit gewinnen kann.
Aber das sollte auch jeder für sich entscheiden, ob er mit seinem Leben so zurechtkommt, nur angesichts der zunehmenden psychischen Krankheiten und Burn outs usw., würde ich schon sagen, dass unser moderner Lebenstil nur bedingt förderlich ist.
Die Menschheit, war sicher zu keiner Epoche fair oder gerecht, nur so denke ich, mit unserer kranken Umwelt, sind wir nicht mehr so resistent, wie die Menschen früher, auch der tiefe Glaube, brachte die Menschen besser durch schlimme Zeiten, heute ist der Psychiater oft, der ersetzte Glaube, und der gibt Dir das Glück mit einer Pille....
Ist das nicht schlimm????
Schöne Grüße
Angelika
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Re: Leistung als Gott!

Beitragvon Sola » Dienstag 11. Februar 2014, 11:23

Ja, liebe Angelika, da gebe ich dir recht.
Der Masstab für das, was Menschen heutzutage meinen "haben zu müssen" ist nicht mehr die wirkliche Notwendigkeit.
Sondern dahinter steht ein ungestillter Durst nach "Glück", und die Menschen geben sich der Illusion hin, dieses Glück durch einen grossen Besitz oder durch Anerkennung und Bewunderung von anderen Menschen für eine grosse Leistung bekommen zu können - aber das dadurch erreichte "Glück" ist nur ein kurzer, aufglühender Funke; man kann es nicht festhalten und im nächste Moment tritt wieder ein Gefühl der Leere ein. Dann strebt man immer weiter, immer grösser, immer mehr, immer in die gleiche Richtung - ohne Nachzudenken ob das überhaupt der richtige Weg sein kann. Ohne nachzudenken, was man da eigentlich überhaupt macht und was man eigentlich genau damit erreichen will, was Glück überhaupt ist.

Die weisen Menschen aus allen Religionen und Zeiten sind meistens genau den entgegengesetzten Weg gegangen.
Statt "immer mehr" haben sie in Richtung "Verzicht" gesucht, durch Askese, Fasten, Armut, Einsamkeit herauszufinden, wo das wirkliche, wahre Glück liegt, das nicht vergänglich ist wie ein "Haschen nach dem Wind". Sie sind vielleicht nicht alle "fündig" geworden, haben aber sicherlich mehr inneren Frieden und Freude gefunden, mehr Zufriedenheit und Glücksgefühl als die Menschen, die heute im Konsumrausch dem allerneuesten, noch besseren Modell, mit dem man vor den Nachbarn angeben kann, noch einen kleinen "Kick" abzugewinnen suchen...

Die Jahreslosung weist uns ja auch auf den richtigen Weg, wo wir unser Glück finden können und wo unsere Sehnsucht gestillt werden kann. Aber die Menschen sind halt so, sie suchen lieber in rissigen Brunnen, als an der wahren Quelle...

Jer 2,13 Denn mein Volk tut eine zwiefache Sünde: Mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und kein Wasser geben.
Gruss
Sola
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Re: Leistung als Gott!

Beitragvon Christusträger » Dienstag 11. Februar 2014, 14:13

Ihr Lieben,

das Phänomen ist leider wohl schon sehr alt. Jesus sprach in seinem Gleichnis vom Sähmann ja auch vom "Betrug des Reichtums", der eine gefährliche Sicherheit vorgaukelt. es kann mit diesem Leben auf Erden sehr schnell zu Ende sein und der Reichtum kann uns dann auch nicht retten und wir können nichts mitnehmen. Wir sollen uns ja Schätze im Himmel sammeln, wo sie nicht vegehen...
Ich habe in meinem Leben ebenso die Erahrung gemacht, dass reiche Leute regelrecht "auf ihrem Geld sitzen". Deren Liebe gehört dem Geld und eben nicht Gott. Ich würde mit niemanden tauschen wollen ... In unserer Gesellschaft, ist, wie Life Concept schrieb, Leistung (oder besser das Geld dafür) zum Gott geworden - traurig, aber wahr ... Gott schenke uns allen eine kritische Haltung zum Geld und Reichtum und nehme uns nah an sein Herz.

In Liebe
Christof
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Re: Leistung als Gott!

