Sind wir Christen wirklich die Braut Christi ?

In den Offenbarungen stehen eindrucksvolle Prophezeihungen.

Moderator: Hellmut

Sind wir Christen wirklich die Braut Christi ?

Beitragvon petrap69 » Freitag 30. Dezember 2011, 12:40

Ich habe kuerzlich zu diesem Thema etwas interessantes gelesen, dass mich sehr zu Nachdenken und auch zum Umdenken bewegt hat, deshalb würde ich dieses Thema gerne zur Diskussion stellen. Bin mal gespannt, wie ihr darüber denkt, ich weiss es ist ein langer Text, aber ich hoffe, dass der ein oder andere ihn trotzdem liest :)

Quelle: http://www.immanuel.at



dTexte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Ist die Entrückung der Gemeinde in Off 12,5 enthalten? / Buch WJO00, Seite 327 +))
Manche Ausleger neigen zu der Ansicht, dass die Entrückung der Gemeinde in der Entrückung des Messias in Vers Off 12,5 enthalten ist. In 1The 4,17 finden wir in der Tat dasselbe Wort "aufgenommen" oder "entrückt"; die Entrückung der Gemeinde ähnelt in der Tat der des Herr Jesus. Wir sind nämlich mit dem Herrn, der auf seinem Thron sitzt, verbunden. In Off 4 befinden sich die 24 Ältesten um den Thron her. Wenn von Ihm gesagt wird, dass Er die Nationen mit eiserner Rute weiden soll (Verse Off 12,5, 19,15), ist das nur eine Bestätigung dessen, was wir in Off 2,27 im Hinblick auf die Gläubigen finden. Die Gemeinde ist hier zwar nicht direkt sichtbar, aber sie ist ganz eng mit dem "männlichen" Kind verbunden. In weitestem Sinn umfasst dieses Bild sowohl den Sohn des Menschen als auch die Gemeinde, denn wir sind vollkommen eins mit Ihm. Er ist das Haupt und wir der Leib; zusammen bilden Haupt und Leib "den Christus" (1Kor 12,12).

+) Der Auszug ist dem Buch "Das Buch der Offenbarung" von W. J. Ouweneel, Christliche Literatur‒Verbreitung e. V. entnommen.

(W. J. Ouweneel, Das Buch der Offenbarung CLV)






Diesen Aussagen kann man voll und ganz zustimmen. Und auch die angeführte Schriftstellen bestätigen dies:


Alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, sind doch ein Leib: so auch Christus.

1Kor 12,12 Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, doch ein Leib sind: so auch Christus. 1Kor 12,12;


Der Vater hat ihn der Gemeinde, welche sein Leib ist, zum Haupt gesetzt.

Eph 1,22 Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, 1,23 welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt. Eph 1,22‒23;




Wie also der Autor oben sehr treffend formuliert: “Er ist das Haupt und wir der Leib; zusammen bilden Haupt und Leib den Christus”

Dass unser Schicksal als Gemeinde nicht nur bei der Entrückung jenem des Herrn Jesus ähnlich ist, gibt uns Paulus zu verstehen


Wir werden ihm auch in der Auferstehung gleich sein.

Röm 6,5 Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleichgeworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein. Röm 6, 5;



(Siehe auch das Kapitel 12: “Die Auferstehung.)




Der Herr wird unsern Leib verwandeln, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe.

Phil 3,20 Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, 3,21 der unsern nichtigen Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann. Phil 3,20‒21;



(Siehe auch den Exkurs 07: “Der Auferstehungsleib.)




Wenn wir also davon ausgehen können, dass wir, die Gemeinde, zu Lebzeiten, aber mehr noch nach der Auferstehung und Entrückung, mit Christus ein Leib sind, er das Haupt, wir die Glieder, so meint das doch auch, dass wir mit ihm leben und erleben werden. Und dies bestätigt uns auch die Schrift, wenn es - wie oben erwähnt - in Off 2,27 von “dem der überwindet” ‒ ganz ähnlich wie in Off 12,5 vom Herrn ‒ heißt: “und er soll sie weiden mit eisernem Stabe”. Auch sagt uns Paulus in 1Kor 6,2, dass die Heiligen - wie auch der Herr Jesus - die Welt richten werden. Und schließlich sagt uns der Herr noch in Off 3,21:


Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen.

Off 3,21 Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron. Off 3,21;




Wir werden also sogar mit ihm auf seinem Thron sitzen. Und dies ist tatsächlich nur möglich, wenn wir auch mit ihm ein “Leib” sind. Und Leib und Haupt bilden zusammen “den Christus” wie der Autor oben formuliert.

Bei der Auslegung der “Hochzeit des Lammes” in Off 19 kommt der Autor des obigen Buches aber nun zu folgendem Schluss:




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(Wurde die “Hochzeit” schon am Pfingsttag geschlossen? / Buch WJO01, Seite 452)
Das gamos (das Hochzeitsfest) findet in Off 19 statt, aber dieses Wort sagt an sich noch nicht viel über die eigentliche Eheschließung. Tatsächlich wurde die Ehe formal schon am Pfingsttag bei der Entstehung der Gemeinde geschlossen und praktisch vollzogen bei der Entrückung der Gemeinde. Ab Off 4 ist die Gemeinde die Frau des Lammes;

(W. J. Ouweneel, Das Buch der Offenbarung CLV)






Zur besseren Übersicht hier der komplette Text:


Die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitgemacht.

Off 19,6 Und ich hörte etwas wie eine Stimme einer großen Volksmenge und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Rollen starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten. 19,7 Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitgemacht. Off 19, 6‒ 7;




Dass bei der Hochzeit des Lammes die Bezeichnung “Lamm” für den Herrn Jesus steht, ist wohl unbestritten. Wenn man nun - wie der Autor oben - das Weib, also die Braut und Frau des Lammes als die Gemeinde interpretiert, ergibt sich im Zusammenhang mit der weiter oben geführten Argumentation ein Identifikationsproblem. Denn wenn die Gemeinde der Leib und damit auch körperlich Bestandteil des Herrn ist, kann sie nicht gleichzeitig die Braut des Lammes, also seine Frau sein. Wir können als Gemeinde nicht Braut und Bräutigam zugleich sein.

Doch das ist nicht die einzige Fehlinterpretation dieser Art. Wir verhalten uns als Gemeinde immer mehr wie ein Moloch, der alle Heilsverheißungen ausschließlich auf sich bezieht. Viele der Verheißungen, die z. B. Israel gegeben wurden, werden von unkritischen Auslegern taxfrei auf die Gemeinde bezogen. Das beginnt damit, dass die Gemeinde einmal als die Frau am Himmel aus Off 12,1‒17 gesehen wird, dann aber auch in den 24 Ältesten aus Off 4,10 (Ouweneel), in den 144.000 Versiegelten aus Off 7,1‒8 (und dies, obwohl dort ausdrücklich von Israeliten die Rede ist!), in der großen Volksmenge aus Off 7,9‒17 und geht eben bis dahin, dass entgegen jedweder Logik die Gemeinde von manchen Auslegern sowohl als Braut als auch als Bräutigam gedeutet wird. Es ist daher nicht verwunderlich, dass dann auch unter manchen Geschwistern ob dieser Omnipräsenz der Gemeinde ein gewisser elitärer Dünkel Platz greift. Wir sollten darum den Rat des Herrn mehr beherzigen, der uns in Mt 18, 1‒ 5 genau das Gegenteil empfiehlt.


Wer sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich.

Mt 18,1 Zu derselben Stunde traten die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist denn der Größte im Himmelreich? 18,2 Jesus rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie 18,3 und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. 18,4 Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich. 18,5 Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Mt 18, 1‒ 5;




Der Versuch einer detaillierteren Analyse über die Identität der “Braut des Lammes” findet sich im Kapitel 06: “Die Wiederkunft des Herrn”.



(Siehe auch Kapitel 063: Die Wiederkunft des Herrn - 3. Teil / “Die Hochzeit des Lammes”.





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(Können Christus und die Gemeinde “ein Fleisch” werden? / Replik FG00, 2003‒02‒25)
Ihre Seite ist sehr gründlich und hat mir viel Aufschluss über einige Themen gegeben, die ich bislang “orthodoxer” ausgelegt habe. Ich wundere mich allerdings darüber, dass das Thema “Braut Christi ‒ die Gemeinde?” etwas unterbelichtet behandelt wird. So findet z.B. Eph.5,25‒27 keine Erwähnung in diesem Zusammenhang, obwohl hier die Gemeinde mit einer Ehefrau verglichen wird.

(Ferdinand Georg, ferdinand.g@gmx.net )






Das Thema “Braut Christi ‒ die Gemeinde?” wird hier nicht nur ‒ wie Sie es ausdrücken ‒ unterbelichtet behandelt, sondern überhaupt in Frage gestellt.



In der von Ihnen zitierten Schriftstelle, in Eph 5,25‒27, vergleicht Paulus tatsächlich die Gemeinde mit einer Frau und heißt uns unsere Frauen so zu lieben, wie Christus die Gemeinde geliebt hat. Noch deutlicher wird Paulus 4 Verse später, in Eph 5,31‒32. Hier sagt er:



Eph 5,31 «Deswegen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.» 5,32 Dieses Geheimnis ist groß, ich aber deute es auf Christus und die Gemeinde. Eph 5,31‒32;




Und er nimmt Bezug auf 1Mo 2,24 bzw. Mt 19,5, wo ja auch von Mann und Frau die Rede ist. Nun ist es klar, dass Christus und die Gemeinde nicht “ein Fleisch” werden können. Paulus sagt aber in diesem Vers noch etwas anderes: er sagt “ich aber deute (sage) es auf Christus und die Gemeinde”. Es ist also eine Interpretation des Paulus.



