was sagt ihr dazu

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Moderator: Hellmut

Re: was sagt ihr dazu

Beitragvon Christusträger » Dienstag 8. Januar 2013, 17:39

Hallo Zusammen,

für mich ist das Christsein das Leben in einem neuen Bund und nicht die Fortsetzung des jüdischen Glaubens. Deshalb halte ich den Sabbat am siebten Tag - steht so in der Bibel.

In Liebe
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1.Petr 5,5 Denn "Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade"
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Re: was sagt ihr dazu

Beitragvon Marcel » Dienstag 8. Januar 2013, 17:59

Lieber Christof

Das ist deine Entscheidung, auf Grundlage deiner Erkenntniss. Kein Problem für mich.
Ich wollte sagen, dass was anderes Geboten wurde. Und im falschen Namen des Christenums so manches verändert wurde. Da muss jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.

Liebe Grüsse

Marcel
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Re: was sagt ihr dazu

Beitragvon Christusträger » Dienstag 8. Januar 2013, 19:38

Lieber Marcel,

Du willst mir hoffentlich nicht sagen, dass an meinem Erkenntnisstand was nicht stimmt-

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Re: was sagt ihr dazu

Beitragvon Marcel » Dienstag 8. Januar 2013, 19:55

Lieber Christof

Es liegt mir fern so etwas zu tun. Ich wollte nur sagen, dass ich es anders gelesen und verstanden habe.

Liebe Grüsse
Marcel
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Re: was sagt ihr dazu

Beitragvon Knuddel » Dienstag 8. Januar 2013, 22:02

Hi Marcel Tschuldigung da hab ich deinen Namen aus dem Zitat genommen.

Aber das war von Dir: "...Nun stellt sich aber die Frage, welches sind die verlorenen Schafe des Hauses Israels. Israel war ja das Nordreich (10 von 12 Stämmen Israels),.......Manche Forscher nehmen an, dass sich diese in Vorderasien und Europa und schlussendlich auch in Amerika verteilt haben, aber Ihre Wurzeln (einfach über die Jahrtausende) vergessen .... haben."
.....Nun wer weiss, vielleicht habe ich, wie so mancher anderer wahrer Christ, doch eine >israelische< Abstammung irgendwie, damit das Wort Gottes und Jesu wahrgenommen wird....."

Irgendwie glaube ich auch so in etwa das möglicherweise durch die Völkerwanderung viele Europäer semitisch/israelischer Abstammung sind , wer weis , vieleicht auch einige von uns.
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Re: was sagt ihr dazu

Beitragvon luwy » Montag 4. Februar 2013, 00:09

Also, wenn man sich mit Genealogie und DNA und so beschäftigt, dann kommt man drauf: Wenn jemand, der im Jahr 1000 gelebt hat, heute auch nur einen einzigen Nachkommen hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit extrem, daß ALLE Menschen, die heute leben, von diesem einen Menschen abstammen.

Insoferne kann man sagen, daß mit gewaltiger Sicherheit alle Menschen, die heute leben, Nachkommen Jakobs sind.

Allerdings ist das nicht das, was die Schrift meint. Diese spricht ja davon, daß die Nachkommen auch Träger der Verheißung sein sollen. Und wer die Verheißung der 10 Stämme hat, wieder gesammelt zu werden, das ist ein anderes Thema, als "gibt es Nachkommen von den 10 Stämmen".

Ich halte es mit Kalvin, daß nämlich das Evangelium schon Adam bekannt war. Es gibt keinen "Ersten" und keinen "Zweiten Plan", durch den Menschen errettet werden, sondern nur einen: Jesus Christus. Da die Menschen aber nicht bereit waren, an diesen Jesus zu glauben, wurde ihnen durch das Mosaische Gesetz ein Schatten gegeben, der sie auf Christus vorbereiten sollte.

Das Ritualgesetz ist in Christus erfüllt, denn es sollte auf Ihn vorbereiten.

Das Moralgesetz ist nach wie vor in Kraft und wird vom Neuen Testament immer wieder bestätigt und verschärft.

Was den Tag angeht, den wir heilig halten sollen, so haben die ersten Christen sich am siebenten Tag in der Synagoge mit den Juden versammelt, und am Tag der Auferstehung des Herrn, am ersten Tag, um das Brot zu brechen.

Als die Christen aus den Synagogen verbannt wurden, haben sie sich weiterhin am 1. Tag der Woche, am Tag des Herrn versammelt. Und so ist es bis auf den heutigen Tag geblieben.

Ich persönlich glaube nicht, daß es wichtig ist, an WELCHEM Tag wir von unserer Arbeit ruhen, WELCHEN Tag wir dem Herrn, unserem Gott weihen, welchen Tag wir benutzen, um an Ihn und Sein Sühnopfer zu denken und Ihn zu loben und zu preisen und uns von der Welt unbefleckt halten, sondern daß wir es alle 7 Tage tun, und daß wir es mit der Gemeinschaft der Heiligen tun.

In der Kirche, der ich angehöre, tut man das in der christlichen Welt am Sonntag, also dem 1. Tag der Woche; in Gemeinden in Israel ist es der Samstag, an dem wir uns treffen, und in der arabischen Welt ist es der Freitag.

Aber ich verstehe die Argumente derer, die NUR am Samstag oder NUR am Sonntag feiern. Ich denke jedoch nicht, daß das den Unterschied zwischen "wahren" und "falschen" Christen ausmacht. Ich stelle lieber mir die Frage, ob ich so lebe, wie Christus will, daß ich es tue, indem ich nämlich die Hungrigen nähre, die Nackten kleide, die Gefangenen befreie und Israel (damit meine ich das ganze Volk Gottes, also alle, die mit Ihm einen Bund eingehen, sei es nun der der Beschneidung oder der der Taufe) verkünden, daß DER HERR regiert. Lebe ich die Frohe Botschaft, oder bin ich gefangen im toten Buchstaben? Das ist die einzig wichtige Frage für mich.
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Re: was sagt ihr dazu

Beitragvon Marcel » Montag 4. Februar 2013, 15:17

Hallo zusammen

Was hat Jesus betreffend Ruhetag gelehrt? Am siebten Tag ist der Sabbat. Nie hat er vom Sonntag, dem ersten Tag der Woche gesprochen. Das wurde erst von den Begründern des Christentums (Konstatin) so manipuliert und erzwungen um seinem kultischen und abwegigen Ritual der Sonnengotterehrung gerecht zu werden.
Der Tag des Herrn ist der Sabbat, und der Sonntag der Tag des Herrn Sonnengottes.




Ich persönlich glaube nicht, daß es wichtig ist, an WELCHEM Tag wir von unserer Arbeit ruhen, WELCHEN Tag wir dem Herrn, unserem Gott weihen, welchen Tag wir benutzen, um an Ihn und Sein Sühnopfer zu denken und Ihn zu loben und zu preisen und uns von der Welt unbefleckt halten, sondern daß wir es alle 7 Tage tun, und daß wir es mit der Gemeinschaft der Heiligen tun.


Was bedeutet der Sabbat oder Ruhetag für dich, resp. was ist deiner Meinung nach der Grund das Gott uns zur Sabbatruhe anhält?


Wenn du luwy sagst:

Ich denke jedoch nicht, daß das den Unterschied zwischen "wahren" und "falschen" Christen ausmacht.


Da gebe ich dir recht. Aber der Unterschied zwischen Gottes Gesetze halten oder nicht macht es aus. Und Jesus hat die Gesetze nicht aufgehoben. Und aus meiner Sicht sind sie immer noch gültig. Da stehe ich diametral zu Paulus und seinen Anhängern, und beziehe mich direkt auf Jesus.




Lebe ich die Frohe Botschaft, oder bin ich gefangen im toten Buchstaben?


Genau dies besagt, dass die Worte Gottes von Herzem gespürt und gelebt werden sollen.

Also, wenn man sich mit Genealogie und DNA und so beschäftigt, dann kommt man drauf: Wenn jemand, der im Jahr 1000 gelebt hat, heute auch nur einen einzigen Nachkommen hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit extrem, daß ALLE Menschen, die heute leben, von diesem einen Menschen abstammen.

Insoferne kann man sagen, daß mit gewaltiger Sicherheit alle Menschen, die heute leben, Nachkommen Jakobs sind.


Das scheint mir doch sehr weit her geholt.


Liebe Grüsse und Frieden

Marcel
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Re: was sagt ihr dazu

Beitragvon luwy » Montag 11. Februar 2013, 20:56

Marcel hat geschrieben:Was hat Jesus betreffend Ruhetag gelehrt? Am siebten Tag ist der Sabbat. Nie hat er vom Sonntag, dem ersten Tag der Woche gesprochen. Das wurde erst von den Begründern des Christentums (Konstatin) so manipuliert und erzwungen um seinem kultischen und abwegigen Ritual der Sonnengotterehrung gerecht zu werden.
Der Tag des Herrn ist der Sabbat, und der Sonntag der Tag des Herrn Sonnengottes.


Das ist historisch nicht zutreffend und auch nicht biblisch.

Wie Du in Apg 20:7 nachlesen kannst, haben sich die Jünger am 1. Tag der Woche versammelt, um das Brot zu brechen. Mit anderen Worten: Am Sonntag haben sich die Jünger versammelt, um gemeinsam die Feier des Abendmahles mit Brot und Wein zum Gedächtnis des Leibes und Blutes Christi zu feiern.