Beitragvon angelika » Donnerstag 13. Februar 2014, 09:28

Liebe Sola, lieber Christof,

ja, Live Concept, hat es sehr schön beschrieben, sie zerstören sich selbst.
Ich bin gestern, leider, in der nächst größeren Stadt gewesen, da ich einiges zu erledigen hatte, was der Berg nicht hergibt, ich sage es Euch, wenn man so wie ich, in Abgeschiedenheit lebt, kommt einem der Kulturschock.
An sovielen Ecken bettelnde Menschen, ältere Menschen die richtig ärmlich daherkommen, Frauen und Mädchen aufgetakelt, als gingen sie zum Maskenball, Jugendliche grölend und schreiend, mit der Bierflasche in der Hand, viele laufen rum, als ging es um ihr Leben und quetschen sich nebenbei den Mc Donaldsfraß rein, es stinkt nach Abgasen, dieser Lärm.... ich kann Euch sagen, wenn ich mir das noch länger oder gar für immer, geben müsste, ich würde mir ein Hochhaus suchen und springen...
Man wird doof im Kopf, nur ich frage mich, wie halten das die Menschen aus?
Oder vielleicht bin ich auch auf meinem Berg schon zu vereinsamt, und komme deswegen damit nicht zurecht.
Ja, die Liebe zum Geld, das finde ich auch immer heftig, Christof, manche sitzen ja regelrecht drauf, obwohl sie soviel Gutes damit machen könnten, ihnen hat wohl noch keiner gesagt:

"...das letzte Hemd hat keine Taschen..." zu Gott findet so einer garantiert nicht, ich möchte so nicht sterben.

Es ist einfach nur schlimm, wenn sich Menschen nur toll finden, wenn sie sagen können, sehr her, was ich mir alles leisten kann, oder schau wieviel Geld ich habe... Bin ich nicht toll???
Aber wiederrum, wird ja in den Medien, nichts mehr anderes gezeigt, jeder muss schön, reich und dünn sein, bist Du anders, fehlt Dir was an der Birne, dann solltest Du mal besser zum Schönheitschirurgen, zum Personaltrainer usw., kannst Du es Dir nicht leisten, nimm Dir Kredit, kein Problem, kannst Du ihn nicht mehr abbezahlen, nimm Psychopharmaka, die geben Dir wieder Licht im Leben und wenn Du es trotzdem nicht gebacken bekommst, bist Du hald der Versager und lebst anonym auf der Straße. Fertig!
Hallo? Leben wir in der Endzeit, bitte sagt JAAAA, weil schlimmer geht`s anscheinend immer, ich hoffe, dass Gott bald mal, helfend eingreifen wird....
Also ich für meinen Teil gehe jetzt mal lieber, zu den armen Nachbarskühen, zum Steicheln.... sie freuen sich immer sehr, wenn ich sie besuche, in ihrem gefangenen, einseitigen, kurzen Leben... alles zum Wohl? der Menschen...

Einen schönen Tag wünscht Euch Angelika
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Re: Leistung als Gott!

Beitragvon luwy » Donnerstag 13. Februar 2014, 10:52

Liebe Angelika,

ich wohne in Wien, ich kann nachempfinden was Du da sagst. Ich gehe damit so um, wie der evangelische Autor C.S. Lewis mal empfohlen hat: Ich bemühe mich, in jedem Menschen das zu sehen, was Gott in ihm sieht. Lewis drückt das so aus:

"Es ist eine ernste Sache, in einer Gesellschaft von potentiellen Göttern und Göttinnen zu leben, sich zu erinnern, daß die langweiligste und uninteressanteste person, mit der man redet, eines Tages eine Kreatur sein mag, von der wir, wenn wir sie jetzt sähen, stark versucht wären, sie anzubeten."

Wenn ich dieses Potential in jedem Menschen sehe, dem ich begegne, nämlich durch die Gnade Christi so zu werden, wie Er ist, wenn ich jedem dieser Menschen, egal wie unangenehm er sein mag, die Liebe Christi entgegen bringe, dann sehe ich da nicht ein junges Ding, das seinen Körper mißachtet und sein Leben wegschmeißt, eine lästige Funzen, wie man bei uns sagt, die mir auf die Nerven geht und mir meine heilige Ruhe stört, sondern in mir kommt der Wunsch auf, sie möge so weit als möglich errettet sein. Natürlich geht das nur in dem Maße, wie die betreffende Person es selbst zulässt. Aber ich beühe mich, diese Person durch den Kontakt mit mir zu heiligen, in dem was gut ist, zu stärken und auf eine höhere Ebene zu heben.