Wenn wir uns nun aber Hosea 2,18‒25 ansehen, finden wir dort die tatsächliche, die echte Braut des Herrn. Gott der Allmächtige sagt dort zum Volk Israel (der Endzeit):


Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und in Recht und in Gnade und in Erbarmen.

Hos 2,18 Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht der HERR, da rufst du: Mein Mann! Und du rufst mich nicht mehr: Mein Baal! 2,19 Und ich entferne die Namen der Baalim aus ihrem Mund, und sie werden nicht mehr mit ihrem Namen erwähnt.

2,20 Und ich schließe für sie an jenem Tag einen Bund mit den Tieren des Feldes und mit den Vögeln des Himmels und mit den kriechenden Tieren des Erdbodens. Und Bogen und Schwert und Krieg zerbreche ich und entferne sie aus dem Land. Und ich lasse sie in Sicherheit wohnen. 2,21 Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und in Recht und in Gnade und in Erbarmen, 2,22 ja in Treue will ich dich mir verloben; und du wirst den HERRN erkennen. Hos 2,18‒22




Dieser “Tag”, den der Herr hier oben, in Hos 2,18, anspricht, ist der Tag der Sammlung und Bekehrung Israels vor dem tausendjährigen Reich ihres Messias, unseres Herrn Jesus Christus.

Und im Anschluss an diese Aussagen bestätigt der Herr, unser und ihr Gott, dem Volk Israel den gesamten Segen auf Erden in diesen tausend Jahren, welchen er ihnen schon immer durch seine Knechte, die Propheten, verheißen hat:


Ich erhöre den Himmel, und der erhört die Erde; und die Erde erhört das Korn und den Most und das Öl, und diese erhören Jesreel.

Hos 2,23 Und es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich erhören, spricht der HERR. Ich erhöre den Himmel, und der erhört die Erde; 2,24 und die Erde erhört das Korn und den Most und das Öl, und diese erhören Jesreel. 2,25 Und ich will sie mir säen im Land und will mich über die Lo‒Ruhama erbarmen. Und ich will zu Lo‒Ammi sagen: Du bist mein Volk! Und er wird sagen: Mein Gott! Hos 2,23‒25;




Wenn also der Herr selbst sagt, dass er sich mit Israel in Ewigkeit verloben will, ist da m.E. kein Platz für eine andere “Braut”. Denn was Gott verheißt, wird er sicher auch halten. Wie sagt schon der Herr Jesus:


Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht.

Mt 5,18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht. Mt 5,18;




Gemeinsam mit all den anderen, bei Immanuel.at angeführten Schriftzusammenhängen (z.B. Mt 22,1‒14), muss man daher davon ausgehen, dass wir als Gemeinde wohl die “Hochzeitsgäste” aber nicht die “Braut” sind. Wenn man sich die betreffenden Texte ansieht, erkennt man, dass die Braut ‒ obwohl sie gehurt und ihren Gott verlassen hat ‒ nie ausgetauscht wurde. Es waren nur die Hochzeitsgäste, welche wechselten. Am Ende wird der Herr Israel seine Hurerei vergeben und sie wird ihn “mein Mann! Und nicht mehr: mein Baal rufen!” (Hos 2,18, siehe auch Hes 16!).

Wir sollten da auf Israel nicht neidisch sein, haben wir doch das Privileg, als Gemeinde als erste im Himmel beim Herrn zu sein, während Israel noch tausend Jahre darauf warten muss.



(Siehe auch den Diskurs 38: “Was erwartet Christen und Juden bei der Wiederkunft des Herrn?)



Ich weiß, dass ich hier in vielen Gemeinden auf Widerstand ‒ um nicht zu sagen Widerwillen ‒ stoße. Es ist sicher auch nicht heilsentscheidend, wie man das jetzt sieht. Aber im Laufe der letzten 200‒300 Jahre hat sich die Gemeinde immer mehr von jenen Verheißungen angeeignet, welche ausschließlich dem Volk Israel zugesagt sind. Bis hin zu der Behauptung, Israel sei vom Heilsweg völlig ausgeschlossen und die Gemeinde sei das “wahre Israel”. Das kann man als Kenner der Heiligen Schrift so nicht stehen lassen.





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(Hat Paulus in 2Kor 11,2 die Gemeinde mit Christus verlobt? Replik FG 01, 2003‒02‒26)
Ihre Deutung von Eph.5,25‒27 leuchtet ein. Es handelt sich dort wirklich nicht um eine Definition der Gemeinde als die Braut Christi, was ich grundsätzlich auch nicht vertrete. Ich bin nur dabei zu prüfen, ob es sich wirklich so verhält, denn ich wurde bisher anders belehrt. Gestatten Sie mir also eine weitere Frage: Wie ist in diesen Zusammenhang 2.Kor.11,2 zu sehen (Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus eine reine Jungfrau zuführte.)?

(Ferdinand Georg ferdinand.g@gmx.net)






Ja, dies ist nun genau jene Stelle, welche in diesem Zusammenhang üblicherweise genannt wird und Sie haben völlig Recht, sie bei diesem Thema in die Diskussion zu bringen. Hier der Text (Elb.):


Denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau vor den Christus hinzustellen.

2Kor 11,2 Denn ich eifere um euch mit Gottes Eifer; denn ich habe euch einem Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau vor den Christus hinzustellen. 2Kor 11, 2;




In den meisten Bibelkommentaren und Konkordanzen wird hier auf die Parallelstellen in Hos 2,21‒22 (siehe auch weiter oben) und Off 14,4 hingewiesen, welche hier auch der guten Ordnung halber angeführt werden sollen:


Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit.

Hos 2,21 Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und in Recht und in Gnade und in Erbarmen, 2,22 ja in Treue will ich dich mir verloben; und du wirst den HERRN erkennen. Hos 2,21‒22


Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich.

Off 14,1 Und ich sah: und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm 144000, die seinen Namen und den Namen seines Vaters an ihren Stirnen geschrieben trugen. 14,2 Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Rollen eines lauten Donners; und die Stimme, die ich hörte, war wie von Harfensängern, die auf ihren Harfen spielen. 14,3 Und sie singen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen als nur die 144000, die von der Erde erkauft waren. 14,4 Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich; diese sind es, die dem Lamm folgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen als Erstlingsfrucht für Gott und das Lamm erkauft worden. 14,5 Und in ihrem Mund wurde kein Falsch gefunden; sie sind untadelig. Off 14, 1‒ 5;




Der Hinweis auf diese Parallelstellen ist durchaus berechtigt, da diese Texte in Hos 2,21‒22 und Off 14,4 (neben Eph 5,25‒27 und 2Kor 11,2) tatsächlich jene Schriftstellen sind, welche am eindeutigsten einen Hinweis auf die “Braut des Lammes” geben können.

Allerdings wird dabei immer wieder übersehen, dass sowohl Hos 2 als auch Off 14,1‒5 bzw. Off 7,1‒8 keinesfalls von der christlichen Gemeinde, sondern von Israeliten sprechen. Im ersten Fall, bei Hosea, ist es Lo‒Ammi - das Volk Gottes aus Israel (siehe weiter oben) - und in der Offenbarung wird uns diese “Erstlingsfrucht für Gott und das Lamm” als die Versiegelten 144.000 (12.000 aus jedem der 12 Stämme Israels) vorgestellt.


144000 Versiegelte, aus jedem Stamm der Söhne Israels.

Off 7,1 Nach diesem sah ich vier Engel auf den vier Ecken der Erde stehen; die hielten die vier Winde der Erde fest, damit kein Wind wehe auf der Erde, noch auf dem Meer, noch über irgendeinen Baum.

7,2 Und ich sah einen anderen Engel von Sonnenaufgang heraufsteigen, der das Siegel des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gegeben worden war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen, 7,3 und sagte: Schadet nicht der Erde, noch dem Meer, noch den Bäumen, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben.

7,4 Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: 144000 Versiegelte, aus jedem Stamm der Söhne Israels. 7,5 Aus dem Stamm Juda 12000 Versiegelte, aus dem Stamm Ruben 12000, aus dem Stamm Gad 12000, 7,6 aus dem Stamm Asser 12000, aus dem Stamm Naftali 12000, aus dem Stamm Manasse 12000, 7,7 aus dem Stamm Simeon 12000, aus dem Stamm Levi 12000, aus dem Stamm Issaschar 12000, 7,8 aus dem Stamm Sebulon 12000, aus dem Stamm Josef 12000, aus dem Stamm Benjamin 12000 Versiegelte. Off 7, 1‒ 8;




Und genau diese Letzteren scheinen mir nun tatsächlich die “Braut des Lammes” zu sein. Die Attribute



‒ sie haben sich mit Frauen nicht befleckt


‒ sie sind jungfräulich


‒ sie sind die Erstlingsfrucht für Gott und das Lamm


‒ sie sind aus den Menschen erkauft worden


‒ in ihrem Mund wurde kein Falsch gefunden


‒ sie sind untadelig




lassen sich wohl nur mit einer absoluten Selbstüberschätzung auf die “Gemeinde aller Zeiten” beziehen. Ganz abgesehen davon, dass diese 144.000 Israeliten erst in der Endzeit leben werden, wie uns Off 7.3 bestätigt:



“Schadet nicht der Erde, noch dem Meer, noch den Bäumen, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben!”




