Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Alle möglichen Themen die nicht einem speziellen Forum eingeordnet werden können.

Moderator: Hellmut

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon luwy » Mittwoch 8. Januar 2014, 00:26

Wie viele positive, lebensfrohe Beiträge hat Life Concept in den letzten zwei Jahren geschrieben? Ich hab sie nicht gefunden....

Nachtrag

Und bitte nicht falsch verstehen. Es geht in keiner Weise darum, auf Life rumzureiten, oder ihm Sünde vorzuhalten, oder mangelnden Glauben. Ein Autist hat ein wirklich sehr schweres Los. Die permanente Überladung mit Reizen muß fürchterlich sein.

Aber ich glaube, daß eine Veränderung der Perspektive, ein Erkennen, daß die Wut, die Ablehnung und so weiter, nicht gottgewollt ist, und auch nicht die passende christliche Reaktion auf das Umfeld, hilfreich ist. Zu erkennen, daß man, wenn man sich hineinsteigert in "hoffentlich geht die Welt bald unter, weil ich ertrag' das nicht" nicht der christliche Weg ist. "Unser Herr, komme bald!", ja das ist christlich. Aber Gott hat uns zur Freude berufen. Dazu, daß wir Ihn preisen für die herrliche Schöpfung, preisen, für das, womit wir gesegnet sind, dankbar sind für jeden Tag, den Er uns schenkt. Selbst im Fasten sollen wir einen fröhlichen Gesichtsausdruck haben. Unsere Freude in Christus soll vollkommen sein (Joh 15:11).

Petrus redet sogar davon, daß wir, die wir erlöst sind, in unsagbarer, von himmlischer Herrlichkeit verklärter Freude jubeln. Davor sagt er:

Deshalb seid ihr voll Freude, obwohl ihr jetzt vielleicht kurze Zeit unter mancherlei Prüfungen leiden müsst. Dadurch soll sich euer Glaube bewähren und es wird sich zeigen, dass er wertvoller ist als Gold, das im Feuer geprüft wurde und doch vergänglich ist. So wird (eurem Glauben) Lob, Herrlichkeit und Ehre zuteil bei der Offenbarung Jesu Christi.


Wenn wir also "mancherlei Prüfung" leiden, dann ist das kein Spaß. Aber das Ziel ist, daß unser Glaube über das Leid triumphiert. Das ist unsere Berufung. Und deshalb sind wir voll Freude.

Und wenn die Welt hoffnungslos erscheint, wenn das Leid uns erdrückt, wenn wir es nicht (er)tragen können, dann sollten wir nicht hoffen, daß endlich die ganze Welt vernichtet wird, sondern hoffen, daß der Heilige Geist uns stärkt, damit die Freude in Christus wieder das Leid der Welt überwinden kann. Und wenn unser Weltschmerz länger als drei Wochen dauert, dann ist es Zeit, sich zu fragen, ob man nicht an einer Depression leidet, die einem das Empfinden der Freude vergällt. Oder an einem Burnout. Oder einer posttraumatische Belastungsstörung. Oder ob man vielleicht ein Leben führt, daß der eigene Körper und Geist nicht checkt. Mit anderen Worten: Zeit für Veränderung.

Wenn es sich jedoch tatsächlich um Depression/PTBS handelt, dann ist es oft ein Zeichen dieser Erkrankung, daß man nicht mehr glaubt, daß es eine Änderung geben kann. Dass die Anstrengung irgendwas bringt. Dass es irgendwie besser werden kann.

Dann braucht man Andere (Familie, Freunde, Gemeinschaft), die einem zureden und bewußt machen, daß man krank ist und daß man fachkundige Hilfe braucht. Die eventuell mit einem mitgehen, wenn man einen Arzt oder einen Therapeuten sucht. Die für einen die Hoffnung hochhalten, die man selbst nicht mehr hat. Weh dem, der allein ist, wenn er fällt (Kohelet 4:10).

Und weh dem, der Freunde hat wie Hiob, die einem Vorwürfe machen und meinen, man hätte gesündigt und deshalb ginge es einem schlecht. Die meinen, man müsse sich nur einfach ein Wenig zusammenreißen, und dann ginge es schon.