Im Barnabasbrief (zwischen 60 und 100 nChr geschrieben) findet sich folgendes:

„Nicht die jetzt gefeierten Sabbate will ich, sondern allein den Sabbat, den ich selbst gemacht habe, den Sabbat, an dem ich selbst die ganze Weltgeschichte zur Ruhe bringen und den Anfang des achten Tages machen werde, das heißt: den Anfang einer anderen, neuen Welt. Deswegen begehen wir auch den achten Tag, den Sonntag, uns zur Freude als ersten Tag. Denn an diesem Tag ist Jesus auferstanden von den Toten und den Jüngerinnen und Jüngern erschienen und in den Himmel hinaufgestiegen."

In der Didache (ungefähr 90 nChr) wird bekräftigt, daß es der "Tag des Herrn" ist, an dem der Gottesdienst mit Brotbrechen zu feiern ist (zugegeben, das ist für sich genommen nicht eindeutig).

Justin der Märtyrer (gestorben im Jahr 165, also 110 Jahre vor der Geburt von Kaiser Konstantin!) schreibt schon in einer seiner zwischen 150 und 150 nChr. geschriebenen Apologien, daß die Kirche sich am Sonntag zum Gottesdienst versammelt, weil das der Tag der Auferstehung des HERRN ist. Er schreibt, daß das der Tag, ist wo sie zum Gedächtnis des Todes und der Auferstehung Jesu das Brot brechen.

Da die Apostelgeschichte uns zeigt, daß sich die Jünger am 8. Tag versammelten, und da vor 165 klar ist, daß dieser 8. Tag der Tag des Herrn genannt wird, und nicht der Samstag, kann davon ausgegangen werden, daß auch im Jahr 90 der Tag für den Gottesdienst nicht der Samstag sondern der Sonntag, der 8. Tag, der Tag der Auferstehung Jesu, war.

Was Konstantin tatsächlich durchgesetzt hat, war daß dieser den Christen heilige Tag allgemein arbeitsfrei und gerichtsfrei wurde. Davor gab es KEINEN Tag, der arbeitsfrei war. Konstantin hat also nicht den Tag des Herrn auf den Sonntag verschoben, sondern er hat eingeführt, daß an dem Tag, der den Christen schon heilig war (und ja, auch den Mithras-Anhängern) arbeitsfrei war.

Marcel hat geschrieben:Was bedeutet der Sabbat oder Ruhetag für dich, resp. was ist deiner Meinung nach der Grund das Gott uns zur Sabbatruhe anhält?


Für mich ist es wichtig, einen Tag der Woche voll und ganz Gott zu weihen. An diesem Tag ruhe ich von dem, womit ich mich sonst beschäftige. Ich gehe nicht dem Gelderwerb nach, ich gehe nicht der akademischen Bildung nach, ich treibe keinerlei Handel (egal ob als Verkäufer oder Käufer). Ich mache keine Hausarbeit. Ich gebe Körper und Geist Zeit zur Regeneration.

Aber besonders verbringe ich diesen Tag mit Schriftstudium und mit Gebet, einmal im Monat auch mit Fasten. Ich versammle mich mit dem Volk Gottes, um am heiligen Abendmahl teilzunehmen, um Predigten zu hören und mit anderen über Christus und mein Leben als Christ zu sprechen, damit ich mich von der Welt besser unbefleckt halten kann.

Es ist aber auch ein Tag, mich um den Nächsten und seine Sorgen zu kümmern, denn nur tätige Nächstenliebe ist auch Christusliebe.

Das bedeutet nicht, daß ich nicht viele dieser Dinge auch unter der Woche tue, aber am Tag des Herrn tue ich viel mehr davon, und nichts Anderes. Es ist ein besonderer Tag, Gott geweiht, zu seiner Ehre, aber auch, damit ich Ihm näher kommen kann.

Das bedeutet für mich, den Sabbat (=Ruhe) zu halten.

Marcel hat geschrieben:
Wenn du luwy sagst:

"Ich denke jedoch nicht, daß das den Unterschied zwischen "wahren" und "falschen" Christen ausmacht."

Da gebe ich dir recht. Aber der Unterschied zwischen Gottes Gesetze halten oder nicht macht es aus. Und Jesus hat die Gesetze nicht aufgehoben. Und aus meiner Sicht sind sie immer noch gültig. Da stehe ich diametral zu Paulus und seinen Anhängern, und beziehe mich direkt auf Jesus.


Ja, Jesus hat das Gesetz des Alten Testamentes nicht aufgehoben. Aber er hat es radikalisiert, hat das Ritualgesetz als weniger wichtig hingestellt, als das Moralgesetz. Und es waren Petrus und Johannes, nicht Paulus, die das Ritualgesetz für Heidenchristen als unwichtig hingestellt haben.

Jesus hat darauf hingewiesen, daß Fasten situationsbedingt ist, daß rituelle Handwaschungen nicht wichtig sind, daß am Sabbat gerettet werden darf, daß der Sabbat für den Menschen, nicht der Mensch für den Sabbat ist.

Aufgrund einer Vision hat Petrus das Essen unkoscherer Nahrung als Möglichkeit akzeptiert. Aufgrund eines Konzils haben Petrus und Jakobus einen Brief geschrieben, der den Heidenchristen zugesteht, nicht beschnitten werden zu müssen, und daß sie sich nur vom Essen von Ersticktem fernhalten müssen. Alle anderen Ritualgesetze des Judentums wurden mit diesem Sendschreiben aufgehoben.

Paulus stellt ganz klar, daß der Christ nicht frei ist zu sündigen. Daß ein Ehebrecher, ein Lügner, ein Mörder, ein Unzüchtiger keinen Platz im Himmelreich hat. Auch wenn das manche Protestanten seit dem 18. Jahrhundert als Vorwand nehmen um zu sagen: Ein Gläubiger müsse GAR KEINE Gebote halten. Paulus war da meiner Meinung nach schon ganz OK unterwegs, solange man ihn richtig liest.

Und was den Sabbat angeht, hat doch Gott selbst in Hosea 2:11 angekündigt, daß Er die Sabbate wegnehmen würde. Das ist auch, worauf der o.g. Barnabasbrief anspielt.

Aus diesen Gründen glaube ich aber, daß Du zu scharf urteilst, wenn Du in diesen Tagen die Sabbatruhe am 7. Tag der Woche als Gebot beschreibst, das auch heute noch zu halten ist.

Kollosser 2:16,17 brauch ich Dir hier nicht zitieren, weil Du schon geschrieben hast, daß Du Paulus ablehnst.


Marcel hat geschrieben:
Also, wenn man sich mit Genealogie und DNA und so beschäftigt, dann kommt man drauf: Wenn jemand, der im Jahr 1000 gelebt hat, heute auch nur einen einzigen Nachkommen hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit extrem, daß ALLE Menschen, die heute leben, von diesem einen Menschen abstammen.

Insoferne kann man sagen, daß mit gewaltiger Sicherheit alle Menschen, die heute leben, Nachkommen Jakobs sind.


Das scheint mir doch sehr weit her geholt.


Lass es mich erklären: 1000 Jahre sind rund 50 Generationen. Jeder Mensch hat 2 Eltern, 4 Großeltern, 8 Urgroßeltern. In der 50. Generation sind es 1.125.899.906.842.624 Vorfahren. Man sagt dazu auch "Ancestral Slots". Das ist also über 1 Billiarde Vorfahren. Dabei war die Weltbevölkerung im Jahr 1000 nur 310.000.000 (310 Millionen). Das bedeutet: Die Zahl der Slots ist 3.6 Millionen Mal größer, als die Bevölkerungszahl zur damaligen Zeit. Seither gab es verschiedene "Flaschenhals-Effekte", wie zum Beispiel die Seuche und Kriege, bei denen große Teile der Menschheit ausstarben (30-jähriger Krieg: 1/3 aller Europäer stirbt; Seuchen durch die Entdeckung Amerikas: 98% der Indianer stirbt). Dadurch ist die Zahl der tatsächlich möglichen Vorfahren im Jahr 1000 noch viel geringer. Dann steigt die Zahl der Linienvermischungen noch durch Vergewaltigungen, Seitensprünge, Mätressen und so weiter. Unterm Strich kommst Du also auf wahrscheinlich ein Verhältnis 1:15 Millionen, was die Vorfahren heute Lebender zu Ancestral Slots angeht, und mit dieser Wahrscheinlichkeit kann man beinahe ausschließen, daß wir nicht alle spätestens im Jahr 1000 gemeinsame Verwandte haben.
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Re: was sagt ihr dazu

Beitragvon Marcel » Dienstag 12. Februar 2013, 13:13

Hallo Luwy

Sag mir mal wo GOTT oder JESUS den Sabbat (der von GOTT in Stein geschriebene 10 Gebote) aufgehoben haben, resp. verschoben haben auf den Sonntag.
Wenn Menschen dies machen, heisst das nicht, dass es so gewollt ist!

Und wenn du auf z.B. auf Hosea 2.11 anspielst. So geht es hierum, dass nicht alle Isrealiten den Sabbat hielten, oder ihn nicht mit Herzen begingen, oder sogar Baal feierten. Deshalb war er erzürnt.Und da die Israeliten bis heute den Sabbat feiern, wurde dieser auch noch nit weggenommen. Schliesslich war dies an die Isrealiten adressiert und nicht die Christen.