Dieser Schaden am Meer und an den Bäumen, welcher nach der Versiegelung der 144.000 Israeliten hereinbrechen wird, sind die Posaunengerichte. Während dieser Plagen werden die 144.000 aber auch noch auf Erden weilen. Aus Off 9,4 wissen wir, dass genau diese Versiegelten von den Plagen der 5. Posaune bewahrt bleiben müssen.


Sie sollen Schaden zufügen den Menschen, die nicht das Siegel Gottes an den Stirnen haben.

Off 9,3 Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken hervor auf die Erde, und es wurde ihnen Macht gegeben, wie die Skorpione der Erde Macht haben. 9,4 Und es wurde ihnen gesagt, daß sie nicht dem Gras der Erde, auch nicht irgend etwas Grünem, auch nicht irgendeinem Baum Schaden zufügen sollten, sondern den Menschen, die nicht das Siegel Gottes an den Stirnen haben.

9,5 Und es wurde ihnen der Befehl gegeben, dass sie sie nicht töteten, sondern daß sie fünf Monate gequält würden; und ihre Qual war die Qual eines Skorpions, wenn er einen Menschen sticht. 9,6 Und in jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen und werden ihn nicht finden und werden zu sterben begehren, und der Tod flieht vor ihnen. Off 9, 3‒ 6;




Daraus ergibt sich in Konsequenz, dass diese 144.000, mit dem Siegel Gottes an ihren Stirnen Versiegelten, erst in dieser letzten Zeit - und nicht vorher ‒ leben werden.

Es gibt nun immer wieder den Versuch, die Gemeinde als das “wahre Israel” hinzustellen und diese 144.000 als “symbolische große Zahl” für die Gesamtheit der Gemeinde aller Zeiten zu deuten. Hier wäre es sehr hilfreich, wenn sich sowohl die Vertreter dieser Ansicht, als auch überhaupt alle Mitglieder der Gemeinde weltweit, selbst die Frage stellen würden, inwieweit sie diesen obigen Kriterien (keusche Jungfrau, jungfräulich, ohne Falsch, untadelig etc.) tatsächlich entsprechen.

Hinsichtlich der Aussage des Paulus in 2Kor 11,2 kann man wohl ins Treffen führen, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit die Offenbarungen des Herrn Jesus an den Johannes und ihre Inhalte noch nicht kannte.





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(Hat Paulus über das Thema “Braut Christi” weniger Licht bekommen? Replik FG 02, 2003‒02‒27)
Die Interpretation der Braut Christi als die 144.000 Versiegelten ist schlüssig. Trotzdem bin ich im Bezug auf die Aussage des Paulus in 2.Kor.11,2 nun nicht klüger geworden. Irritiert hat mich auch Ihr Satz: “Hinsichtlich der Aussage des Paulus in 2Kor 11,2 kann man wohl ins Treffen führen, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit die Offenbarungen des Herrn Jesus an den Johannes noch nicht kannte.” Das klingt so als hätte Paulus über das Thema “Braut Christi” weniger Licht bekommen und den Korinthern so irrtümlicherweise die Illusion gegeben, mit Christus verlobt zu sein.

(Ferdinand Georg ferdinand.g@gmx.net)






Man kann ja wohl nicht davon ausgehen, dass Gott der Allmächtige selbst über das Thema “Braut Christi” weniger Licht gehabt hätte und den Israeliten so irrtümlicherweise in Hos 2,21‒22 die Illusion gegeben hätte, mit ihm verlobt zu sein:


Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit.

Hos 2,21 Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und in Recht und in Gnade und in Erbarmen, 2,22 ja in Treue will ich dich mir verloben; und du wirst den HERRN erkennen. Hos 2,21‒22




Die Verbindung unseres Gottes mit seinem Volk aus Israel ist eine Verheißung, welche von uns Menschen weder durch Unwissenheit noch durch gutgemeinte Deutungsversuche oder gar blinde Eifersucht aufgehoben werden könnte. Neben dem obigen Text aus Hosea 2,18‒25 haben wir noch weitere Texte, welche diese Tatsache bestätigen:


Wie sich ein Bräutigam freut über die Braut, so wird sich dein Gott über dich freuen.

Jes 62,1 Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht innehalten, bis seine Gerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz und sein Heil brenne wie eine Fackel, 62,2 dass die Heiden sehen deine Gerechtigkeit und alle Könige deine Herrlichkeit. Und du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des HERRN Mund nennen wird. 62,3 Und du wirst sein eine schöne Krone in der Hand des HERRN und ein königlicher Reif in der Hand deines Gottes. 62,4 Man soll dich nicht mehr nennen »Verlassene« und dein Land nicht mehr »Einsame«, sondern du sollst heißen »Meine Lust« und dein Land »Liebes Weib«; denn der HERR hat Lust an dir, und dein Land hat einen lieben Mann. 62,5 Denn wie ein junger Mann eine Jungfrau freit, so wird dich dein Erbauer freien, und wie sich ein Bräutigam freut über die Braut, so wird sich dein Gott über dich freuen. 62,6 O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht mehr schweigen sollen. Die ihr den HERRN erinnern sollt, ohne euch Ruhe zu gönnen, 62,7 lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wiederaufrichte und es setze zum Lobpreis auf Erden! Jes 62, 1‒ 7;


Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann ‒ HERR Zebaoth heißt sein Name.

Jes 54,4 Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden; schäme dich nicht, denn du sollst nicht zum Spott werden, sondern du wirst die Schande deiner Jugend vergessen und der Schmach deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken. 54,5 Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann ‒ HERR Zebaoth heißt sein Name ‒, und dein Erlöser ist der Heilige Israels, der aller Welt Gott genannt wird. 54,6 Denn der HERR hat dich zu sich gerufen wie ein verlassenes und von Herzen betrübtes Weib; und das Weib der Jugendzeit, wie könnte es verstoßen bleiben! spricht dein Gott. 54,7 Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln. 54,8 Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser. Jes 54, 4‒ 8;


Du wirst sie als Gürtel um dich legen, wie eine Braut es tut.

Jes 49,14 Zion aber sprach: Der HERR hat mich verlassen, der HERR hat meiner vergessen. 49,15 Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie seiner vergäße, so will ich doch deiner nicht vergessen. 49,16 Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet; deine Mauern sind immerdar vor mir. 49,17 Deine Erbauer eilen herbei, aber die dich zerbrochen und zerstört haben, werden sich davonmachen. 49,18 Hebe deine Augen auf und sieh umher: Diese alle sind versammelt und kommen zu dir. So wahr ich lebe, spricht der HERR: du sollst mit diesen allen wie mit einem Schmuck angetan werden und wirst sie als Gürtel um dich legen, wie eine Braut es tut. Jes 49,14‒18;




(Siehe auch Jer 2,1‒5; Hes 16; und Kapitel 10: “Das Millennium”).

Aber auch die Tatsache, dass wir als Gemeinde die Hochzeitsgäste ‒ und nicht die Braut ‒ darstellen, lässt sich anhand der Schrift nachweisen. Im Gleichnis vom Hochzeitsmahl spricht der Herr kein einziges Mal von der Braut. Er erwähnt die Unwürdigkeit der Israeliten, als Hochzeitsgäste an der Hochzeit teilzunehmen und weist dann darauf hin, dass ab nun die Heiden als Hochzeitsgäste eingeladen werden.


Und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen.

Mt 22,8 Dann sagt er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Eingeladenen waren nicht würdig. 22,9 So geht nun hin auf die Kreuzwege der Landstraßen, und so viele immer ihr finden werdet, ladet zur Hochzeit ein. 22,10 Und jene Knechte gingen aus auf die Landstraßen und brachten alle zusammen, so viele sie fanden, Böse wie Gute. Und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen. Mt 22, 8‒10;




Und sogar die Apostel ‒ die Stammväter der Gemeinde ‒ werden vom Herrn selbst als “Hochzeitsgäste” bezeichnet.


Deine Jünger aber fasten nicht. ‒ Können etwa die Hochzeitsgäste trauern?

Mt 9,14 Dann kommen die Jünger des Johannes zu ihm und sagen: Warum fasten wir und die Pharisäer oft, deine Jünger aber fasten nicht? 9,15 Und Jesus sprach zu ihnen: Können etwa die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird, und dann werden sie fasten. Mt 9,14‒15;




Aus dem Umstand nun, dass der zweite Brief des Paulus an die Korinther etwa 55/56 n. Chr. und die Offenbarung des Herrn Jesus an den Johannes rund 40 Jahre später geschrieben wurde, können wir heute tatsächlich nicht schließen, ob Paulus daher “über das Thema ‘Braut Christi’ weniger Licht bekommen” hätte, wie Sie oben fragen. Man kann dazu nur jene Aussagen anführen, welche uns in der Bibel überliefert sind:



‒ Und hier ist einmal das Faktum, dass Paulus selbst seine Sicht zu diesem Thema als Deutung (Eph 5,32) bezeichnet. Das heißt, dass dies keine Offenbarung gewesen ist.


‒ Und dann ist hier die Verheißung des Herrn, unseres Gottes, an Israel in Hos 2,21‒22 “ich will dich mir verloben in Ewigkeit” sowie in Jes 49,18; und Jes 62,4‒5;


‒ und die oben zitierten Aussagen in der Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus an den Johannes über die 144.000 von der Erde für Gott und das Lamm erkauften Erstlinge aus den Menschen. (Off 14,3‒5; 7,1‒8).




