Ich strenge mich auch an ...

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Moderator: Hellmut

Ich strenge mich auch an ...

Beitragvon Life Concept » Freitag 22. August 2014, 18:42

Ich strenge mich auch an, dass ich ehrlicher und offener zu meinen Eltern werden kann.

Ich habe nichts mehr hinter ihrem Rücken mehr bestellt im Internet seit März
Vom Selbstbefriedigen bin ich noch nicht ganz weggekommen, tue es aber schon weniger oft als vorher. Ich weiss nicht, ob Selbstbefriedigung eine Sünde IST oder nicht!
Auch trinke ich nicht mehr heimlich oder unterwegs, wenn ich mit den Hunden Gassi gehe oder nach der Arbeit - der letzte Vorfall, wo man mir auf die Schliche kam ist der Donnerstag letzte Woche. Auch hier war die Zahl solcher Verbotenen Aktionen zuvor rückläufig im Vergleich noch zu letztem und vorletztem Jahr. Der letzte Totalabsturz mit Erbrechen war um den 20. Januar herum 2011!
Ich halte meine Versprechen und lenke nicht mehr nur mit einem Ja ab, obwohl ich ganz anderes im Sinn habe, wie ich es in der Vergangenheit oft getan habe

Was ich jetzt noch ab und zu mache, dass ich Gutscheinkarten kaufe, um Apps oder Musik herunterzuladen.
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Re: Ich strenge mich auch an ...

Beitragvon Life Concept » Sonntag 24. August 2014, 13:46

Ich bin mir nicht sicher, ob ich einmal mutwillig gesündigt habe oder nicht. Bin verunsichert darüber, was damit gemeint ist.

Ich versuche, möglichst nicht mehr schlechte Dinge oder böse Worte über diejenigen zu verwenden, die ein scheinbar besseres und sorgloseres Leben als ich haben. Denn Neid kann auch viel Unglück hervorrufen wie Hass, Boshaftigkeit, Beleidigungen usw.

Weil ich meine Umwelt und viele Umstände und Normen, welche die anderen ohne grosse Anstrengungen befolgen können und nicht als störend empfinden, anders deute, wahrnehme und verarbeite, führt das zu inneren Frust, Wut, Hass und Unverständnis gegenüber den Menschen, die "normal" und nicht so wie ich sind. Aber diese bösen Worte sage ich jedoch nicht zu den Betroffenen, sondern murmle sie vor mich hin, bis ich darüber hinweg gekommen bin. Oftmals bleibt es aber auch nur bei Gedanken. Die anderen Menschen, die weit in der ÜBerzahl sind, verstehen mein Verhalten oder wollen vielfach auch nicht und deuten und urteilen es so, als ob ich daran Schuld wäre an meinen Umständen und Verhalten und eine falsche Einstellung zum Leben hätte. Meine Eltern sagen einfach, wenn ich mit meinem Geld etwas kaufe oder bestelle im Internet, ich hätte sie hintergangen oder belogen, betrogen usw. Vor allem wenn es Dinge sind, die sie als unsinnig und ihnen nicht genehm ansehen. Sie glauben wie die meisten anderen dieser Welt und dem was die breite Masse tut mehr, als mir oder Gott und seinem Wort.
Ich flüchtete mich öfter mal in den Alkohol, um abzuschalten, denn die Wirkung des Alkohols liess alle negativen Gedanken und Gefühle eine Zeit lang durch positive überdecken. Aber es kam aber auch öfters zu unkontrollierten Zornausbrüchen und Äusserungen, die ich nie in die Tat umsetzen würde.

Es kam auch schon dazu, dass ich keine Geduld mehr hatte, noch lange auf die Entrückung warten zu müssen und mich schon damit abgefunden hatte, die Entrückung nicht mehr zu erleben und dass ich noch 40 oder 50 Jahre mit meinem isolierenden Verhalten und Empfinden leben muss. Ich wünschte einfach, sie wäre hier und jetzt. Doch die Entrückung ist einfach nicht absehbar, es scheint einfach kein Licht am Horizont zu geben und das belastet mich.

Heute weiss ich, dass Alkohol für mich ein Gift ist, das mir mehr schadet als anderes. Ohne Alkohol bin ich weniger gereizt und neige weniger zu Aggressionen. Meine Eltern haben auch zu mir gesagt, dass ich ohne Alkohol viel freier wäre.
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Re: Ich strenge mich auch an ...

Beitragvon Christusträger » Sonntag 24. August 2014, 19:29

Lieber Roger,

Du erkennst doch, wie Du mit Deinen Schwächen umgehn sollst - gut so.

Zum Neid: Neid ist eine hartnäckige Unart. Am besten überwindet man ihn indem man sich mit den Anderen freut.

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Re: Ich strenge mich auch an ...