Das ist mein Anspruch, dem ich natürlich nicht immer gerecht werde, weil auch ich nur ein Mensch bin und ein anderes Gesetz in meinem Fleisch finde, als in meinem Geist, wie Paulus so schön sagt. Aber wann immer mir bewußt wird, daß ich verurteile, versuche ich diese Gedanken bewußt dagegen zu halten.
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Re: Leistung als Gott!

Beitragvon angelika » Freitag 14. Februar 2014, 09:37

Lieber Luwy,
ich bin leider nicht mehr fähig, dem ganzen Wahnsinn, noch eine gute Seite abzugewinnen.
Ich bin am Liebsten fern ab, von Menschen, die in meinen Augen, nur noch in der Konsumschleife stehen, komischer Weise, trifft man solche aber auch nicht, hier in der Abgeschiedenheit, hier her, verirren sich nur Menschen, die auf dem Weg des Umdenkens oder der Suche nach Ruhe sind.
Aber ich finde es gut, dass es noch Menschen gibt, die versuchen, den Konsummenschen, eine andere Lebernsweise, näher zu bringen, weisst Du, ich für mich, habe mit dieser Erde abgeschlossen, es gibt hier nichts mehr was mich hält, oder sonderlich interessiert, wenn ich keine Kinder hätte, ginge ich noch weiter auf rauf auf den Berg, auf eine Almhütte, ohne jeglichen Komfort, kein Strom, kein Telefon, meinetwegen nur mit Bett und Stuhl, ein paar Kühen und gut.
Ich denke, auf der Alm, kann man so loslassen, dass man wieder erfährt, was der wirkliche Mensch zum Leben braucht, nämlich so gut wie gar nichts, Hände Arbeit, Ruhe, sauberes Wasser und biologisches Essen, ein warmes Bett und einen starken Glauben, dann wird der Geist wieder gesund, aber ganz sicher nicht in einer Großstadt, mit Lärm und Gestank.
Hast Du in der Zeitung gelesen, dass in Belgien, jetzt erlaubt wird, dass kranke Kinder auf Wunsch, einen Giftcocktail kriegen, um Leiden zu vermeiden?
Luwy, das ist doch krank, irgendwann kriegen alle einen Giftcocktail, wenn sie nicht mehr arbeiten können, weil Pflege und Rente, sich der Staat nicht mehr leisten kann, und alle finden es wahrscheinlich noch normal.
Ich verstehe diesen Abfall hier auf Erden nicht mehr. Mir wird diese Erde täglich fremder und unerträglicher....
Aber vielleicht geht es ja nicht nur mir so.... vielleicht muss es aber auch so sein, dass in der Endzeit noch irgendwo welche sitzen, die noch Glauben und Kraft spenden können, wenn andere dabei sind den Verstand zu verlieren....weil sie kein 21. Paar Schuhe mehr kaufen können...

Ich wünsche Euch allen einen gesegneten Tag
Angelika
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Re: Leistung als Gott!

Beitragvon Life Concept » Dienstag 18. Februar 2014, 17:22

Es geht bei diesen Grossanlässen, die mit dem Decknamen des Sports abgehalten werden, nur um den ungezügelten und übertriebenen emotionalen Sexismus und Orgasmus, der durch Bestleistungen der Besten betrieben und dann kommt der Personenkult, denn nur die besten drei Leistungsapostel werden verehrt und hochgehalten mit der grassierenden Leistungsreligion in unserer Gesellschaft mit dem Gott Leistung.
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Re: Leistung als Gott!

Beitragvon luwy » Mittwoch 19. Februar 2014, 10:19

Life,
nur mal ne Frage. Seit ich in diesem Forum bin, lese ich von Dir ausschließlich, wie schlecht, gemein, grausam, absolut indiskutabel und so weiter diese Welt ist. Wie enttäuscht Du bist, daß sie noch immer nicht untergegangen ist. Ich kann mich an keine einzige positive Botschaft von Dir erinnern.