Es muss daher letztlich jeder Gläubige alle in der Schrift verfügbaren Hinweise prüfen und selbst urteilen, welche Interpretation er für die richtige hält.

Allerdings muss man auch darauf hinweisen, dass neben einer durchaus nüchternen und schriftgebundenen Betrachtungsweise, wie sie hier in diesem Diskurs vorliegt, auch sehr oft eine schwärmerische und idealisierende Sicht der Gemeinde als Braut Christi anzutreffen ist, wie man dem Kommentar “Ode an die Gemeinde”, am Ende dieses Diskurses, entnehmen kann.





(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Jerusalem, die Braut des Lammes / Replik FM 00, 2004‒02‒01)
Ihre Interpretation der 144.000 Versiegelten als Braut des Lammes hat einiges für sich, muss aber schlussendlich an den Aussagen der Offenbarung über das himmlische Jerusalem, die Braut des Lammes, scheitern. Bei objektiver Betrachtungsweise ergibt sich hier der unwiderlegbare Schluß, dass die vom Himmel herab kommende Stadt Jerusalem, die Braut des Lammes, die himmlische Gemeinschaft der Heiligen und somit die christliche Gemeinde aller Zeiten sein muss. (Off 21,2.9‒10.26‒27)



Franz Murauer / f.murauer@gmx.net






Ja, Sie haben Recht, diese Stellen der Offenbarung wurden in diesem Diskurs noch nicht erwähnt und ich bin sehr dankbar, dass Sie mich darauf hinweisen. Wir wollen das daher hier nachholen und auch ich lege größten Wert darauf und werde mich bemühen, dass diese Schriftstellen tatsächlich objektiv analysiert werden.

Betrachten wir zuerst die oben zitierten Texte mit ihrem Kontext:


Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut.

Off 21,1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 21,2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Off 21, 1‒ 2;


Ich will dir die Braut, das Weib des Lammes, zeigen. Und er zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie aus dem Himmel von Gott herabkam.

Off 21,9 Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, voll der sieben letzten Plagen, und redete mit mir und sprach: Komm her! Ich will dir die Braut, das Weib des Lammes, zeigen. 21,10 Und er führte mich im Geist hinweg auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, wie sie aus dem Himmel von Gott herabkam. Off 21, 9‒10;


Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Nationen zu ihr bringen.

Off 21,24 Und die Nationen werden in ihrem Licht wandeln, und die Könige der Erde bringen ihre Herrlichkeit zu ihr. 21,25 Und ihre Tore werden bei Tag nicht geschlossen werden, denn Nacht wird dort nicht sein. 21,26 Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Nationen zu ihr bringen. 21,27 Und alles Unreine wird nicht in sie hineinkommen, noch derjenige, der Greuel und Lüge tut, sondern nur die, welche geschrieben sind im Buch des Lebens des Lammes. Off 21,24‒27;




Im ersten Text, in Off 21,2, sieht Johannes in seiner Vision die heilige Stadt Jerusalem, wie sie vom Himmel von Gott herabkommt. Im Vers davor erfahren wir auch den Zeitpunkt dieses Ereignisses: der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen und Johannes sieht den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott erschaffen wird. Und auf diese neue Erde sieht Johannes das himmlische Jerusalem herabkommen. Dies ist deshalb wichtig, weil wir daran erkennen können, dass wir uns hier nach der Allgemeinen Auferstehung und nach dem Weltgericht, beim Einzug der Gerechten in die Ewigkeit befinden.

Wie es im Vers Off 21,8 heißt, werden beim Weltgericht alle Ungerechten verurteilt und in den Feuersee geworfen.


Aber den Feigen und Ungläubigen ist ihr Teil in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod.

Off 21,8 Aber den Feigen und Ungläubigen und mit Greueln Befleckten und Mördern und Unzüchtigen und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern ist ihr Teil in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, das ist der zweite Tod. Off 21,8;




Einen ähnlichen Hinweis finden wir oben, im zitierten Text von Off 21,27, wo es heißt: “alles Unreine wird nicht in die Stadt hineinkommen (...), sondern nur die, welche geschrieben sind im Buch des Lebens des Lammes”. Was nun hier für das richtige Verständnis dieses Textes wichtig ist, ist die Aussage, dass alles Unreine nicht in die Stadt hineinkommen wird, sondern es werden nur die hineinkommen, welche im Buch des Lebens stehen.

Daraus ist abzuleiten, dass die Gerechten nicht bereits in der Stadt sind, wenn diese in Vers Off 21,2, geschmückt wie eine Braut für ihren Mann, aus dem Himmel herabkommt, sondern dass sie erst dann hineingehen werden, wenn diese Stadt auf die neue Erde herabgekommen ist. Damit steht aber auch fest, dass nicht die Gerechten und mit ihnen die Gemeinde, die ja erst hineinkommen werden, dieses himmlische Jerusalem und damit die Braut des Lammes darstellen. Sehen wir uns objektiver Weise und zur Überprüfung dieser Sicht auch noch andere Texte aus der Offenbarung an.

In Off 21,24 heißt es: “Und die Nationen werden in ihrem Licht wandeln, und die Könige der Erde bringen ihre Herrlichkeit zu ihr”. Auch das sind die Gerechten und die Gemeinde aus allen Nationen. Und sie und unter ihnen die Könige der Erde befinden sich nicht bereits im neuen Jerusalem, sondern sie kommen erst hinein und bringen ihre Herrlichkeit zu ihr. Oder Off 21,26: “Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Nationen zu ihr bringen”. Die Herrlichkeit und die Ehre der Nationen wird zu ihr gebracht und ist nicht schon darinnen.

Doch sehen wir weiter in der Offenbarung. In Off 19,6‒9 haben wir ebenfalls einen sehr aufschlussreichen Text:


Die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitgemacht. Glückselig, die eingeladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes!

Off 19,6 Und ich hörte etwas wie eine Stimme einer großen Volksmenge und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Rollen starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten. 19,7 Laßt uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitgemacht. 19,8 Und ihr wurde gegeben, daß sie sich kleide in feine Leinwand, glänzend, rein; denn die feine Leinwand sind die gerechten Taten der Heiligen. 19,9 Und er spricht zu mir: Schreibe: Glückselig, die eingeladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes! Und er spricht zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes. Off 19, 6‒ 9;




Diese “große Volksmenge”, welche hier jubelt und Gott lobt, weil er die Herrschaft angetreten hat und die Hochzeit des Lammes gekommen ist, kann ‒ parallel zu Off 7,9 ‒ als die Gemeinde aller Zeiten gesehen werden. Diese sprechen davon, dass sich sein Weib bereit gemacht hat. Und dies können sie nun wohl doch nicht auf sich selbst beziehen. Hier ist nicht die Gemeinde gemeint, sondern die Braut des Lammes ist getrennt von der großen Volksmenge, von der Gemeinde zu sehen und diese freut sich, dass sich die Braut bereit gemacht hat.

Dies bestätigt auch der Vers 9 dieses Textes, wo dem Johannes gesagt wird: “Glückselig, die eingeladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes!”. Ähnlich wie im Gleichnis vom Hochzeitsmahl, in Mt 22,10, wo die Gemeinde als Hochzeitsgäste erkennbar ist, und in Mt 9,15, wo der Herr sogar die Apostel als Hochzeitsgäste bezeichnete, wird auch hier, aus der Aussage von Off 19,9 klar, dass wir, die Gemeinde, die Glückseligen sind, die eingeladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes. Wir sind also nicht die Braut! Wir sind die Hochzeitsgäste. Und wie der Vers Off 19,8 besagt: “Und ihr wurde gegeben, daß sie sich kleide in feine Leinwand, glänzend, rein; denn die feine Leinwand sind die gerechten Taten der Heiligen” dienen unsere gerechten Taten der Braut als Kleid. ‒ Welche Ehre für uns!

Hierher passt dann auch die Aussage des Paulus bei seinem Vergleich der Nachkommenschaft des Abraham: jene der Magd Hagar, welche für das Israel dieser Zeit steht und jene der Sarah, der Freien, welche für die Nachfolge Jesu steht:


Das Jerusalem droben aber ist frei, und das ist unsere Mutter.

Gal 4,24 Dies hat einen bildlichen Sinn; denn diese Frauen bedeuten zwei Bündnisse: eines vom Berg Sinai, das in die Sklaverei hinein gebiert, das ist Hagar. 4,25 Denn Hagar ist der Berg Sinai in Arabien, entspricht aber dem jetzigen Jerusalem, denn es ist mit seinen Kindern in Sklaverei. 4,26 Das Jerusalem droben aber ist frei, und das ist unsere Mutter. Gal 4,24‒26;




Wie uns Paulus hier sagt, stehen also nicht wir als Gemeinde für das Jerusalem droben, sondern das Jerusalem droben ist unsere Mutter, die Braut unseres Herrn. Und schließlich führt uns der Schreiber des Hebräerbriefes wieder zurück zu jenen Auserwählten, welche mit großer Wahrscheinlichkeit tatsächlich als die Braut des Lammes zu sehen sind:


Ihr seid gekommen zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem und zu der Versammlung der Erstgeborenen.