Weh dem auch, der Freunde hat, die ihm sagen "Alles ist in Ordnung, Du bist auf dem richtigen Weg, was Du sagst ist super." und die ihm nicht Grund geben, sich Hilfe zu suchen.
Zuletzt geändert von luwy am Mittwoch 8. Januar 2014, 13:27, insgesamt 1-mal geändert.
luwy
Master-Poster
Master-Poster
 
Beiträge: 856
Registriert: Montag 21. November 2011, 10:41
Wohnort: Wien

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon Christusträger » Mittwoch 8. Januar 2014, 00:27

Lieben hat seine Zeit, und Hassen hat seine Zeit; Krieg hat seine Zeit, und Frieden hat seine Zeit.


Sowas würdet Ihr von Jesus nicht hören - er mahnt uns ja dazu sogar die Feinde zu lieben und damit nicht unser Herz durch Hass zu vergiften. Ich rufe hier auch zur Liebe auf. Mit ihr wäre aus einem Missverständnis oder einer unglücklichen Formulierung nicht so was entstanden. Geht ruhig mal davon aus, dass es niemand hier böse mit dem Anderen meint ... also beten wir am besten für Life Concept - er scheint manche Dinge halt schwerer zu nehmen ...

In Liebe
Christof
1.Petr 5,5 Denn "Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade"
Benutzeravatar
Christusträger
Grand-Master-Poster
Grand-Master-Poster
 
Beiträge: 1997
Registriert: Donnerstag 31. Mai 2007, 01:06
Wohnort: Kernen im Remstal

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon Sola » Mittwoch 8. Januar 2014, 11:47

Danke, lieber Christof für deine mahnenden Worte.

Christusträger hat geschrieben:Geht ruhig mal davon aus, dass es niemand hier böse mit dem Anderen meint ...


Genau das ist es, was mich ziemlich entsetzt hat, dass Geschwister im Glauben einander böse Absicht, Gefühlskälte und Scheinheiligkeit unterstellen, nur weil der andere nicht den Ton genau so getroffen hat, wie man selbst es besser kann. Obwohl sie den anderen gar nicht persönlich kennen und nichts über seinen Erfahrungsorizont wissen, ja sogar denen, die auf dieser Welt Freude empfinden können, das "echte Christsein" absprechen:

patek hat geschrieben:
Ich glaube nicht, dass irgendjemand hier im Forum oder ein richtig gläubiger Mensch hier auf dieser Welt freude haben kann. Das ist alles substanzlose Scheinheiligkeit und an der Realität vorbei.


Das ist es, was ich ausgesprochen traurig finde und das gibt mir viel eher Anlass zur Traurigkeit als die Bosheit, die mir in der Welt begegnet.

Von "der Welt" bin ich das gewohnt und ich finde es "normal", erwarte nichts anderes.
Auch wenn ich über das Ausmass von Bosheit immer wieder fassungslos bin - zB über Intrigen in meiner (ungläubigen) unmittelbaren Verwandtschaft, um mich und meine Familie finanziell "über den Tisch" zu ziehen. Das hätte ich dann doch nicht erwartet, aber ich bin bereit, ihnen zu vergeben und trotzdem weiterhin in Liebe zu begegnen und ich weiss, dass Gott mir die Kraft dazu geben wird.

Von "Geschwistern im Glauben" enttäuscht mich so ein Verhalten, wie ich es hier erlebe, fast noch mehr - obwohl es "nur" die Frage geht, wie Trost "angemessen" formuliert zu sein hat.

Wenn das Aufzeigen einer "Perspektive der Hoffnung" als "Verurteilung" empfunden wird und gesagt wird, dass jeder, der das Evangelium als frohmachende Botschaft versteht und dazu aufruft, den vielen Aufforderungen zu Freude im NT nachzukommen, "kein wahrer Christ sein kann", sondern nur ein "substanzloser Scheinheiliger" - dann haben wir wirklich einen ganz unterschiedlichen Glauben und werden wohl auch keinen gemeinsamen Nenner finden können.
Ich halte mich weiter an den, der seinen Geist als Tröster gesandt hat und der will, dass wir in ihm bleiben und Frucht bringen:

Gal 5,22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,
23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.