Ich sage einfach, Werke ohne Glaube sind nichts, aber Glaube ohne Werke sind ebenso nichtig.



Liebe Grüsse

Marcel

PS: Ich gehöre weder zu den STA, sonstigen Freikirchen und gehöre auch keiner alten Kirche an. Diese sind alle ein Greuel für mich.
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Re: was sagt ihr dazu

Beitragvon luwy » Dienstag 12. Februar 2013, 16:43

Sag mir mal wo GOTT oder JESUS den Sabbat (der von GOTT in Stein geschriebene 10 Gebote) aufgehoben haben, resp. verschoben haben auf den Sonntag.
Wenn Menschen dies machen, heisst das nicht, dass es so gewollt ist!


Stimmt schon. Aber Deine ursprüngliche Behauptung war ja, daß Kaiser Konstantin die Sonntagsheiligung eingeführt hätte. Ich sage, das ist historisch falsch. Die Sonntagsheiligung geht auf die Bibel und Jahrhunderte vor Konstantin zurück. Das habe ich mit verschiedenen Aussagen und Schriftstellen belegt. Stimmst Du mir also nun zu, daß es historisch falsch ist, Konstantin für die Einführung der Sonntagsheiligung verantwortlich zu machen, oder müssen wir darüber noch genauer reden?

Ich gehöre auch weder den alten Kirchen, noch einer protestantischen Kirche noch den STA an, und ich bin auch kein ZJ.

Marcel, nachdem Du mir ausführlich gesagt hast, zu welcher Kirche Du NICHT gehörst, sag mir doch bitte auch, mit wem Du Dich versammelst, wie die Schrift es uns nahelegt, um das Brot zu brechen.

Ich selbst bin, es ist in diesem Forum nicht unbekannt, Mormone.

Was Werke und Glaube angeht sage ich: Zeig mir Deinen Glauben, und ich zeige Dir meinen Glauben durch meine Werke.

Dennoch ist es falsch, wenn man Paulus zur Last legt, er hätte Gebote abgelehnt und nur Glauben gelten lassen wollen, nur weil manche modernen Protestanten ihn so interpretieren. Wie Petrus richtig sagt, schreibt Paulus von der Gnade Gottes, und das wird von Ungefestigten und Ungelehrten verdreht.
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Re: was sagt ihr dazu

Beitragvon Marcel » Dienstag 12. Februar 2013, 18:03

Hallo Luwy

Interessant, dass du Mormone(in) bist. Einfach Neugierig wie ich bin: Welche Teil (HLT, etc.)?


Ich selber habe keinerlei Beziehung zu einer Gemeinde im üblichen Sinn. Als reformierter Zwinglianer aufgewachsen. Habe aber nie Gott gespürt, in der Kirche. Weswegen ich aus der Hure ausgetreten bin. Für mich gibt es nur einen Glauben, Gott. Kirchliche Mysterien-irr-lehren (Jungfrauengeburt, Maria-Verehrung, Trinität, etc.) lassen mich erstarren vor Furcht.


Betreffend Sonntag gebe ich dir soweit recht, dass die Anhänger Jesu bei den Juden nicht gerne gesehen waren, und sich abzugrenzen begannen. Der Sabbat als Ruhetag wurde ja auch nicht abgeschafft. Am ersten Tag der Woche wurde gearbeitet, und am Abend wurden Versammlungen abgehalten um der Auferstehung Jesu zu gedenken.
Das ist was ich weiss und verstehe.

Das Arbeitsverbot am Sonntag wurde dann 321 von Konstantin gesetzlich. Kurz darauf entstand dann sogar noch das Sabbatverbot beim Konzil von Laodizea. Ebenso unter dem Deckmäntelchen der Missionierung der Heiden für das Christentums begann die Vermischung der heidnischen Kulten und Feste um die Menschen vom wirklichen Glauben abzubringen.
Nur um das Christentum zu vergrössern. Was aber nichts mit der Verkündigung des Evangeliums zu tun hatte, sondern weltliche Ziele verfolgte.
Immer wieder höre ich, dass heidnische Feste absorbiert wurden und ihnen ein NEUER christlicher Hintergrund gegeben wird und somit nicht mehr heidnisch sind.


Wer könnte Interesse daran haben, dass die Menschen sowas glauben? Wer will, dass wir vom richtigen Glauben abweichen? Wer freut sich über jeden Zweifler, der nicht mehr weiss was von Gott kommt? Wer will die Heiligen versuchen?


Daniel 7
Und er wird Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben, und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern;



off.14

Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen, hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren!




Hinsichtlich der Gesetze, so weiss ich auch nicht, was von Paulus, seinen Schreibern kommt. Er hat ja nicht alle Schreiben selbst geschrieben, zumindest konnte dies nicht verifiziert werden bis heute.

In Römer 2 heisste es ja:

11 Denn bei Gott gibt es kein Ansehen der Person; 12 alle nämlich, die ohne Gesetz gesündigt haben bedeutet, Gottes Gebote und Lebensordnungen zu mißachten und zu übertreten. [schließen], werden auch ohne Gesetz verlorengehen; und alle, die unter dem Gesetz[6]»Gesetz« meint hier das Bundesgesetz vom Sinai, unter dem Israel stand. [schließen]gesündigt haben, werden durch das Gesetz verurteilt werden 13 – denn vor Gott sind nicht die gerecht, welche das Gesetz hören, sondern die, welche das Gesetz befolgen, sollen gerechtfertigt werden. 14 Wenn nämlich Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur aus tun, was das Gesetz verlangt, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz, 15 da sie ja beweisen, daß das Werk des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre Überlegungen, die sich untereinander verklagen oder auch entschuldigen



Was für mich bedeutet, dass die Gesetze nicht aufgehoben sind, sondern auch für nicht Isrealiten gelten.



Liebe Grüsse

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Re: was sagt ihr dazu

Beitragvon messenger » Donnerstag 14. Februar 2013, 03:41

Zitat von Luwy:
Ich halte es mit Kalvin, daß nämlich das Evangelium schon Adam bekannt war. Es gibt keinen "Ersten" und keinen "Zweiten Plan", durch den Menschen errettet werden, sondern nur einen: Jesus Christus. Da die Menschen aber nicht bereit waren, an diesen Jesus zu glauben, wurde ihnen durch das Mosaische Gesetz ein Schatten gegeben, der sie auf Christus vorbereiten sollte.

Das Ritualgesetz ist in Christus erfüllt, denn es sollte auf Ihn vorbereiten.


Das sehe ich auch so!

Weil schon zu Beginn auf den Schlangentreter (Jesus) hingewiesen ist!

14 Da sprach Gott der HERR zur Schlange: Weil du solches getan hast, so seist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Erde essen dein Leben lang!
15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.


Ohne diesen Hinweis hätte Abel seine Opferstellung nicht einnehmen können. Henochs Glaube konnte nur vollendet werden auf Grund dieses Hinweises.

Dann ist vom Same des Weibes die Rede. Darüber gilt es auch nachzudenken.

Gott musste den Mann ausschalten für sein Erlösungswerk. Nicht, damit die Maria vergöttert würde, sondern damit der Unterschied zwischen der Zeugung durch den Geist Gottes, durch das Wort Gottes und der Zeugung nach dem Fleisch sei.

Wenn es also um Nachkommen geht, dann in erster Linie um Nachkommen Jesu!
Er hat keine Kinder nach dem Fleisch gezeugt und trotzdem hat er Nachkommen!

Jesaia 53:1 Wer hat dem geglaubt, was uns verkündigt ward, und der Arm des HERRN, wem ward er geoffenbart? 2 Er wuchs auf vor ihm wie ein Schoß, wie ein Wurzelsproß aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen ihn, aber sein Anblick gefiel uns nicht. 3 Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Krankheit vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten seiner nicht. 4 Doch wahrlich, unsere Krankheit trug er, und unsere Schmerzen lud er auf sich; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und geplagt; 5 aber er wurde durchbohrt um unserer Übertretung willen, zerschlagen wegen unserer Missetat; die Strafe, uns zum Frieden, lag auf ihm, und durch seine Wunden sind wir geheilt. 6 Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. 7 Da er mißhandelt ward, beugte er sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das vor seinem Scherer verstummt und seinen Mund nicht auftut. 8 Infolge von Drangsal und Gericht wurde er weggenommen; wer bedachte aber zu seiner Zeit, daß er aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, wegen der Übertretung meines Volkes geschlagen ward? 9 Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab und bei einem Reichen seine Gruft, obwohl er kein Unrecht getan hatte und kein Betrug in seinem Munde gewesen war. 10 Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen, er ließ ihn leiden.

Wenn er seine Seele zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Nachkommen sehen und lange leben; und des HERRN Vorhaben wird in seiner Hand gelingen.

11 An der Arbeit seiner Seele wird er sich satt sehen; durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Schulden wird er auf sich nehmen. 12 Darum will ich ihm unter den Großen seinen Anteil geben, und er soll Starke zum Raube erhalten, dafür, daß er seine Seele dem Tode preisgegeben hat und sich unter die Übeltäter zählen ließ und die Sünden vieler getragen und für die Übeltäter gebetet hat!


Abstammung wird auch auf der negativen Seite nach der geistigen Gesinnung bezeugt. In der Sinthflut kamen ja alle Menschen der Zeit vor der Flut um, ausser Noah, seiner Frau, seinen drei Söhnen und deren Frauen, also acht Seelen. Somit stammen alle heutigen Menschenvölker von diesen acht Menschen ab.