Hbr 12,22 sondern ihr seid gekommen zum Berg Zion und zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem; und zu Myriaden von Engeln, einer Festversammlung; 12,23 und zu der Versammlung der Erstgeborenen, die in den Himmeln angeschrieben sind; und zu Gott, dem Richter aller; und zu den Geistern der vollendeten Gerechten; Hbr 12,22‒23;




Es heißt hier, wir kommen zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem und zu der Versammlung der Erstgeborenen. Wohlgemerkt auch hier: nicht wir sind die Erstgeborenen, sondern wir kommen als Gläubige in der Neuen Schöpfung ins himmlische Jerusalem und zur Versammlung der Erstgeborenen. Und diese Erstgeborenen erinnern daher auch sehr an die “Erstlingsfrucht für Gott und das Lamm”, von welcher Off 14,4 spricht und damit die 144.000 Versiegelten aus den zwölf Stämmen Israels bezeichnet.


Diese sind aus den Menschen als Erstlingsfrucht für Gott und das Lamm erkauft worden.

Off 14,3 Und sie singen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen als nur die 144000, die von der Erde erkauft waren.
14,4 Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich; diese sind es, die dem Lamm folgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen als Erstlingsfrucht für Gott und das Lamm erkauft worden. 14,5 Und in ihrem Mund wurde kein Falsch gefunden; sie sind untadelig. Off 14, 3‒ 5;




Diese 144.000 Versiegelten, je 12.000 aus allen 12 Stämmen Israels, sind die Repräsentanten des Volkes Israel bei Gott und von daher prädestiniert dafür, der Verheißung des Allmächtigen an Israel aus Hos 2,21‒22 zu entsprechen.


Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit.

Hos 2,21 Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und in Recht und in Gnade und in Erbarmen, 2,22 ja in Treue will ich dich mir verloben; und du wirst den HERRN erkennen. Hos 2,21‒22




Wir sollten uns daher darüber freuen, und glückselig sein, dass wir eingeladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes und jenen die Ehre der Braut überlassen, welche Gott und das Lamm dafür auserwählt haben.





(Texte in einem schwarzen Rahmen sind Zitate von Besuchern dieser Site oder anderen Autoren!)

(Ode an die Gemeinde / Replik AA 00, 2004‒02‒18)
mein lebensthema ist im moment die gemeinde nach gottes plan, und ich fühle mich seit beginn meiner ausrichtung auf jesus und seit er meine hoffnung und meine erlösung ist zu dieser gemeinde hingezogen, sie ist das ziel seit beginn meines lebens, ich denke sie ist der inhalt überhaupt des lebens. sie ist das zentrum des wirkens von gott, das ende all seines verlangens überhaupt an uns zu handeln, die vollendung seines willens und die verherrlichung seines sohnes.

sie ist der lebendige leib, die ausgestaltung seiner wirkung, die ausdrucksform seines wesens, der lebendige abglanz seiner herrlichkeit. sie ist mehr als wir im moment von ihr sehen.

sie ist eine braut ohne flecken und runzeln, ohne fehler, macken und zickigkeiten, sie ist die hingegebene braut für seinen hingegebenen sohn, sie ist die unverbrüchlich mit ihm verbundene einheit des leibes. sie ist heilig wie er selbst.

sie ist ohne schwärmerei, ohne hast, ohne verfälschung, ohne verzerrung, in ihm ruhend und seiend, durch ihn wirkend, ihm vertraut. die innigste verherrlichung der liebe und der treue.

sie unsichtbar, so wie er unsichtbar ist, das erfordert glauben auf sein wort hin, denn sie besteht in seinem wort und aus seiner gnade, die uns gegeben ist. sie ist der ort wo wir leben, wenn wir unser leben in ihm und aus ihm haben. in ihr sehen wir ihn, sie ist sein lebendiges gegenüber, für sie ist er gestorben und auferstanden. nur in ihren augen wird er gesehen als der, der er ist. für die welt bleibt er eine torheit und zu nichts nütze, zu wenig wert um sich daran hinzugeben.

ihr gelten alle verheissungen, in ihr wandelt er als der herr, sie ist seine umhüllung sein gewand, und er ihre burg und feste zuversicht. in sie hinein gelangen wir nur durch ihn und sie führt nur zu ihm. unsere hingabe an ihn verbindet uns mit ihr und unser dienst an ihr verbindet uns mit ihm.

ihr gemeinsames wirken ist eins und darauf ausgerichtet, diese welt zu gewinnen, das ist der auftrag ihrer ehe und ihr streben in dieser welt, denn dorthin wirkt sein wollen und sie folgt ihm treu und ergeben, da sie aus seinem willen lebt und ihn tut. sie ist vollkommen in ihm.

es ist die herrlichste liebesgeschichte aller zeiten, nur wird sie noch praktisch nicht ausgelebt, da es an hingabe und vertrauen mangelt, aber das bild ist gezeichnet und kann nicht verändert werden. all sein wirken zieht uns in diese beziehung hinein und all seine verheissungen bilden sie ab. das geheimnis liegt einzig im eingang, denn wir gelangen nur durch ihn hinein, er ist die tür und durch eine andere tür kann niemand hineingehen in diese gemeinde, er hat sie erkauft, für sie bezahlt und er entscheidet. wer sein opfer angenommen hat, ist eingegangen, wer auf menschen baut, geht an ihm vorbei, gelangt in ein reich, aber nicht in seines.

der ehebund mit ihm ist ein scheidungsbund mit der ganzen welt, das ist das nadelöhr. vielleicht verstehst du mich noch nicht, warum das so wichtig ist für mich, aber es ist für mich wie eine vorausschau auf das kommende. so wie einer der auf brautschau ist, in seinem herzen festhält wie seine braut ist, er hat ein bild in sich und findet seine braut nach diesem bild und bildet sie in dieses hinein, es ist die vision seiner ehe, so hat ja auch gott ein bild der braut, die er für seinen sohn erwählt hat und hat dieses auch in seinen sohn hineingelegt, und durch ihn auch in uns hinein, aber erwählen wird er sie, der vater, ganz nach diesem herrlichen alten muster, das uns verloren gegangen ist, aber in gott bleibt, weil er der herr ist, unser patron.

ein guter patron ist mehr wert als ein guter eigensinn. lebendig ist für mich die vision, die prophezeiung und die verheissung dann, wenn ich eine abbildung davon erkennen kann in der gemeinde. das licht am ende des weges, das uns vorausleuchtet, muss vor meinen füssen erkennbar sein, weil es mich sonst nicht leiten kann.

viele irren nun ohne licht auf den wegen umher und brauchen natürlich auch keine vision, weil sie ja kein ziel anstreben. wenn wir nun das licht am ende des weges erkannt haben und ihm folgen, dann ist da natürlich ein aufruhr, weil nun offenbar einer ein bestimmtes ziel erkannt zu haben glaubt und er muss durch bewährung hindurch und mehr und mehr zeigt sich, dass andere sich auch zu diesem ziel aufgemacht haben und es legen sich viele bahnen durch das dickicht auf das gleiche ziel hin, bis sie mehr und mehr zusammenfinden und sich erkennen als die, die auf dem gleichen weg ans gleiche ziel sind. und er, der herr, zieht vom ziel her die fäden zusammen, fischt und fängt, die sich fangen liessen und zieht seine makellose braut aus dem schlamm, so wie eine ein kind im blut und schleim gebährt, als ein kind, nicht als eine ansammlung von zellen, sondern als lebendiges wesen, als person als ein neuer mensch. so wurde er gezeugt und so wird er geboren, es liegt diese verheissung des lebens auf ihm.

wer sich zeigt der wird erkannt und versammelt. der keim des kristalles, zeugt den kristall. was sich zeigt, weckt die freude der versammlung und des lebens.

ich hoffe, dass du meine worte verstehst, so wie sie in mir sind, da ich noch am lernen bin sie auszudrücken. mein verlangen ist die versammlung der in christus geheiligten und dazu kann ich nur mein inneres zeigen in der hoffnung, dass der herr mich versteht und mein verlangen erfüllt wenn ich mich zeige, weil es so verheissen ist im leben und in seinem wort. er möge mich leiten mit seinem wort würdig umzugehen und weise in seiner liebe zu bleiben und verständlich zu werden, damit er erkennbar wird durch mein wort, das ihm dienen will.

mit viel freude am versammeltwerden in ihm und durch ihn grüsse ich dich und freue mich an der gleichheit des weges der sich durch die jahrhunderte hindurchzieht, dass jeder, der gott vertraut in die gleichheit seines sohnes verwandelt wird, und in ihm die letzte erfüllung findet.


Andre Aubert / andreaubertjc@hotmail.com






Wenn man diesen Hymnus an die Gemeinde aus literarischer Sicht auch als sehr wertvoll beurteilen und dem Autor in vielen Dingen beipflichten kann, scheint hier doch, im Überschwang der Gefühle, die Realität ein wenig auf der Strecke geblieben zu sein. Aus verschiedenen Gründen ‒ nicht zuletzt aus Rücksichtnahme auf den Autor ‒ macht es nun keinen Sinn, hier auf einzelne Aussagen im Detail einzugehen, aber wenn man versucht den Gesamteindruck zu beurteilen, so erinnert er ganz fatal an die Preisungen der “Himmelskönigin” und “Gottesgebärerin” Maria, in der katholischen Kirche.