Und im Normalfall reagierst Du auch nicht auf das, was man Dir antwortet. Es gibt keine Interaktion.

Warum tust Du das?

Was bringt Dir das?

Was erwartest/erhoffst Du Dir davon?

In Christus
Rene
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Re: Leistung als Gott!

Beitragvon GodBlessYou » Montag 23. Februar 2015, 13:59

Hallo ;0)

Ich sehe dieses Thema ist schon etwas älter ........Aaaaber .......
Ich Stimme den Aussagen zu, dass es in dieser Welt nur um Leistungsfähigkeit und Egoismus geht. Allein schon in den Medien :
Germanys Topmodel ( jaaaaa last uns zu todehungern als gebe es kein Morgen mehr ) oder so Serien wie z.b. Berlin Tag und Nacht ( Party,Party, Intrigen und rumgehure ) Sorry für die Wortwahl . Ich merke das vieles was früher an Werte weitergegeben wurde heute immer mehr verblasst. Junge Menschen sind bestrebt das neueste Handy, den neuesten Styling nach zu jagen oder das Leben als eine große Party zu sehen etc. Wundert einem das ???? Nein nicht wirklich. Die Medien gaukeln eine verfälschte Realität vor. Oder die Werbung : z.b. die Werbung von Just Fab ( Schuhe ) und viele, viele andere.
Im ernst ich bin auch eine Frau. Aaaaaber......ich brauche keine Tausend Schuhe oder Kleidungsstücke . Geschweige denn ein ganzes Kosmetikstudio im Badezimmer. Ich glaube etwas Minimalismus täte dem Menschen auch mal ganz gut.
Angelika@: Manchmal sehne ich mich auch nach eine verlassene Alm ;0)
Wir sind die letzten zwei Jahre nach Österreich gefahren. Ich Lieeebbbeeee die Beeeerrgggeeee. An den Bergen so gewaltig wie sie dort stehen und die fast unberührte Natur führt mir immer wieder vor Augen wie wunderbar und allmächtig Gott doch ist.
Im Moment sehne ich mich nach einem Besuch im Kloster. Kein Fernsehen,kein Radio einfach nur Gott und ich .

So stelle ich mir Gottes neue Welt vor : Sehr viel Natur, klare Seen , Berge, wunderschöne Wiesen mit den schönsten Blumen und ein Leben ohne Schmerz, Trauer und Zwietracht.
Seufz........

;0)
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Re: Leistung als Gott!

Beitragvon angelika » Montag 23. Februar 2015, 17:11

Liebe Diana,

und schon sind wir wieder in Teufels Glanz und Gloria, wir können und sollen alles haben, dass es uns gut geht, was er sich zumindest drunter vorstellt!!!....
Für mich stellt sich täglich die Frage, wie lange das NOCH gut geht???

Man muss schon sehr gereift sein, um sich nicht Teufels Fallsticken hinzugeben. Ganz fest im Glauben stehen, um sich nicht mitreissen zu lassen. Daher bin ich froh, dass ich des Teufels Werke immer wieder gut durchschaue.

Fernsehen tu ich so gut wie nicht mehr, mich regt das alles soviel auf, ich könnte losschreien, über soviel Schwachsinn...

Schuhe, Kleidung ja, braucht man, Diana, aber nicht viel, man kann ja eigentlich waschen oder Schuhe putzen.

Kloster wäre auch mal was, da hast Du recht, da müßte ich wenigstens mal eine zeitlang, nicht mehr von meinen Kindern hören, warum kriegen wir kein Handy??? (Alle Kinder haben eines...)

Du bist gerne in den Bergen? Kann ich sooo gut verstehen, ich liebe sie so, dass ich auf einem kleinen Berg wohne, und ich brauche nur ein paar Meter gehen, und ich kann auf einen höheren Berg rauf, ich bin der Meinung:

Willst Du Gottes Allmacht sehn, musst Du in die Berge gehn....

Ja, ich denke, Diana, jeder Mensch der ein wirklich und wahrhaftiger Christ ist, sehnt sich nach Gottes neuer Welt.
Ich auch, so sehr, dass ich oft weine vor Sehnsucht, nach ihm.

Nochmals alles Liebe,
Angelika
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