Nun ist aber auch in der Zeit nach der Flut von Kainskindern die Rede! Die Gesinnung Kains hat sich also doch wieder in Menschen fortgesetzt.

Numerus 24, 21 Und als er die Keniter sah, hob er an seinen Spruch und sprach: Deine Wohnung ist fest, und du hast dein Nest in einen Felsen gelegt; 22 aber du wirst, o Kain, verwüstet werden! Wie lange geht es noch, bis dich Assur gefangen nimmt?


Das Wort 'Kain' bedeutet 'Besitz'.

Die Schwiegermutter Moses stammte von den 'Kenitern', deren Stammvater auch ein 'Kain' war. Die Bedeutung von 'Keniter' war zu der Zeit 'Schmiede'. Sie waren wohl Waffen-Schmiede. Warum? Weil sie Besitz hatten, den sie mit Waffen verteidigen und ev. auch durch Waffengewalt vermehren wollten.

Es gibt nichts Neues unter der Sonne.
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Re: was sagt ihr dazu

Beitragvon messenger » Donnerstag 14. Februar 2013, 04:04

Marcel schrieb:


PS: Ich gehöre weder zu den STA, sonstigen Freikirchen und gehöre auch keiner alten Kirche an. Diese sind alle ein Greuel für mich.


Ich weiss zwar nicht was STA ist, aber ich gehöre auch keinen solchen Kirchen an.

Dazu ein Wort Jesu:

12 Aber von den Tagen Johannes des Täufers an bis jetzt leidet das Himmelreich Gewalt, und die, welche Gewalt anwenden, reißen es an sich.


Ja, - so viel Schrecken, so viel Leid... wie lange noch?

Aber fürchten, Marcel, fürchten brauchst Du solche trotz aller Schrecken die sie verursachen nicht.

Allein Gott ist zu fürchten! Sein Arm ist nicht zu kurz zum Retten. Fürchterlich ist er seinen Feinden! Wir aber wollen auf ihn vertrauen.

1. Johannes 4,7 Geliebte, lasset uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. 8 Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. 9 Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, daß Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. 10 Darin besteht die Liebe, nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß Er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsre Sünden. 11 Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, so sind auch wir schuldig, einander zu lieben. 12 Niemand hat Gott je gesehen; wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen geworden. 13 Daran erkennen wir, daß wir in Ihm bleiben und Er in uns, daß er uns von seinem Geiste gegeben hat. 14 Und wir haben gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat als Retter der Welt. 15 Wer nun bekennt, daß Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.
16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat; Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 17 Darin ist die Liebe bei uns vollkommen geworden, daß wir Freimütigkeit haben am Tage des Gerichts, denn gleichwie Er ist, so sind auch wir in dieser Welt. 18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht macht Pein; wer sich aber fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe. 19 Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. 20 Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und seinen Bruder doch haßt, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht! 21 Und dieses Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll.
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Re: was sagt ihr dazu

Beitragvon messenger » Donnerstag 14. Februar 2013, 04:59

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Bibliothek Nr. 787

Psalm 84

Inhalt: Die Wegbereitung zur Wohnung Gottes
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Psalm 84. „1. Dem Vorsteher, auf der Gittit, ein Psalm von den Kindern Korahs: 2. Wie lieblich sind deine Wohnungen, Jehova Zebaot! 3. Meine Seele verlangte und sehnte sich nach den Vorhöfen des Herrn; nun jubelt mein Herz und mein Leib dem lebendigen Gott zu! 4. Hat doch der Vogel ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für sich, da sie ihre Jungen hinlegen kann, - deine Altäre, Jehova Zebaot, mein König und mein Gott! 5. Wohl denen, die in deinem Hause wohnen, die werden dich noch preisen! (Pause) 6. Wohl dem Menschen, dessen Stärke in dir ist, in dessen Herzen Zuversicht wohnt. 7. Wenn solche durch das Tränental wandern, so machen sie es zum Quellort, und der Frühregen bekleidet es mit Segen. 8. Sie schreiten von Kraft zu Kraft, erscheinen vor Gott in Zion. - 9. Jehova, Gott der Heerscharen, höre mein Gebet; du Gott Jakobs, merke auf! (Pause) 10. Gott, unser Schild, schaue doch, sieh’ auf das Antlitz deines Gesalbten! 11. Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend; ich will lieber an der Schwelle stehen in meines Gottes Haus, als wohnen in der Gottlosen Hütten! 12. Denn Gott, der Herr, ist Sonne und Schild, Jehova gibt Gnade und Herrlichkeit; wer in Unschuld wandelt, dem versagt er nichts Gutes. 13. Jehova der Heerscharen, wohl dem Menschen, der auf dich vertraut!“

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Alles, was in diesem Psalm zum Ausdruck gebracht ist, hängt mit dem ersten Satz zusammen:
„2. Wie lieblich sind deine Wohnungen, Jehova Zebaot!“
(V.2)
Wenn die Einstellung am Anfang richtig ist, dann kann man auf dem Weg weitergehen. Wenn aber die Einstellung nicht richtig ist, dann ist auch der Weg nicht gut. Wenn man auf einem verkehrten Weg bleibt, so muß man viel Enttäuschungen erfahren und schwere Krisen durchleben, bis man endlich die Folgen seines verkehrten Weges ausgekostet hat; oder man muß auf dem Wege, den man eingeschlagen hat, umkehren. Wenn aus der gemachten Erfahrung noch ein solcher Entschluß heranreifen kann, so daß es zu einer Umkehr kommt, dann ist es noch gut, und das kann die Ursache werden, daß am Ende noch alles recht wird.
„2. Wie lieblich sind deine Wohnungen, Jehova Zebaot!“

sagt der Psalmist. Damit bezeugt er, daß er den rechten Weg der göttlichen Ordnung und das Ziel, das Gott gesetzt hat, sieht; es sind die Wohnungen Jehovas. Das ganze Wort Gottes weist auf diese Wohnungen Jehovas hin, und das Neue Testament zeigt die Ordnung dieser Wohnungen Gottes.

Gott will heute diese Wohnung zustande bringen. Der Glaube ist die Stellung, die jeder Mensch zu dieser Wohnung Gottes hat.
Die Wohnung Gottes ist im Alten Testament die Stiftshütte und nachher der salomonische Tempel gewesen. Nach Hebr.8 und 9 war die Stiftshütte ein Vorbild der wahren Wohnung Gottes. Da heißt es:
„5. Diese dienen einem Abbild und Schatten des Himmlischen, wie Moses Anweisung erhielt, als er die Stiftshütte anfertigen wollte: 'Siehe zu', hieß es, 'daß du alles nach dem Bilde machest, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist!'„
(Hebr.8,5)
Im 9. Kap. heißt es:
„1. Es hatte zwar auch der erste Bund gottesdienstliche Ordnungen und sein irdisches Heiligtum. 2. Denn es wurde eine Hütte hergestellt, die vordere, in welcher sich der Leuchter und der Tisch und die Schaubrote befanden, welche 'Heiliges' heißt. 3. Hinter dem zweiten Vorhang aber befand sich eine Hütte, welche 'Allerheiligstes' heißt, 4. zu dieser gehört eine goldene Räucherpfanne und die Bundeslade, - überall mit Gold überzogen, und in dieser der goldene Krug mit dem Manna und der Stab Aarons, der geblüht hatte und die Tafeln des Bundes; 5. über ihr aber die Cherubim, die den Sühndeckel überschatteten: worüber jetzt nicht im Einzelnen zu reden ist.“
(Hebr.9,1-5)
Dann heißt es weiter V.10-12:
„10. Diese können aber den, welcher den Gottesdienst verrichtet, nicht so vollkommen machen, wie es das Gewissen verlangt, da er sich nur abgibt mit Speise und Trank, verschiedenen Waschungen und Verordnungen, die das Fleisch betreffen und die auferlegt sind bis auf die Zeit der richtigen Ordnung.11. Da aber Christus kam als ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, ist er durch die größere und vollkommenere Hütte, die nicht mit Händen gemacht ist, d.h. nicht dieser Schöpfung angehört, 12. auch nicht durch das Blut von Böcken und Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen, indem er eine ewige Erlösung erworben hat.“
Im 3. Kap. heißt es V.6:
„6. Christus aber ist treu als Sohn über sein eigenes Haus, und sein Haus sind wir, wenn wir die Freudigkeit und den Ruhm der Hoffnung bis zum Ende fest behalten.“
Von diesem Haus lesen wir Kap.8,1-2:
„1. Die Hauptsache aber bei dem, was wir besprechen, ist dies: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel sich gesetzt hat, 2. als Diener des Heiligtums und der wahren Stiftshütte, welche der Herr errichtet hat und kein Mensch.“

Da ist ein Unterschied zwischen der wahren Stiftshütte und dem Vorbild, das Moses aufrichten mußte, gezeigt. In 1. Petr.2,4-9 heißt es:
„4. Zu ihm tretet hinzu, als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählet und köstlich ist, 5. und ihr selbst als lebendige Steine erbauet euch zum geistlichen Hause, zum heiligen Priestertum, zu opfern geistliche Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesum Christum. 6. Denn es stehet in der Schrift: „Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein, und wer an ihn glaubt, der soll nicht zu Schanden werden“. 7. Euch nun, die ihr glaubet, ist er köstlich; für die Ungläubigen aber ist dieser Stein, den die Bauleute verworfen haben, zum Eckstein geworden und ein Stein des Anstoßens und ein Fels des Ärgernisses; 8. sie stoßen sich, weil sie dem Worte nicht glauben, wozu sie auch gesetzt sind. 9. Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr verkündiget die Tugenden dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Lichte.“