Beitragvon luwy » Montag 25. August 2014, 17:08

Neid ist keine Unart. Neid ist eines der wirksamsten Mittel des Satans, Menschen von Christus und der Liebe wegzubringen.

Ablegen kann man ihn, meiner Meinung nach, nicht. Man kann nur mit allem, was man hat, danach streben, Gott und den Mitmenschen mehr zu lieben und Gott um die Gabe der Liebe zu bitten, besonders denen gegenüber, denen man etwas neidet.

Denn wo Liebe ist, da ist für Hass und Neid kein Platz.
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Re: Ich strenge mich auch an ...

Beitragvon Drafi » Donnerstag 28. August 2014, 17:21

Lieber Roger,

wirst du denn mit deinem jetzigen Glaubensleben glücklich? Ich vertraue JESUS. Ich werde in meinem weiterem Leben leider sündigen, aber er ist für mich gestorben und auferstanden. Der VATER wird mir meine Schuld und meine Krankheit nehmen, denn er ist GERECHT. Er wird die verdammen, die mit eigenem Willen in die Hölle marschieren. Du schriebst schon mehrmals, was für schlechte Erfahrungen du mit deinem früheren (kirchlichen) Glauben hattest. Du hast dich von der Kirche entfernt und wurdest Christ. Ob du in JESU Augen wiedergeboren ist - ich glaube das bekommst du heraus, wenn du Jesus fragst. Ich möchte es dir nicht absprechen. Wie wäre es, wenn du dich selbst prüfst (lies 2 Kor 13,5!)? Um es in der Sprache der Katechismen auszudrücken - du weißt nicht, ob du im "Stand der Gnade" bist. Wie wäre es, wenn du nicht nur deine eigene Glaubenserfahrung als Grundlage nimmst, sondern die Glaubenserfahrungen von deinen Mitchristen? Ich kann dir eins sagen: Ich wurde in der Vorbereitung für die Erstkommunion gehänselt, ich wurde nicht fromm erzogen, ich ging nur an Weihnachten in die Kirche und TROTZDEM bin ich Namenschrist geblieben. Irgendwann in der siebten Klasse wurde ich auch in JESU Augen Christ. Ich glaube, dass nicht nur das eigene Leben eine Rolle spielt, sondern auch die Lehre z. B. der Heiligen:

". . . damit jeder, der glaubt nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe" (St. Johannes 3,16).

"Das Heil ist der Herr Jesus" (St. Thomas von Aquin, Vortrag über das Lukasevangelium).

"So wollen wir denn in festem Vertrauen unverzagt zu unserem Erlöser Jesus Christus gehen. Ohne Zagen wollen wir, wenn unser Tag kommt, zu unserem Vater Abraham und zur Versammlung der Patriarchen eilen; aufnehmen möge uns die Schaar der Heiligen und Gerechten. Zu unseren Vätern, zu den Lehrern unseres Glaubens werden wir gehen; fehlen dann die heiligen Werke, so möge unser Glaube eintreten zur Verteidigung der Himmelserbschaft. Dorthin werden wir eilen, wo Abrahams Schoß bereit ist, die Armen aufzunehmen, wie er Lazarus aufgenommen hat: Dort werden ja alle Ruhe finden, die im Leben Mühsal und Beschwerden erduldet haben" (St. Ambrosius von Mailand, Der Tod ein Gut).

Ich teile meine Erkenntnis, meinen Glauben und meine Rettung mit allen Christen, und bete, dass auch du glücklich im Glauben sein kannst. Gehe nicht nur nach deiner eigenen Glaubenserfahrung, sondern nach dem Zeugen von GOTTES Märtyrern, Aposteln und Propheten! Mich würde freuen, wenn du meinen Rat annimmst. Vielleicht wirst du bald Ruhe in JESUS haben und nicht mehr sagen:
Ich strenge mich auch an . . .


. . . sondern:
Der Heilige Geist strengt sich in mir an.


Ich verspreche dir: Ein Leben mit Jesus zu führen erfordert oft mehr Mut als sich anzustrengen, nicht mehr zu rauchen und mehr Seeleneifer als nichts mehr im Internet zu bestellen. Doch wenn du JESUS dein Leben schenkst, dann kümmert er sich mit dir um diese Probleme. Ich wird man nicht mehr die Bibel, die Heiligen und seine Erfahrung fragen, sondern einen GOTT, der das alles inkludiert. Ich möchte nochmals betonen, dass ich die nicht deine Wiedergeburt absprechen möchte, aber dir raten, weiter zu denken als nur zu dir. Nicht DU ALLEIN sondern JESUS ALLEIN, dann hast du auch alles andere an deiner Seite.

:amen:
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Re: Ich strenge mich auch an ...

Beitragvon luwy » Donnerstag 11. September 2014, 16:42

Wir können jedes einzelne Gebot befolgen - und werden doch nur schlechte Menschen sein.

