Unsere Selbstzufriedenheit

Was sind eigentlich Christen und was genau glauben sie?

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Unsere Selbstzufriedenheit

Beitragvon Jesusfreak » Freitag 29. Dezember 2006, 09:28

Ich möchte diesen Beitrag mit folgendem Text von Robert Coles (Wittenburg Door) beginnen:

"Wenn ich in die Kirchen gehe, wirken alle so selbstzufrieden. Heutzutage nennt sich jeder Christ. Wie können wir es wagen, uns Christen zu nennen? Nur Jesus kann entscheiden, ob wir Christen sind oder nicht. Ich glaube nicht, dass er in meinem Fall schon eine Entscheidung getroffen hat, und ich befürchte, wenn er es tut, lande ich geradewegs in der Hölle. Ich kann nicht zufrieden sein mit mir. Wir Kirchgänger scheinen alle sehr selbstzufrieden zu sein und das geht mir auf die Nerven. Ich glaube, all diese Zufriedenheit macht Jesus nervös."

Oder wie Henri Nouwen schrieb:

"Wer glaubt, dass er fertig ist, ist fertig. Wie wahr. Die, die glauben, dass sie angekommen sind, haben ihren Weg verloren. Die glauben, sie hätten ihr Ziel erreicht, haben es verpasst. Die glauben, sie seien Heilige, sind Dämonen."

Oder wie Keith Miller schrieb:

"Unsere Kirchen sind voller Menschen, die nach aussen dankbar und voller Frieden aussehen, aber innerlich nach jemandem schreien, der sie liebt...so, wie sie sind - verwirrt, frustriert, oft ängstlich, schuldig und meist unfähig, auch nur in ihrer eigenen Familie darüber zu reden. Aber die anderen Leute in der Kirche sehen so glücklich und zufrieden aus, dass nur selten jemand den Mut hat, vor einer so selbstgenügsamen Gruppe von Menschen wie sie eine normale Kirchenversammlung zu sein scheint, die eigenen tiefen Bedürfnisse zu äussern."

Diese drei Gedanken geben sehr genau meine Ansicht über das Kirchen und Gemeinde-Leben wieder. Natürlich gibt es unterschiedliche Gemeinden, Vereine und Kirchen. Aber es geht im Kern dieses Beitrages um unsere zerstörerische Selbstzufriedenheit und Überheblichkeit.

Wie siehst du das?
Nicht immer ist der Glückliche dankbar, aber der Dankbare ist immer glücklich.
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Beitragvon Lydie » Samstag 6. Januar 2007, 19:36

Die zerstörische Selbstzufriedenheit und die Überheblichkeit vieler Christen das ist der Punkt. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu gesetzlichen Pharisäern werden. Die meinen nur w i e SIE glauben ist es richtig! Der Weg zu Jesus geht nur über die Bekehrung , Erneuerung des eigenen Lebens durch Gottes Geist. Aber die Wege dorthin sind sooo verschieden, so unterschiedlich wir Menschen sind.Der Eine kommt durch Bibellesen zum Glauben, der Andere bekehrt sich während einer Evangelisation, Bei dem Einen ist die Umkehr zu Gott ein plötzlicher Akt, der Andere braucht lange zum Nachdenken bis er Jesus in sein Leben einläßt. So ist es dann auch im Christsein, der Eine fühlt sich bei den Pfingstlern wohl, der Andere bei den Freien Evangelischen Gemeinden. Wichtig ist, dass Jesus bei ALLEN im Mittelpunkt steht. Er möchte die Verbindung zu jedem einzelnen Christen sein. Und alle bekehrten Christen sind Brüder und Schwestern, gehören zur Familie Gottes.
Das gibt es keinen Grund zum Konkurrenzkampf, nach dem Motto, du machst das nicht richtig, ich allein habe da die richtige Sicht! Dieses Verhalten führt schnell zur Gesetzlichkeit und zum Stolz. der einen Christen schnell zu Fall bringen kann.
LOBE DEN HERRN MEINE SEELE Psalm 103
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