Wer an Jesus glaubt, der ist ein lebendiger Stein am Hause Gottes und gehört zum geistlichen Hause, zum heiligen Priestertum, um geistliche Opfer zu opfern, die Gott angenehm sind durch Jesus Christus. Wenn sie alle vollendet sind, dann sind sie das Haus Gottes, die wahre, ewige Hütte, in der Gott wohnen will.
In Eph.2 ist die Erlösung geschildert. Da heißt es V.19-22:
„19. Also seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20. auferbauet auf die Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selber der Eckstein ist, 21. in welchem der ganze Bau zusammengefüget, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, 22. in welchem auch ihr miterbauet werdet zu einer Behausung Gottes im Geiste.“

Damit ist die Ordnung dieses Hauses gezeigt. Die Grundlage bilden die Apostel und Propheten. Sie sind in ihrem Glauben an Jesus, welcher der Eckstein an diesem Hause ist, die Ersten, die Jesus um sich gesammelt hat. Auf dieser Grundlage muß jeder Stein ausreifen, bis der Tempel fertig ist. Wenn das erreicht ist, dann hat Gott sein Ziel für dieses Zeitalter, das er sich vorgenommen hat, erreicht.

Im 1. Timotheusbrief schreibt Paulus:
„14. Solches schreibe ich dir, obwohl ich hoffe, bald zu dir zu kommen; 15. damit du aber, falls ich verzöge, wissest, wie man wandeln soll im Hause Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, 16. Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit. Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Gott ist geoffenbaret im Fleisch, gerechtfertiget im Geist, erschienen den Engeln, geprediget unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit.“
(1. Tim.3,14-16)
In diesem kurzen Zeugnis der Erlösung ist die Wahrheit dargestellt, und das Haus Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, ist die Grundfeste dieser Wahrheit.

Damit ist gesagt, daß der Tempel Gottes, das Haus Gottes, auch die Gemeinde des lebendigen Gottes ist.

Wenn wir noch Eph. 1,22 lesen, so erkennen wir, daß er alles unter seine Füße getan hat und ihn gab der Gemeinde zum Haupt über alles, welche da ist sein Leib, die Fülle dessen, der alles in allem erfüllet.
So kennen wir drei Bezeichnungen, die dasselbe sagen:
das Haus Gottes als der Tempel Gottes,
die Gemeinde Gottes und
der Leib Christi.

Das Haus Gottes ist die Gemeinde genannt, und die Gemeinde Gottes ist auch der Leib Christi. Wenn von der Gemeinde die Rede ist, so ist damit das Haus Gottes gemeint und ebenso der Leib Christi. Es gibt daher nur die eine Gemeinde, welche aus den lebendigen Steinen des Hauses Gottes besteht, die auch die Glieder am Leibe Christi sind. Die Gläubigen müssen so mit Christus vereint sein, wie die Glieder untereinander einen Leib darstellen. Wer nicht so mit Christus vereinigt ist, gehört nicht zu ihm noch zu seinem Hause und gehört auch nicht zur Gemeinde des lebendigen Gottes. Alles andere verfällt dem Gericht, weil die wahre Verbindung mit dem Herrn nicht besteht.

Im Blick auf diese Ordnung ist in diesem Psalm ausgeführt:
„2. Wie lieblich sind deine Wohnungen, Jehova Zebaot!“

Wenn David im 16. Psalm sagt:
„2. Ich spreche zu Jehova: Mein Herr bist du, außer dir gibts kein Gut für mich! 3. Die Heiligen, die im Lande sind, sie sind die Herrlichen, an denen ich all mein Wohlgefallen habe.“
(V.2-3)
so sagt er damit dasselbe. Er hat den Blick auf seinen Herrn gerichtet, weil es für ihn außer dem Herrn sonst kein Gut gab. Das sagt er den Heiligen, in denen er die Herrlichkeit Gottes verkörpert sieht. Sie sind das Haus Gottes, die Wohnung Gottes und der Tempel des heiligen Geistes (1. Kor.3,16). Als lebendige Steine am Hause Gottes sind sie dazu bestimmt, so die göttliche Ordnung darzustellen, daß Gottes Geist in ihnen wohnen kann und sie ganz von Gott erfüllt werden (Eph.3,19). Dadurch sind sie die Wohnung ihres Gottes.

Wenn es nun heißt:
„2. Wie lieblich sind deine Wohnungen, Jehova Zebaot!“
und David sagt:
„3. Die Heiligen, die im Lande sind, sie sind die Herrlichen, an denen ich all mein Wohlgefallen habe.“
(Ps.16,3)
so findet das Zeugnis „wie lieblich sind deine Wohnungen“ in diesen Worten von David Ausdruck. Was würde das für ein Zusammenleben der Kinder Gottes untereinander sein, wenn jedes der Heiligen so reden könnte! Man dürfte dann aber nicht vergessen, das Wort noch mit anzufügen aus Ps.45,14-15:
„14. Ganz herrlich ist die Königstochter drinnen, mit Gold durchwirkt ist ihr Gewand. 15. In gestickten Kleidern wird sie dem König zugeführt.“


Auswendig war die Stiftshütte, das Vorbild von dieser Wohnung Gottes, mit unscheinbaren Dachsfellen bedeckt. Es kommt deshalb nur darauf an, ob man nur auf das sieht, was äußerlich ist oder das, was innen ist. Wenn man auf das Äußere sieht, so hat man Dachsfelle vor seinen Augen. Wenn man aber auf das sieht, was innen ist, dann sind es mit Gold durchwirkte Herrlichkeitsgewänder, die Gerechtigkeit der Heiligen (Offb.19,6), mit denen die Wohnung Gottes geschmückt ist. Was Gott sich zu seiner Wohnung zubereitet, das ist ganz herrlich.
Wenn die Menschen es nur ein wenig verstehen, dann können sie das Liebliche der Wohnung Gottes wahrnehmen. Man muß nur in den Menschenkindern die Wohnung Gottes sehen.Wenn man eine Wohnung Gottes ist, kann man seinen Weg gerade gehen. Es gibt dann keine Schicksalsschläge, die uns erinnern müssen, daß wir auf verkehrten Wegen sind, wo man stille stehen und sich klar werden muß, daß der Weg, auf dem man sich befindet, ins Verderben führt. Man muß dann umkehren und den rechten Weg gehen.

Wenn man am Anfang seines Weges eine Wohnung Gottes ist, dann muß man sich nur entwickeln, bis der Vater und der Sohn in derselben wohnen (Joh.14,23). Wenn die Wohnung zubereitet und fertig ist, dann ist die innere Herrlichkeit, die mit Gold durchwirkten Gewänder, zubereitet. Wenn diese Wohnung in ihrer Schönheit zum König geführt wird, dann wird sie ihrer Bestimmung übergeben. Gott nimmt sie in Besitz und wohnt dann nicht nur vorübergehend, besuchsweise, in seiner Wohnung, sondern für immer. Auf diesem Boden können wir sagen:
„3. Meine Seele verlangte und sehnte sich nach den Vorhöfen des Herrn; nun jubelt mein Herz und mein Leib dem lebendigen Gott zu!“
(V.3)

Das sind drei Gebiete, die in der Wohnung Gottes zubereitet werden müssen. Es ist die Seele, das Herz, das ist der Geist, und der Leib. Ordnungsgemäß ist das jubelnde Herz, der Geist, am ersten Platz. Die nach den Vorhöfen des Herrn verlangende Seele gehört an den zweiten Platz, und dann folgt der Leib als der Abschluß. In diesem Wort ist die Ordnung anders. Die Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn. Sie steht am ersten Platz, und der Jubel des Herzens und des Leibes folgt darauf. Wir müssen den Psalmdichter in diesem Wort recht verstehen. Es ist nicht anzunehmen, daß er dem Herzen einen untergeordneten Platz anweisen will, indem er die Seele über das Herz, den Geist, stellt.
Der Geist ist von Gott, es ist der Wille der Menschen, der alles bestimmt und leitet. Es wäre unmöglich, daß man sagen könnte:
„2. Wie lieblich sind deine Wohnungen, Jehova Zebaot!“
wenn nicht das Herz auf diese Wohnung Gottes eingestellt wäre. Ein seelischer Mensch wird von den Gefühlen und Empfindungen beherrscht und schwankt hin und her. Einmal jauchzt er himmelhoch in überwallender Freude, und dann, bei den geringsten entgegenwirkenden Strömungen, ist er zum Tode betrübt. Solche Menschen können nie sagen:
„2. Wie lieblich sind deine Wohnungen, Jehova Zebaot!“
Wenn der Psalmist das sagt, so liegt darin sein Herz, und auch die Seele trägt zu dieser Freude ihr Teil bei, indem sie sagt:
„3. Meine Seele verlangte und sehnte sich nach den Vorhöfen des Herrn.“
(V.3)
Zuerst sind die Vorhöfe nicht von der Wohnung unterschieden.