Und das ist nun im Hinblick auf die Auswirkungen auf die anderen Geschwister, bei aller Rücksichtnahme viel zu wichtig, um nicht angesprochen zu werden. Wie es scheint, gibt es bei vielen Gläubigen im männlich dominierten Katholizismus das psychologische Bedürfnis nach einer “Übermutter”, welches sich im evangelischen und evangelikalen Bereich als Sehnsucht nach einer “Überbraut” ‒ in der Gestalt der Gemeinde ‒ manifestiert. Im Bestreben dieses Bedürfnis zu befriedigen wird nun hier wie dort anhand einzelner Aussagen der Bibel ein prachtvolles Phantasiegebilde aufgebaut, welches gepriesen und verehrt, ja sogar ‒ wie die katholische Maria ‒ angebetet wird.

Wenn nun auch nicht anzunehmen ist, dass wir im evangelikalen Bereich mit der Gemeinde als “Braut” einen ähnlichen Götzen bekommen könnten, wie die katholische Kirche mit ihrer Maria, besteht dennoch die Gefahr, dass durch eine unbiblische Hochstilisierung in der Gemeinde eine Erwartung geweckt wird, welche ganz einfach nicht erfüllt werden kann. Wir sind in der Gemeinde Jesu Christi alle nur Menschen. Und wir sind alle Sünder. Es gibt meiner Erfahrung nach keine Gemeinde ‒ egal welcher evangelikaler und anderen Denomination ‒ in welcher es nicht auch Differenzen, Auseinandersetzungen und sogar Streitereien gibt. Und wenn nun A. Aubert von der Gemeinde schwärmt:



“sie ist eine braut ohne flecken und runzeln, ohne fehler, macken und zickigkeiten, sie ist die hingegebene braut für seinen hingegebenen sohn, sie ist die unverbrüchlich mit ihm verbundene einheit des leibes. sie ist heilig wie er selbst.

sie ist ohne schwärmerei, ohne hast, ohne verfälschung, ohne verzerrung, in ihm ruhend und seiend, durch ihn wirkend, ihm vertraut. die innigste verherrlichung der liebe und der treue.”




so spricht er von einem überhöhten, idealisierten Gebilde und man erkennt sehr deutlich die Gefahr, welche eine derartige “Verehrung” ‒ um nicht zu sagen “Anbetung” ‒ der Gemeinde in sich birgt. Dabei ist es offensichtlich, dass wir damit ja nur uns selbst verehren bzw. anbeten würden. Das kann nicht der Wille Gottes sein. Dies ist ein Gemeindebild, welches mit der tatsächlichen, realen Gemeinde hier auf Erden nicht übereinstimmt. Und doch müssen wir in dieser irdischen, menschlichen Gemeinde leben und wirken.

Obwohl nun sicherlich viel Richtiges und Wichtiges in den Aussagen von A. Aubert ist, muss man realistischerweise darauf hinweisen, dass die Gemeinde Jesu Christi auf Erden kein Götze, kein überirdischer Geistkörper, sondern eine weltweite, irdische Körperschaft ist, in welcher wir mit handfesten Problemen konfrontiert sind, welche wir ‒ mit Hilfe des Herrn ‒ auch handfesten Lösungen zuführen müssen. Und es sind letztlich jene Geschwister in den Gemeinden, welche sich im Auftrag des Herrn ‒ sei es in der Leitung, in der Lehre, in der Predigt, in der Verwaltung oder auch in der innigen Fürbitte für die Geschwister ‒ dieser mühevollen Arbeit unterziehen, welche unseren Dank und unsere Anerkennung verdienen. Sie sollten wir in unseren Gebeten zum Herrn preisen und loben und um Kraft und Ausdauer für sie bitten.

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass ja gerade in diesem Diskurs der schriftkonforme Nachweis erbracht wurde, dass eben nicht die Gemeinde sondern das Israel der Endzeit die “Braut” ist.


Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und in Recht und in Gnade und in Erbarmen.

Hos 2,18 Und es wird geschehen an jenem Tag, spricht der HERR, da rufst du: «Ishi», Mein Mann! Und du rufst mich nicht mehr: Mein Baal! 2,19 Und ich entferne die Namen der Baalim aus ihrem Mund, und sie werden nicht mehr mit ihrem Namen erwähnt.

2,20 Und ich schließe für sie an jenem Tag einen Bund mit den Tieren des Feldes und mit den Vögeln des Himmels und mit den kriechenden Tieren des Erdbodens. Und Bogen und Schwert und Krieg zerbreche ich und entferne sie aus dem Land. Und ich lasse sie in Sicherheit wohnen. 2,21 Und ich will dich mir verloben in Ewigkeit, und ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und in Recht und in Gnade und in Erbarmen, 2,22 ja in Treue will ich dich mir verloben; und du wirst den HERRN erkennen. Hos 2,18‒22;




Diese Verheißung und Berufung Gottes, welche Israel zu seiner Braut macht, mit welcher er sich in Ewigkeit und Gerechtigkeit verloben will, kann weder von Menschen wegdiskutiert und wird auch nicht von Gott zurückgenommen werden. Denn Gott kann seine Berufung nicht gereuen. Das sagt uns selbst Paulus, der die Gemeinde in 2Kor 11,2 als Braut deutet, in seinem Brief an die Römer:


Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar.

Röm 11,28 Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde um euretwillen, hinsichtlich der Auswahl aber Geliebte um der Väter willen. 11,29 Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar. Röm 11,28‒29;




Nicht das Volk Gottes aus den Nationen, sondern jenes aus Israel ist die Braut, zu welcher der Herr hier sagt, dass er sie mit sich verloben will in Ewigkeit, in Gerechtigkeit, in Recht und in Gnade und in Erbarmen und in Treue. Sie wird ihn “mein Mann” rufen und sie wird ihn ‒ in Vollzug der Ehe ‒ geistlich “erkennen”.

Diese Verheißung Gottes gilt in alle Ewigkeit. Wer das in Frage stellt, stellt Gott selbst in Frage. Mit all den Konsequenzen, die daraus abgeleitet werden müssen.





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Re: Sind wir Christen wirklich die Braut Christ?

Beitragvon Christusträger » Freitag 30. Dezember 2011, 13:48

Liebe Petra,

Diese Verheißung Gottes gilt in alle Ewigkeit. Wer das in Frage stellt, stellt Gott selbst in Frage. Mit all den Konsequenzen, die daraus abgeleitet werden müssen.


Also solche Ich-allein-bin-im-Besitz-der Wahrheit Statements mag ich grundsätzlich gar nicht :( Solche Aussagen zeugen von mangelnder Demut vor dem Wort Gottes angesicht sunserer mangelhaften Fähigkeit sein WOrt auszulegen. Sowas ist also Hochmut ...

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Re: Sind wir Christen wirklich die Braut Christ?

Beitragvon petrap69 » Freitag 30. Dezember 2011, 14:06

Hallo Christof,
das sehe ich genau wie du, aber es geht ja auch nicht um den Kommentar des Verfassers dieses Themas, sondern um den Inhalt bez. der Braut Christi.
Also dieser Kommentar ist nicht von mir, um das nochmal zu betonen! Ich finde nur das Thema interessant
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Re: Sind wir Christen wirklich die Braut Christ?

Beitragvon Christusträger » Freitag 30. Dezember 2011, 18:25

Liebe Petra,

in der Brautsache tendiere ich zu der Ansicht von Georg. Er hat seine Meinung hier viewtopic.php?p=14207#p14207 kundgetan.

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Re: Sind wir Christen wirklich die Braut Christ?

Beitragvon Georg » Freitag 30. Dezember 2011, 18:32

Hallo Petra,
ich hätte von dir ganz gern einen Kommentar gelesen zu dem was du reinkopierst hast.

Was meiner Meinung nach, immer zu einem ungenauen Ergebnis führt,bei jeder Endzeitausführung,ist ,daß man das
heutige Israel (was nur das Südreich Juda darstellt)als Gesamtisrael sieht.

Deshalb nimmt auch der Schreiber die Hoseastellen aus dem Zusammenhang,Hosea bezieht sich auf das noch
nicht mit Juda vereinte Nordreich Israel.

Aber in bezug auf Gesamtisrael bin ich ja im Forum mit einigen Themen darauf eingegangen.

Daß für mich die 144000 die Braut Christi sind habe ich ja in einem Thema geschrieben.
Allerdings nicht wie der obige Schreiber betont,sondern mit der Erkenntnis,daß das heutige Israel nur Juda
darstellt,und Teile der Braut auch unter den Nationen zu finden sind.

MfG Georg
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Re: Sind wir Christen wirklich die Braut Christ?

Beitragvon whiterose » Sonntag 1. Januar 2012, 12:32

Wenn nur die 144000 die Braut Christi sind , was ist mit all den anderen Christen?
Während der großen Trübsal findet ja die Hochzeit des Lammes statt,davor ist aber die Entrückung.Es kann ja nicht sein das nur so wenige dabei sein werden,oder sind die Restlichen, die Geladenen zum Hochzeitsmahl davon in Offenbarung 19,9 die rede ist? Das verstehe ich nicht und wäre sehr froh wenn ihr mir das erklären könntet.
Liebe Grüße Lydia
Zuletzt geändert von whiterose am Sonntag 1. Januar 2012, 20:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sind wir Christen wirklich die Braut Christ?

Beitragvon petrap69 » Sonntag 1. Januar 2012, 13:50

Liebe Lydia, das ist eine gute Frage! Könnten wir vielleicht die VOlksmenge aus Offb. 19 Vers 8 sein? Sprich: wir sind gar nicht die Braut, sondern die Hochzeitsgäste? Für mich ist das auch eine neue Sicht dieser Dinge..
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Re: Sind wir Christen wirklich die Braut Christ?