Aber wenn wir auf Gott hoffen, daß Er uns das steinerne Herz nimmt und uns ein fleischernes gibt, in das Er Seine Gebote geschrieben hat, dann sind wir von innen heraus gut geworden.

Dann sind wir eine neue Schöpfung und heiligen uns, wie Er heilig ist.
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Re: Ich strenge mich auch an ...

Beitragvon Life Concept » Donnerstag 11. September 2014, 17:49

Ich weiss auch, dass er für mich gestorben ist, aber ich kann niemals perfekt und vollkommen sein in diesem sündigen und sterblichen Leib. Ich kann zwar danach streben, die Gebote zu halten, aber es wird mir nie dauerhaft gelingen, alle immer einzuhalten, leider Gottes. Ich könnte jedoch niemals einen Menschen absichtlich betrügen, um ihm ernsthaft und existentiell Schäden zuzufügen, verletzen oder ermorden usw. Obwohl ich in meiner Wut und Verzweiflung schon öfters damit gedroht habe, dass ich keine Steuern usw. mehr bezahlen würde oder das Geld stehlen ginge, würde ich nie in die Tat umsetzen, weil mein inneres Gewissen zu stark dafür ist, dass ich sowas jemals in die Tat umsetzen könnte oder wollte.

Wenn mein Bruder Kinder hat eines Tages, dann würde ich lieber von zuhause weggehen, als dass ich den Kindern eines Tages und deren Eltern und deren Grosseltern, meinen Eltern, Leid zufügen könnte oder würde, weil mich der Krach und das Geschrei, das Kinder nun mal machen, so aggressiv und gereizt macht.
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Re: Ich strenge mich auch an ...

Beitragvon luwy » Freitag 12. September 2014, 16:25

Hast Du eigentlich schon mal Deine Eltern oder Deinen Bruder gefragt, wie sie sich die Zukunft vorstellen? Ich meine: Ganz ohne Anschuldigungen, ganz ohne daß Du sagst, was Du schaffst und was nicht? Einfach nur mal gefragt, was sie sich wünschen, und wie das werden soll?

Oft reden wir viel zu viel, statt zuzuhören. Wenn es um Situationen geht, die uns potentiell bedrohen, greifen wir an, anstatt "die andere Backe" hinzuhalten.

Es gibt ein wunderschönes Spiel. Schwer auszuhalten, aber wirklich gut:

Man sitzt im Kreis. In der Mitte ist ein freier Stuhl. Nach einiger Zeit und ganz ohne Zwang setzt sich einer in die Mitte und bestimmt zwei aus dem Kreis, daß sie ihm sagen, was sie über ihn denken, wie sie ihn sehen. Beleidigungen dürfen nicht vorkommen, aber sie sollen ehrlich sein. Auch wenn es brutal ehrlich ist. Sie tun das so lange, bis sie nichts mehr sagen möchten. Der im Kreis darf sich nicht verteidigen, darf nichts dazu sagen, darf nur zuhören und sich nachher für die Meinungen bedanken. Dann kehrt er in den Kreis zurück, der Stuhl ist für den Nächsten frei. Niemand muß, jeder kann sich hineinsetzen.

Ich habe bei sowas schon öfter Sachen gehört, die unglaublich weh getan haben, die aber doch nötig waren, daß ich sie höre. Und weil ich nichts dagegen sagen durfte, mußte ich darüber nachdenken. Mußte über meine Gekränktheit hinwegkommen. Mußte annehmen, wie ich auf andere wirke. Das war sehr lehrreich und sehr wertvoll.

Nimm Dir mal Deine Mutter, nur Du und sie. Geht in einen ruhigen Raum. Dann laß Dir von ihr sagen, wie ihr Leben mit Dir ist. Wie sie Dich er-lebt. Was sie für die Zukunft hofft oder von ihr fürchtet. Wie es ihr mit Dir geht. Ohne daß Du antwortest. Ohne daß Du Dich aufregst. Ohne daß Du Dich verteidigst. Hör ihr einfach zu. Egal, ob es Balsam für die Seele ist, was sie Dir sagt, oder ob es Dich verletzt. Schau ihr dabei in die Augen. Und laß sie reden. Versuch sie zu verstehen, ohne ihren Worten Absicht zu unterstellen ("Sie sagt das, weil sie als Katholikin eine Götzendienerin ist" oder was auch immer). Versuche, zu verstehen, warum sie Dich so sieht. Verstehe sie.

Dann laß Zeit vergehen. Verdau das Erlebte und Gesagte. Und wenn Du glaubst, Du hast das verarbeitet, dann mach das selbe mit Deinem Vater. Und dann mit Deinem Bruder.

Du wirst sehen, so hart das ist, so lehrreich ist es, und es ist etwas, das die Liebe in einer Familie sehr stärken kann.
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