Das Herz, der Geist, ist die Wohnung Gottes. Wenn Gott den Menschen in Besitz nimmt, dann nimmt er seinen Geist in Besitz; er fängt nicht bei dem Fleisch oder bei der Seele an. Wenn man bei der Bekehrung seine äußeren Verhältnisse umgestaltet, indem man Gewohnheiten und Handlungen ändert oder seelische Gefühle erlebt, so sind das nur Wallungen, die wieder abflauen. Von Hiob hören wir:
„Durch Hörensagen hatte ich von dir vernommen; nun aber haben meine Augen dich gesehen.“
(Hiob 42,5)
So kann man nur reden, wenn man Gottes Willen erkennt und in denselben eingeht.

Was Gott will, kann der Mensch auch wollen. Gottes Wille ist der Ausdruck des Geistes, und des Menschen Wille muß dasselbe auch sein. Jesus war in Harmonie mit dem Vater, weil er nicht seinen Willen tun wollte, sondern den Willen dessen, der ihn gesandt hatte, um sein Werk zu vollbringen (Joh.5,30; 4,34; 6,38). Er kannte den Willen des Vaters und wollte diesen Willen auch tun, denn er konnte sagen:
„Ich und der Vater sind eins.“
(Joh.10,30)
trotzdem der Vater größer ist als er. Das konnte er sagen, weil er mit dem Willen des Vaters eins war. So neigt sich der Geist zum Geist. Wenn Jakobus sagt:
„Widerstehet dem Teufel, so fliehet er von euch!“ (Jak.4,7)

so ist das die Geisteszukehr zum Vater.

Wenn aber Gott eine Kirche baut, so setzt der Teufel eine Kapelle hinein. Darum ist im Philadelphiasendschreiben gesagt, daß eine Synagoge des Satans da ist. Da hat der Satan seine Anhänger, seine Schüler, die er erzieht in der Gemeinde Gottes. Das ist aber nicht zum Besten der Gemeinde, sondern es verunreinigt und schädigt sie. Überall, wo Menschenkinder mit Gott gehen wollen, mengt sich der Satan dazwischen. Es können keine zwei Menschen auf diesem Boden zusammenkommen, wo nicht der Satan seinen Blick auf sie gerichtet hält.
Wenn wir Hiobs Geschichte studieren, so sehen mir, daß es Gott selbst veranlaßte, daß sich Satan einmischt. Gott fragt den Satan zweimal:
„Hast du meinen Knecht Hiob beachtet?“ (Hiob 1,8; 2,3)
Damit fordert er ihn heraus, daß er auf Hiob achten und sein Urteil über diesen Knecht Gottes abgeben soll. Die größte Not, die Hiob traf, hat Satan verursacht, aber auf Veranlassung Gottes.
Darum heißt es:
„Widerstehet dem Teufel, so fliehet er von euch!“


Hiob hatte zu der Zeit, als Gott den Satan zum Stellungnehmen veranlaßte, diese Lektion, dem Teufel zu widerstehen, noch nicht gelernt. Bis dahin war es noch nicht notwendig. Gott hatte für ihn gesorgt, indem er einen Zaun um ihn gemacht hatte, daß kein Feindeseinfluß an ihn herankommen konnte. Deshalb hatte es Hiob auch noch nicht gelernt, dem Satan zu widerstehen. Als Satan sich aufmachte und sich wie ein brüllender Löwe auf ihn stürzen durfte, da zeigte es sich erst, daß Hiob dem Satan noch nicht widerstehen konnte.

Man widersteht dem Satan, indem man sich zu Gott naht.

Hiob hat es später gelernt, sich zu Gott zu nahen. Am Ende von Hiobs Geschichte heißt es:
„4. Siehe, ich bin zu gering; was soll ich Dir erwidern? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen! 5. Ich habe einmal geredet und tue es nicht wieder, - ein zweites Mal und fahre nicht fort!“
(Hiob 40,4-5)
Damit neigte sich Hiob zu Gott. Solange er reden konnte, kam er Gott nicht näher, sondern immer weiter von Gott weg. Er hat von Gott manches gesagt, das er früher nie gesagt hätte. Darum sagt Elihu:
„7. Wo ist ein Mann wie Hiob, der Lästerung wie Wasser säuft, 8. der so, wie er, in Gesellschaft der Übeltäter wandelt und mit gottlosen Leuten umgeht? 9. Denn er hat gesagt: ‘Es nützt dem Menschen nichts, wenn er schon Freundschaft pflegt mit Gott!’“
(Hiob 34,7-9)

Bis dahin hatte sich Hiob nur auf seine Gerechtigkeit und sein tadelloses Leben berufen.
Er wollte sich gegen Gott verteidigen, indem er sagte:
„14. Wie sollte ich ihm denn antworten und Worte finden, um mit ihm zu reden? 15. Auch wenn ich recht hätte, dürfte ich ihm nicht entgegnen; ich müßte meinen Richter um Gnade anflehen. 16. Wenn ich rufe, wird er mir antworten? Ich glaube nicht, daß er meine Stimme hört; 17. denn im Sturm hat er mich zerschlagen und mir ohne Ursache viele Wunden zugefügt. 18. Er läßt mich nicht einmal Atem holen, sondern sättigt mich mit Bitterkeit. 19. Gilts die Kraft des Starken -: ‘Siehe da!' Kommts aufs Recht an -: 'Wer will Mich vorladen?' 20. Wenn ich (aber) schon recht habe, so wird mich doch mein Mund verdammen, und bin ich auch unschuldig, wird Er mich doch ins Unrecht setzen.
21. Unschuldig bin ich, nicht achte ich mehr meiner Seele, ich verachte das Leben! 22. Es ist mir eins! Drum spreche ichs aus: Fromme und Gottlose bringt er gleicherweise um! 23. Wenn die Geißel plötzlich tötet, so lacht er der Prüfung der Unschuldigen. 24. Die Erde ist in die Gewalt des Frevlers gegeben; das Angesicht ihrer Richter verhüllt er; wenn Er nicht, wer denn?“
(Hiob 9,14-24)

In diesem Sinn hat Hiob geredet. Aber am Ende konnte er sagen: Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und dann konnte er stille sein. Nachdem Elihu ihn zurechtgewiesen und Gott sich ihm geoffenbart hatte, konnte Satan auch nichts mehr gegen Hiob vorbringen, und er wurde dann von Gott wiederhergestellt.
Aber das alles muß von jedem einzelnen lebendigen Stein am Hause Gottes gelernt werden. Jesus hat zu Petrus gesagt:
„Simon, Simon, siehe, der Satan hat euer begehret, euch zu sichten wie den Weizen.“
(Luk.22,31)
Der wahre Grund darf daher nie in der Seele liegen, denn sie verlangt nur nach den Vorhöfen. Sie hält sich im Äußeren auf und dringt nicht in das Innere des Hauses Gottes ein, sie ist zufrieden, wenn sie nur den Saum seines Kleides berühren darf und dadurch seelisch emporgehoben wird, damit sie sich wieder eine Zeitlang ergötzen kann. Das sind die Vorhöfe, in denen man sich gerne aufhält. Wenn man auch während der Woche nicht viel Zeit hat, um sich mit dem Göttlichen zu beschäftigen, so denkt man am Sonntag doch gerne an Gott, aber nicht, weil man mit ihm Verbindung haben will, sondern man geht nur in die Kirche, weil man in seinen frommen Gefühlen angeregt werden will. Was man in der Kirche erlebte, das reicht dann wieder für einige Zeit aus. Bei einzelnen reicht es gerade so lange, bis sie die Kirchentür hinter sich zugemacht haben, und mancher hat sein Geschäft mit in die Kirche genommen.

Das ist die Seele, die nichts von der Wohnung Jehovas weiß. Wenn aber der Geist in der Wohnung Jehovas jubelt, dann ist gewiß auch die Seele in die Vorhöfe hineingezogen, weil sie gar nicht anders kann, als dem Geiste zu folgen, um ihre Befriedigung aufs beste zu haben. Wenn der Seele auch das Inwendige der Wohnung Gottes noch verschlossen ist, so sehnt sie sich doch nach den Vorhöfen ihres Gottes, und dann jubelt das Herz und der Leib dem lebendigen Gott zu.
So hat dann der Geist den Sieg über die Seele und den Leib. Er kann dieselben in der Verbindung mit dem Haus Gottes erhalten. Es ist zu dieser Zeit zwar noch nicht die vollkommene Einheit zwischen Geist, Seele und Leib, aber sie sind doch schon in einer gewissen Harmonie. Es ist so, wie wenn in der Familie der rechte Ton herrscht, dann wird alles davon bestimmt. Sind der Mann und das Weib in der rechten Verbindung mit Gott, dann beherrscht ihr Einfluß die ganze Familie, die Kinder und die Hausgenossen.