Beitragvon whiterose » Sonntag 1. Januar 2012, 20:50

Ich war immer der Meinung das die Gemeinde die Braut Christi ist.Da muß ich noch viel die Bibel studieren und nachforschen wie es sich verhält.
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Re: Sind wir Christen wirklich die Braut Christ?

Beitragvon Knuddel » Montag 2. Januar 2012, 00:01

Erst einmal ein frohes neues Jahr Euch allen !!!!

Danke liebe Petra für diesen guten Beitrag. Ich habe ihn erst nur kurz überfliegen können aber die Aussagen über die Braut bezüglich der 144000 hat mir sehr zu Denken gegeben und mir einige Fragen erklärt und mich auf neue Ideen und Gedanken bezüglich eines anderen Themas gebracht.
Mit Georgs Ausarbeitung im anderen Thread konnte ich nicht so ganz mitgehen, die Braut als etwas geistliches zu sehen.
Wobei er gut herausgearbeitet hat das Israel meist auf den heute lebenden (verbliebenen) Stamm Juda bezogen wird und dabei vernachlässigt wird, das von weiteren 11 Stämmen gesprochen wird, die aber im Völkermeer untergegangen sind aber in Gottes Augen die Blutlinien noch existieren, sodas mit Gewissheit Nachkommen dieser Stämme mit höchster Wahrscheinlichkeit in Europa und deren Kolonien leben.
Der Gedanke das es sich bei der Braut Christi (steht nur im NT) um die 144000 handelt (stehen nur in der Offenbarung) und beides das selbe meinem und wir Gläubigen dann nur die Hochzeitsgäste (möglicher weise auch von den Straßen und Plätzen) sind, würde mir viele Fragen beantworten die ich vorher hatte.
Aber weil die Christenheit ja alles auf sich bezieht geht sie möglicherweise ein Stück an der Aussage der Bibel vorbei.

Was sagt uns denn die Offenbarung über diese 144000 aus :
- sie sind aus der Zahl der [lebenden] Erdenbewohner erkauft (also eine verschwindent kleine Menge aus 7 Mrd. Menschen)
- die sich mit Weibern nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich rein (wörtlich genommen müsste es sich um junge
Männer handeln die keinen vorehelichen Sex hatten und sich auch sonst rein gehalten hatten)
- diese folgen dem Lamme nach, wohin es auch gehen mag. (auf jedenfall folgen sie Jesus nach, auch gegen Wiederstand
zB wenn man sie als Bibeltreu , Fundamentalisten oder Hardliner bezeichnet.)
- in ihrem Munde ist keine Lüge gefunden worden: sie sind ohne Fehl. (das bezeichnet einen geheiligten Lebenswandel,
welches in unserer Gesellschaft schwer, aber gemeinsam mit Jesus und Gottes Hilfe möglich ist)
- Diese sind aus der Menschheit als Erstlingsgabe für Gott und für das Lamm erkauft worden,


ABER wozu werden diese Versiegelt ? ? ?

Als Schutz vor kommenden Katastrophen denn:
- Offb 7.3 »Richtet kein Unheil auf der Erde und auf dem Meere und an den Bäumen an, bis wir die Knechte unsers Gottes mit einem Siegel auf ihrer Stirn bezeichnet haben!« 4 Dann vernahm ich die Zahl der Versiegelten, nämlich hundertvierundvierzigtausend Versiegelte aus allen Stämmen der Israeliten: aus jedem Stamm je zwölftausend Versiegelte,

weil :
-Offb10»Es wird hinfort kein Verzug mehr sein, 7 sondern in den Tagen, in denen die Stimme des siebten Engels erschallt, wenn er in die Posaune stoßen wird, ist dann das Geheimnis Gottes zum Abschluß gekommen, wie er es seinen Knechten, den Propheten, als Freudenbotschaft zuverlässig mitgeteilt hat!«

denn erst nach den sechs (Katastrophen- und Kriegs-) Posaunen (=3 1/2Jahre) kommt es zur Entrückung :
-Offb11.15 Nun stieß der siebte Engel in die Posaune: da ließen sich laute Stimmen im Himmel vernehmen, die riefen: »Die Königsherrschaft über die Welt ist an unsern Herrn und seinen Gesalbten gekommen, und er wird (fortan) als König in alle Ewigkeit herrschen!« 16 ..... 17: »Wir danken dir, Herr, allmächtiger Gott,...., daß du deine große Macht an dich genommen und die Königsherrschaft angetreten hast. 18 Die Völker (oder: Heiden) sind zwar in Zorn geraten, doch dein Zorn ist gekommen und die Zeit des Gerichts für die Toten und (die Zeit) der Belohnung für deine Knechte, die Propheten, und für die Heiligen und für alle, die deinen Namen fürchten, die Kleinen wie die Großen; und (die Zeit) des Verderbens für die, welche die Erde verderben.

Erst nach der erfolgten Entrückung passiert folgendes:
-Offb12.9 So wurde denn der große Drache, die alte Schlange, die da ›Teufel‹ und ›Satan‹ heißt, der Verführer des ganzen Erdkreises, auf die Erde hinabgestürzt, und seine Engel wurden mit ihm hinabgestürzt. 10 Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen: »Jetzt ist das Heil, die Macht und die Königsherrschaft an unsern Gott gekommen und die Herrschergewalt an seinen Gesalbten! Denn hinabgestürzt ist der Ankläger unserer Brüder, der sie vor unserm Gott verklagt hat bei Tag und bei Nacht. 11 Diese haben ihn um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen überwunden und haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tode. 12 Darum freuet euch, ihr Himmel und die ihr in ihnen wohnt! Wehe aber der Erde und dem Meer! Denn der Teufel ist nun zu euch hinabgekommen und hegt gewaltige Wut, weil er weiß, daß seine Zeit nur noch kurz bemessen ist.«

D.h. die 144000 werden die Trübsal (die ersten 3 1/2Jahre) und auch die Drangsal (die letzten 3 1/2Jahre) durchleben und werden warscheinlich einen Predigtdienst ausführen, in der Zeit in der aber die große Schar der Gläubigen bereits entrückt wurde. Warscheinlich werden sie aber um des Glaubens Willen in Bedrängnis geraten und verfolgt, warscheinlich auch getötet werden. :
-Offb13.7 Auch wurde ihm gestattet, Krieg mit den Heiligen ([m.M. die 14400]) zu führen und sie zu besiegen; und Macht wurde ihm über alle Stämme und Völker, Sprachen und Völkerschaften verliehen. 8 So werden ihn denn alle Bewohner der Erde anbeten, alle, deren Namen nicht im Lebensbuche des geschlachteten Lammes seit Grundlegung der Welt geschrieben stehen. 9 Wer ein Ohr hat, der höre: 10 »Wer andere in Gefangenschaft führt, wandert selbst in Gefangenschaft; wer mit dem Schwert tötet, muß selbst durch das Schwert den Tod finden.« Hier ist das standhafte Ausharren und der Glaube der Heiligen ([m.M. die 14400]) erforderlich.
-Offb14.9 Ein dritter Engel folgte, der mit lauter Stimme rief: »Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Malzeichen an seiner Stirn oder seiner Hand (oder: seinem Arm) annimmt, 10 der wird (oder: soll) gleichfalls vom Zornwein Gottes trinken, der ungemischt im Becher seines Zornes hergestellt ist, und wird (oder: soll) mit Feuer und Schwefel vor den Augen der heiligen Engel und vor dem Lamm gepeinigt werden; 11 und der Rauch von ihrer Peinigung steigt in alle Ewigkeit auf, und sie haben keine Ruhe bei Tag und bei Nacht, sie die das Tier und sein Bild anbeten, und alle, die das Malzeichen seines Namens an sich tragen!« 12 Hier muß sich das standhafte Ausharren der Heiligen ([m.M. die 14400]) zeigen, die da treu bleiben den Geboten Gottes und dem Glauben an Jesus.
13 Da vernahm ich eine Stimme aus dem Himmel, die (mir) zurief: »Schreibe: Selig sind die Toten ([m.M. die 14400 und auch noch die Menschen die sich noch nach der Entrückung zu Jesus bekehren werden]), die im Herrn sterben, von jetzt an! Ja – so spricht der Geist –, sie sollen ausruhen von ihren Mühsalen; denn ihre Werke folgen ihnen nach.«

Welches vom Himmel aus so gefeiert wird :
Offb 19.7 Laßt uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Braut hat sich gerüstet, 8 und ihr ist verliehen worden, sich in glänzend weiße Leinwand zu kleiden«; die Leinwand nämlich, die bedeutet die Rechttaten (15,4) der Heiligen. – 9 Dann sagte er zu mir: »Schreibe: Selig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind!«


Der restlichen Weltbevölkerung müßte also folgendes Schicksal bevorstehen :
-Offb19.17 Dann sah ich einen Engel ..., der rief mit lauter Stimme allen Vögeln zu, die hoch oben am Himmel fliegen: »Kommt her, versammelt euch zu dem großen Mahle Gottes! 18 Ihr sollt Fleisch fressen von Königen, Fleisch von Kriegsobersten, Fleisch von Starken, Fleisch von Rossen und ihren Reitern, Fleisch von Leuten aller Art, von Freien und Sklaven, von Kleinen und Großen!« .......21 Die übrigen aber wurden mit dem Schwerte getötet, das aus dem Munde des auf dem Rosse sitzenden Reiters hervorging; und alle Vögel sättigten sich an ihrem Fleisch.