Solange Lot mit Abraham zusammen war, ist er seinem Einfluß nachgefolgt, denn wir hören nichts davon, daß er sich der Ordnung Abrahams widersetzt hätte. Gott sagte, daß er Abraham dafür erkoren habe, daß er befehle, seinen Kindern und seinem Haus nach ihm, des Herrn Weg zu halten und zu tun, was recht und billig ist (1. Mose 18,19).
So ist es auch mit dem Menschen. Wenn das Herz und der Leib dem lebendigen Gott zujubeln, so verlangt die Seele und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn. Das Herz ist mit Jubel erfüllt, weil es sieht, wie lieblich die Wohnungen Jehova Zebaots sind, und das wirkt sich in der Seele und im Leibe aus.
„4. Hat doch der Vogel ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für sich, da sie ihre Jungen hinlegen kann, - deine Altäre, Jehova Zebaot, mein König und mein Gott!“
(V.4)
Sobald ein Menschenkind in Gottes Ordnung eingegangen ist und sein Herz die Gottesordnung erfaßt hat, weiß es, wohin es nun seine Jungen legen kann, nämlich auf den Altar Gottes. Wer selbst Gottes Wohnung geworden ist, der kennt nur noch das, was Gott gehört. Etwas anderes gibt es in seinem Leben nicht mehr, für das es noch zu sorgen hätte. Im Hause Gottes steht der Altar in der Mitte, darum ist jeder Stein an dem Hause Gottes auch in Verbindung mit dem Altar. Dadurch ist jedes Kind Gottes auch auf dem Altar. In Offb.11,19 ist gesagt:
„19. Und der Tempel Gottes im Himmel ward geöffnet, und es erschien die Lade des Bundes des Herrn in seinem Tempel. Und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und Erdbeben und ein großer Hagel.“

Im 6. Kap. heißt es V.9-11:
„9. Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die erwürget waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, welches sie hatten. 10. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Wie lange, o Herr, du Heiliger und du Wahrhaftiger, richtest und rächest du nicht unser Blut an denen, die auf Erden wohnen? 11. Und es wurde ihnen gegeben einem jeden ein weißes Kleid, und es ward ihnen gesagt, daß sie noch eine kleine Zeit ruhen sollten, bis auch ihre Mitknechte und ihre Brüder vollendet wären, die auch sollten getötet werden gleichwie sie.“

In Offb.11,1-2 heißt es:
„1. Und mir ward ein Rohr gegeben, gleich einem Stabe; und es ward zu mir gesagt: Mache dich auf und miß den Tempel Gottes und den Altar und die darin anbeten; 2. aber den Vorhof, der außerhalb des Tempels ist, laß weg und miß ihn nicht; denn er ist den Heiden gegeben, und sie werden die heilige Stadt zertreten zweiundvierzig Monate lang.“

So sind von dem Tempel und Altar allerhand Ordnungen bezeugt. Alles sind die lebendigen Steine am Hause Gottes.
Vor dem Eingang ins Allerheiligsten steht der Brandopferaltar. Ehe man zum Allerheiligsten gelangen kann, muß man auf dem Brandopferaltar den Tod und die Auferstehung erkennen. In der vorderen Hütte erkennt man seinen Tod, und wer in die zweite Hütte gelangen will, der muß erkennen, daß er aus den Toten auferstanden ist.
Darum legt das Kind Gottes, das ein lebendiger Stein am Hause Gottes ist, seine Jungen, das ist alles, was es als Wohnung Gottes ist und hat und was es seinem Gott bringen kann, auf den Altar. Es gehört nichts mehr ihm selbst, es gehört alles seinem Gott.
Gottes Ordnung ist schön, wenn man den rechten Weg geht. Aber alles ist verkehrt, wenn man sich nicht nach der Ordnung Gottes richtet.

Das Herz und der Leib jubeln dem lebendigen Gott zu, und die Seele verlangt nach den Vorhöfen des Herrn um des Hauses willen, das der Vogel gefunden hat, sowie die Schwalbe ihr Nest, wo sie ihre Jungen auf den Altar Gottes, Jehova Zebaots, ihres Königs und ihres Gottes, legen können.
Der ist gewiß kein treuer Diener seines Königs, der sucht, so viel wie irgend möglich für sich aus dem königlichen Dienst herauszuschlagen.
Wer sich aber dem König so vollkommen in den Dienst stellt, daß er ihm und seiner Sache mit allem, was ihm gehört, zur Verfügung stellt, der ehrt seinen König, indem er ihm ungeteilt ergeben ist, im Leben und im Tode. Wer in des Königs Dienst steht, der reicht nicht sein Rücktrittsgesuch ein, wenn er sein Leben einsetzen sollte. Das ist für den großen König und Gott in diesem Psalm bezeugt. Es ist denen wohl, die in seinem Hause wohnen; sie werden ihren Gott preisen.
Es erfordert völlige Treue, wenn man die rechte Stellung zur Wohnung Gottes einnehmen will. Wenn man diese Wohnung sieht und sich gerne zu dieser Gottesordnung stellt, muß sich die Entwicklung bis zu dem gottgewollten Ziel auswirken.

In Mal.3,6 heißt es:
„6. Denn ich, Jehova, verändere mich nicht, und ihr Kinder Jakobs seid auch noch die alten geblieben.


Die Jakobsansprüche sind immer dieselben, und Gottes Ordnung ist auch dieselbe. Darum braucht es Zeit, bis sich Menschen, wie sie Hiob vorschattet, in die vollkommene göttliche Ordnung hineingefunden haben und zur vollkommenen Wohnung geworden sind. Man muß es lernen, sich so zu Gott zu nahen, daß man dem Teufel widerstehen kann. Er ist sehr mächtig, und sein Einfluß zielt immer darauf hin, daß man in der Wohnung Gottes noch gegen Gott ist, indem man als Stein am Hause Gottes und auf dem Altar Gottes noch widerspenstig ist gegen das vollkommene Opfer des Sohnes Gottes. Es erfordert ganze Treue, wenn das Kind Gottes aufrichtig sagen will:
„Ich will das Gute und hasse das Böse.“
(Vgl. Röm.7,15-22)
so daß es die vollkommene Willenseinstellung hat. Dann ist der Geist mit der göttlichen Ordnung in Harmonie gekommen. Die Seele aber hält sich immer nur in den Vorhöfen auf, und das Fleisch läßt sich wohl in den Jubel für Gott und seine Sache hineinziehen, aber es bleibt doch mit der Seele in den Vorhöfen. Ehe der Geist die Scheidung von Leib und Seele vollzieht, muß sich zuerst ein Gottesgericht auswirken, wie Lot die Scheidung von seinem Weibe vollziehen mußte, als sie zur Salzsäule wurde.
Bei alledem heißt es doch:
„5. Wohl denen, die in deinem Hause wohnen, die werden dich noch preisen!“
(V.5)
Wenn sie erst ihre Erfahrungen durchgemacht haben und endlich ihren Gott sehen, dann werden sie ihn noch preisen.
„6. Wohl dem Menschen, dessen Stärke in dir ist, in dessen Herzen Zuversicht wohnt.“
(V.6)

Für dieses Wort gibt es noch eine andere Deutung, sie lautet:
„Wohl dem, der stark ist in dir, der gebahnte Wege im Sinne hat.“

Das ist leichter verständlich. Es sagt, daß es dem Menschen erst dann wohl ist, wenn er seine Stärke und seine Kraft in Gott gefunden hat, wenn er zur wirklichen Erkenntnis gekommen ist, auf welcher Grundlage er in Gott ist, und das kann er nur im Schöpferwort, weil Jesus alles in sich darstellt, seien es Throne, Herrschaften oder Fürstentümer, denn alles ist in ihm und durch ihn und zu ihm geschaffen. Erst wenn das Kind Gottes diese Grundlage gefunden hat in seinem Gott, dann ist die Scheidung und jeder Widerstand zwischen ihm und seinem Gott beseitigt, und es macht keine Mühe mehr, sich zu Gott zu nahen in den verschiedensten Verhältnissen. Diese Verbindung mit Gott zu schaffen, ist unsere größte Mühe. Wir wollen sie gerne erreichen und sind dabei doch nicht ganz zufrieden, denn wir können Gott nicht so erfassen, daß wir restlos glücklich sind mit Gott oder in Gott, bis wir erkennen, daß wir in Christo Jesu sind, wo keine Verdammnis mehr ist (Röm.8,1). Wir müssen uns in Christus erkennen, den Gott ins Fleisch gegeben hat und durch den er alles zustande gebracht hat, was er zustande bringen wollte, daß in seinem Tode das Alte vergangen und in seiner Auferstehung das Neue vor Gott steht. Man weiß dann, daß Christus uns heimgebracht hat zum Vater, indem er uns zur Wohnung Gottes gemacht hat. Unsere Stärke, daß wir in Gott bleiben können, haben wir nur in Gott.

Wenn im Herzen Zuversicht wohnt, oder wenn gebahnte Wege sind, so hat man erkannt, daß wir sein Werk sind, das Gott in seinem Sohne vollbracht hat (Eph.2,10). Wenn Gott seinem Kind seine Wege durch den Geist aufgeschlossen und dadurch offenbar gemacht hat, so sind ihm in seinem Herzen die Wege gebahnt, daß es die Verbindung mit Gott, die er erstrebt, findet. Wer diese gebahnten Wege sieht, der hat auch Zuversicht zu Gott. Das ist der Glaube, der eine Überzeugung von Tatsachen ist, die man nicht sieht (Hebr.11,1).
Gottes Wort kann uns in die höchsten Höhen führen, um uns im nächsten Moment die tiefsten Tiefen zu zeigen.
„7. Wenn solche durch das Tränental wandern, so machen sie es zum Quellort, und der Frühregen bekleidet es mit Segen.“
(V.7)
Im 19. Psalm heißt es:
„8. Das Gesetz des Herrn ist vollkommen und erquickt die Seele; das Zeugnis des Herrn ist zuverläßig und macht die Einfältigen weise. 9. Die Befehle des Herrn sind richtig und erfreuen das Herz; das Gebot des Herrn ist lauter und erleuchtet die Augen. 10. Die Furcht des Herrn ist rein und bleibt ewig; die Rechte des Herrn sind wahrhaft, allesamt gerecht. - 11. Sie sind begehrenswerter als Gold und viel feines Gold, süßer als Honig und Honigseim. 12. Auch dein Knecht ward durch sie erleuchtet, und wer sie beobachtet, hat großen Lohn. 13. Verfehlungen - wer merkt sie? Sprich mich los von verborgenen! 14. Auch vor Frevlern bewahre deinen Knecht, daß sie nicht Macht gewinnen über mich; so werde ich unschuldig sein und frei bleiben von großer Missetat!“
(V.8-14)

Solche Worte müssen uns vor einer falschen Stellung bewahren. Sie zeigen uns, wie die Frevler immer auf der Lauer sind, um ihre bösen Anschläge auszuführen. Kinder Gottes müssen darum immer bewahrt werden von ihrem Gott, daß diese Frevler nicht Macht gewinnen über sie, darum gilt es, ihre Stärke in ihrem Gott zu finden, daß sie mit dem lebendigen Glauben und der Zuversicht ausgerüstet werden, weil sie immer noch im Tränental wandern. Dieses Tränental heißt auch das Bakatal der dürren Sträucher. Dort haben die Kämpfe stattgefunden, als Saul David verfolgte, als die Philister heranzogen. David erkundigte sich, ob er ausziehen sollte, da sprach der Herr zu ihm:
„Du sollst nicht hinter ihnen her hinaufziehen, sondern kehre dich von ihnen, daß du gegenüber den Bakasträuchern an sie kommest! 15. Wenn du alsdann das Geräusch von Einherschreiten hören wirst in den Wipfeln der Bakasträucher, so ziehe aus zum Streit; denn Gott ist daselbst vor dir ausgezogen, das Heer der Philister zu schlagen.“
(1. Chron.14,14-15)
Das war das öde Tal der Bakasträucher.

Wenn man durch die Feinde hindurchwandern muß in der öden Wüste der praktischen Alltagsnöte, dann fließen Tränen, weil man glaubt, man sei von Gott verlassen. Man sieht aber nicht, daß er sein Kind auf diese Weise zubereitet, weil er nur in gedemütigten Herzen wohnen kann. Gott geht solche Wege mit uns, daß man weint, weil alles öde und wüste erscheint. Anstatt der anfänglichen Lieblichkeit des Hauses Gottes hat man nur noch Dachsfelle vor den Augen, aber wenn es in den Bakasträuchern rauscht, dann zieht Gott einher und macht die Tränen zum Quellort. Durch die Tränen macht man den Quellort zum Segen lebendiger Wasserquellen, die aus den Tiefen der Bakasträucher hervorsprudeln, für solche, die es in späteren Zeiten einmal brauchen. Das wird dann die Zeit des Frühregens, der es mit Segen bekleidet. Der Frühregen besteht in des Geistes Erstlingen (Röm.8,20-23).

Wenn die Quellen hervorsprudeln und die lebendigen Wasser vom Throne Gottes Kristallklar wie ein Strom fließen, so wird alles, wo dieses Wasser hinkommt, gesund. Aus diesen Quellen kommen die Gebete, damit Gott durch den Geist der Weisheit und Offenbarung das Licht gibt, daß man das Sterben Jesu an seinem Leibe herumträgt, damit auch das Leben Jesu am sterblichen Leibe offenbar wird. So werden die Kinder Gottes zubereitet und reifen aus, daß der Geist dessen, der Jesum von den Toten auferweckt hat, in ihnen wohnt. Dieser Quellort muß den Segen vermitteln, der über das Land fließt, damit Gott mit seinen Erstlingen zum Ziel kommt und sie dann Wegweiser werden für sein Volk, durch das auch die Nationen gesund werden können. In Jes.45,8 heißt es:
„8. Träufelt, ihr Himmel, von oben herab, und ihr Wolken, regnet Gerechtigkeit! Die Erde tue sich auf und bringe Heil hervor, und Gerechtigkeit wachse zugleich! Ich, der Herr, habe es geschaffen.“

Das ist das Träufeln des Frühregens. Wenn die Wolken Gerechtigkeit regnen und die Erde als Folge davon sich auftut und Heil hervorbringt, so wächst Gerechtigkeit. Sie schreiten von Kraft zu Kraft und erscheinen vor Gott in Zion. Durch diese Erfahrungen werden sie im Tränental zu Segensträgern und kommen von Erfahrung zu Erfahrung, daß sie immer stärker werden im Herrn, indem sie von Kraft zu Kraft schreiten. In dieser Stellung bleiben sie in Gott und erscheinen endlich vor Gott, der Hütte Gottes, der Stadt Gottes, in Zion, wo es heißt, daß seine Knechte sein Angesicht sehen und ihm dienen. Dann haben sie das ihnen gesetzte Ziel erreicht.
„9. Jehova, Gott der Heerscharen, höre mein Gebet; du Gott Jakobs, merke auf! (Pause) 10. Gott, unser Schild, schaue doch, siehe auf das Antlitz deines Gesalbten!“
(V.9-10)
Auf diesem Wege ist jedes gesalbt mit dem göttlichen Salböl, mit der Salbung, die alles lehrt (1. Joh.2,27). Dem Gott der Heerscharen stehen alle Heere zur Verfügung. Josua hat den Fürsten des Heeres Gottes gefragt:
„Gehörst du uns an oder unsern Feinden?“
(Jos.5,13)
Von diesen Heeren heißt es in Hebr.1,14:
„14. Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienste um derer willen, welche das Heil ererben sollen?“

Von ihnen sagt der Psalmist:
„11. Denn seine Engel wird Er für dich aufbieten, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen, 12. daß sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.“
(Ps.91,11-12)
Auch Jesus kannte diesen Engelsdienst. Er sagte:
„53. Oder meinst du, ich könnte nicht meinen Vater bitten, und er würde mir noch jetzt mehr denn zwölf Legionen Engel senden?“
(Matth. 26,53)
Wie würde aber die Schrift erfüllt? Das Kind Gottes will in dieser Stellung von seinem Gott der Heerscharen nichts erbitten, was gegen den Willen Gottes ist. Es möchte nicht von den himmlischen Heerscharen aus den Trübsalen errettet werden, wenn es weiß, daß ihm daraus Himmelsluft zuteil wird.
Darum soll Gott unser Schild sein, er soll schauen auf das Antlitz seines Gesalbten. Das würde dem Wort entsprechen:
„Ich will dich mit meinen Augen leiten.“
(Ps.32,8)
Dann kann man seinem Gott begegnen und sich gegenseitig in die Augen schauen. Wie köstlich ist es, wenn man das gelernt hat. Dann sieht man vieles nicht mehr, was einem bisher Kummer und Sorge bereitet hat. Wenn man weiß, daß Gottes Auge uns sieht, dann kann man sich nur zu Gott hinkehren, wenn man sich von allem anderen wegkehrt. Man kann sich dann nicht mehr mit dem Sichtbaren aufhalten. Gott ist nun Schutz und Schild gegen die Frevler. Ihr Einfluß reicht nicht bis dahin, wo Gott seinem Kinde ein Schild ist.

Ein Tag in seinen Vorhöfen ist besser, als sonst tausend, weil man dadurch tiefer in die Gemeinschaft mit Gott kommen kann. Das kann durch nichts ersetzt werden auf dieser Erde, und wenn es ägyptische Paläste wären. Das hat Moses erkannt. Er wollte lieber mit dem Volke Gottes Ungemach leiden, als die zeitliche Ergötzung der Sünde haben, und er zog aus, ohne den Grimm des Königs zu fürchten, denn er hielt sich an den Unsichtbaren, als sähe er ihn (Hebr.11,24-27).
So ist der Herr Sonne und Schild. Auch wenn er zudeckt, so muß doch unter dem Schilde die Sonne noch scheinen. Sein Schild kann sie nicht ganz zudecken.
Jehova gibt Gnade, daß man seinen Weg zur Herrlichkeit finden und endlich zu der Wohnung Gottes gelangen kann. Dann ist das Haus fertig, und Gott kann dasselbe in Besitz nehmen, so daß es voll wird vom Rauch seiner Herrlichkeit.
Wer in Unschuld wandelt, dem versagt er nichts Gutes. Weil David bei allen Frevlern durch Gottes Gnade bewahrt wurde und er keine Falschheit in seinem Herzen duldete, sondern in Unschuld wandelte, darum vergalt ihm der Herr nach der Reinheit seiner Hände, die er in Unschuld waschen konnte (Ps. 18,21; 26,6). Um der Reinheit der Hände willen versagt Gott nichts Gutes.
„Jehova der Heerscharen, wohl dem Menschen, der auf dich vertraut.“

Und wer in diese Gnadenratschlüsse Gottes hineinschaut und zubereitet wird, der hat es bewiesen, daß er dem Gott Jehova, dem alles zur Verfügung steht, vertraut hat.
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Re: was sagt ihr dazu

Beitragvon Marcel » Donnerstag 14. Februar 2013, 09:52

Hallo Messenger

STA= Siebenten-Tags-Adventisten

Lieber Gruss
Marcel
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