Nun beginnt das 1000 Jährige Reich :
-Offb20.4 Dann sah ich Thronsessel (aufgestellt), auf die sich (Richter) setzen; und es wurde ihnen das Gericht übertragen. Dann sah ich die Seelen derer, die wegen des Zeugnisses Jesu (oder: wegen ihres Zeugnisses für Jesus) und um des Wortes Gottes willen enthauptet worden waren und die das Tier und sein Bild nicht angebetet und das Malzeichen an Stirn und Hand (oder: Arm) nicht angenommen hatten; sie wurden wieder lebendig und herrschten als Könige ([dies müßten m.M. die 144000 sein]) zusammen mit Christus tausend Jahre lang. 5 Die übrigen Toten ([alle Menschen, die sich nie in ihrem Leben zu Jesus bekehrt hatten]) aber lebten bis zum Ablauf der tausend Jahre nicht wieder auf. Dies ist die erste Auferstehung: 6 selig und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung Anteil hat ([hierbei müßten alle Gläubigen, die bereits in Christus Entschlafenen (siehe unten Offb7.9) sowie wir noch lebendig Entrückten sein]) ! Über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und die tausend Jahre hindurch zusammen mit ihm herrschen.


Die in Christus entschlafenen : =
-Offb7.9 Danach hatte ich ein Gesicht: Ich sah eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Völkerschaften und Stämmen, Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, mit weißen Gewändern angetan und mit Palmzweigen in den Händen. 10 Sie riefen mit lauter Stimme: »Die Rettung steht bei unserm Gott, der auf dem Throne sitzt, und bei dem Lamm!« 11 Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und um die vier Lebewesen herum und warfen sich vor dem Thron auf ihr Angesicht nieder, beteten Gott an 12 und riefen: »Amen! Lobpreis und Herrlichkeit, Weisheit und Danksagung, Ehre, Macht und Stärke (gebühren) unserm Gott in alle Ewigkeit! Amen.«
13 Da nahm einer von den Ältesten das Wort und sagte zu mir: »Wer sind wohl diese Weißgekleideten, und woher sind sie gekommen?« 14 Ich erwiderte ihm: »Mein Herr, du weißt es.« Da sagte er zu mir: »Das sind die, welche aus der großen Trübsal ([m.M. das ist das irdische Jammertal]) kommen und ihre Kleider gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht haben ([also in Christus >schon entschlafen< sind]). 15 Darum sind sie vor dem Throne Gottes und dienen ihm bei Tag und bei Nacht in seinem Tempel ([sie sind in Christus verborgen, und nicht mehr hier auf Erden]) und der auf dem Throne Sitzende wird über ihnen wohnen. 16 Sie werden keinen Hunger und keinen Durst mehr haben, und kein Sonnenbrand wird sie jemals treffen noch irgendeine Hitze ([was aber die noch lebenden Gläubigen erleben werden]) (Jes 49,10); 17 denn das Lamm dort mitten vor dem Thron wird sie weiden und sie zu Wasserquellen des Lebens ([m.M. das ist das Paradis]) führen (Ps 23,2), und Gott wird alle Tränen aus ihren Augen abwischen (Jes 25,8).«
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Re: Sind wir Christen wirklich die Braut Christ?

Beitragvon petrap69 » Montag 2. Januar 2012, 11:34

Hallo ihr Lieben,
ich wünsche euch allen ein gesegnetes neues Jahr, Gesundheit, Wachstum und viel Freude!

@Georg, ich hatte deinen Thread bis dato noch nicht wahrgenommen...meine Meinung muss ich mir nóch zu Ende bilden zu dieser ganzen Thematik, sprich die ganzen Bibelstellen nochmal studieren etc.
Auf jeden Fall ist es so, dass auch ich, so wie wohl die meisten Christen, davon ausgegangen bin, dass wir die Braut Christi sind, und das eigentlich nur weil ich es immer so gelehrt wurde und so gelesen habe.
Da kann ich mich nur an der Nase packen, selbst mehr im Wort zu studieren und alles zu prüfen.
Denn inzwischen denke ich, dass wir eben nicht die Braut sind, aber wié gesagt, abschliessen kann ich das Thema noch nicht für mich, und deshalb freue ich mich auch darüber, wenn hier jemand seine Meinung dazu kundtut. Viele Köpfe wissen mehr!


@Knuddel, ja mir würde das auch einiges beantworten, z.B. die Frage, warum diejenigen, die die Vorentrückung lehren, davon ausgehen, dass quasi 7 Jahre Hochzeit gefeiert wird während der Trübsal, obwohl die Hochzeit ja erst in Offenbarung 19 ist...
Für mich nur ein klares, weiteres Indiz, dass die Vorentrückung mit all ihren Lehren absolut falsch ist...es gibt keine 7 Jahre lange Hochzeit, da interpretiert man wieder etwas, was anhand der Offenbarung so gar nicht haltbar ist. Denn dort findet die Hochzeit am Ende statt und nicht zur Entrückung.

Es gibt noch viel zu lernen, und viel zu forschen und viel zu verstehen...
:readb:
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Re: Sind wir Christen wirklich die Braut Christ?

Beitragvon Richto » Montag 2. Januar 2012, 17:21

Nun ich werde dieses Thema wohl auch nochmal durchnehmen müssen und werde dann meine neuen Erkentnisse hier veröffentlichen. @Petra So weit ich weiß wird in der Vorentrückungslehre doch nicht gelerht, dass sieben Jahre Hochzeit ist. So weit ich es kennen und verstehe wird gelehrt, dass das Preisgericht noch stattfindet, außerdem denke ich, dass es durchaus noche eine Vorbereitungszeit geben könnte (Vorbereitung auf seinem Dienst im 1000´jährigen Reich), außerdem kann man nicht wissen, wie lange es wirklich dauert im Himmel, denn: "Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, dass beim Herrn ein Tag ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag." (2.Petrus 3:8).
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Re: Sind wir Christen wirklich die Braut Christ?

Beitragvon Knuddel » Dienstag 3. Januar 2012, 02:42

Na, entweder das tausendjährige Reich dauert tausend Jahre, oder sollte es schwups diwups nach einem Tag schon wieder zu Ende sein ??? :irre:
Und wenn im tJ Reich alle Gläubigen dort Priester sind und herrschen, über wen sollen wir denn herrschen wenn jeder herrschen soll und Priester ist :irre:
Von dieser langen Hochzeit im Himmel hab ich auch schon gehört.
Und wie stellst du dir das Preisgericht vor ?


Auf Endzeit-Reporter stand unter "Deine allerletzte Warnung" diese Sätze:
>Ein Bereich der Prophetie, die für die christlichen Gläubigen der wichtigste ist, ist die Erwartung der Rückkehr von Jesus Christus für Seine Brautgemeinde. Die Entrückung vor der Trübsalzeit ist der Augenblick, in dem Jesus Christus in der Luft erscheint, um all die zu sich zu holen, die geistlich dazu bereit sind. Die Entrückung ist der Übergang zwischen zwei völlig entgegengesetzte Welten. Auf der Erde haben wir Sünde, Leid und Unmut. Im Himmel wird es nichts anderes geben als Heiligkeit, Glückseligkeit und Hallelujah-Rufe.<
Ich weiß nicht, irgendwie wär mir das zu langweilig und das eine Ewigkeit lang. Man kann es sich auch schöntrösten.
Da braucht man sich nicht zu wundern wenn man von den Ungläubigen als schon abgehoben bezeichnet wird.
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Re: Sind wir Christen wirklich die Braut Christ?

Beitragvon petrap69 » Dienstag 3. Januar 2012, 10:04

sorry, hab eine Antwort für hier im anederen Thread gepostet...aber du wirst es schon finden :lol:
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Re: Sind wir Christen wirklich die Braut Christ?

Beitragvon Richto » Dienstag 3. Januar 2012, 21:53

@Knuddel
Wie lange das tausendjährige Reich wirklich dauert weiß man nicht. Aber ich denke schon, dass es tausend "Menschenjahre" bzw. "Erdenjahre" dauern wird, da die Dauer extra genannt wird. Im tausendjährigen Friedensreich wird man über die Heiden, die dort hineinkommen dürfen herrschen,denn es heißt auch in Off.2:26-28: "Und wer überwindet und hält meine Werke bis ans Ende dem will ich Macht geben über die Heiden, und er soll sie weiden mir eisernem Stabe und wie die Gefäße eines Töpfers soll er sie zerschmeißen." damit sind: "Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist?" (Joh 1. 5:5) gemeint. Also herrsche alle, die überwinden, also muss es auch Heiden geben, über die man herrschen wird. Zum Preisgericht: http://www.endzeitzeichen.org/3%20Richterstuhl.pdf
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Re: Sind wir Christen wirklich die Braut Christ?

Beitragvon Knuddel » Mittwoch 4. Januar 2012, 00:19

Hab ihn gefunden.
Und sehe das genauso wie du.

Haste nich jesehn dat ick mir am Kopp kratze bei dem vielen herrschen, alle wolln se herrschen und am Ende jeder über jeden.
Also ick will nich unbedingt herrschen, is mir viel zu anstrengend, da muß ick mir ja nen Kopp machen. Nee nee


Wichtig ist das wir überhaupt im tausendjährigen Reich ankommen und dort nicht nackt und bloß, sondern das unsere Werke (Taten und Leben) uns dort bekleiden.
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