Nur so kann ich der Welt mit ihrer Bosheit und Traurigkeit entgegentreten, indem der Geist so viel Liebe, Friede und Freude schenkt, dass nichts anderes mehr Raum hat:

Gal 5,16 Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.


Wenn ihr einen anderen Weg wählt, dann distanziere ich mich ausdrücklich davon; das ist nicht meiner.
lg
Sola
Sola
Active-Poster
Active-Poster
 
Beiträge: 103
Registriert: Donnerstag 5. Dezember 2013, 12:05

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon patek » Mittwoch 8. Januar 2014, 13:25

Christusträger hat geschrieben:
Lieben hat seine Zeit, und Hassen hat seine Zeit; Krieg hat seine Zeit, und Frieden hat seine Zeit.


Sowas würdet Ihr von Jesus nicht hören - er mahnt uns ja dazu sogar die Feinde zu lieben und damit nicht unser Herz durch Hass zu vergiften. Ich rufe hier auch zur Liebe auf. Mit ihr wäre aus einem Missverständnis oder einer unglücklichen Formulierung nicht so was entstanden. Geht ruhig mal davon aus, dass es niemand hier böse mit dem Anderen meint ... also beten wir am besten für Life Concept - er scheint manche Dinge halt schwerer zu nehmen ...

In Liebe
Christof



Ihr lieben Leute,
ich sehe, dass wir alle völlig aneinander vorbei reden. @Christoph, das ist ein Wunschdenken, dass Jesus niemals so etwas sagen würde - und das meine ich die ganze Zeit. Viele Christen leben in einer Scheinwelt, die in natura nicht existiert. Jesus sagt, dass er nichts sagt, was er vorher nicht beim Vater gesehen oder gehört hat. Wenn es GOTTES Worte sind, die ich im vorigen Post geschrieben sind, dann würde Jesus genau das selbe sagen, wenns drauf ankommt. Denn Vater und Sohn sind einer Gesinnung. Wenn Du den Worten aus dem Buch Prediger nicht glaubst, dann kannst du sie aus der Bibel herausschneiden. Oder aber du gehörst auch zu denen, die das Alter Testament nicht für voll halten und eher nicht beachten.

LifeConcept reflektiert in seinem Eingangspost die bittere Realität der Welt, des Alltags. Er ist darin weder pessimistisch, noch ist es eine Pessimisten Sucht, noch ist es eine Jesusferne, noch kann man ihm deswegen mangelnde Wiedergeburt oder Glauben attestieren. Das alles hat er hier aber, leider, von Einigen hören müssen. DAS finde ich traurig, megatraurig.

In der Welt findet ein KAMPF statt. Das Böse (satan) kämpft gegen Jesus. Überall, überall kann man die Kampfspuren sehen und dem Kampf auch regelrecht zuschauen. Es ist die Realität, kein Pessimismus. Es gibt kein Paradies auf Erden - NOCH NICHT. Und wenn einer EIN MAL einen Säufzer herauslässt, weil er Augen im Kopf hat, und das Herz am richtigem Fleck, weil er ein Mensch ist, dann ist es nur normal und eigentlich auch schön, da man unverfälschte Menschlichkeit zeigt.

@Christoph, nur zur Erinnerung: Jesus war auch Zornig, er nannte Petrus SATAN, und Jesus war mehrmal so sehr traurig, dass Er bitter weinte. Und er hatte kurz vor seiner Festnahme so große, panische Angst, bittere Angst, dass er beinahe alles aufgegeben hatte, - wenn die Engel ihn nicht schnell zu Hilfe kommen würden um IHN zu stärken.

@Sola, @Christusträger - DAS SAGTE JESUS auch:
Mt 10,34 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.

vg
patek
patek
Expert-Poster
Expert-Poster
 
Beiträge: 297
Registriert: Samstag 29. September 2012, 08:13

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon Christusträger » Mittwoch 8. Januar 2014, 13:44

Lieber Patek,

Du glaubst doch auch an den Gott, der die Liebe ist? Wenn man diese Liebe erkannt hat, ist amn in der Lage alles zu ertragen und zu bewältigen. Jeusus hat die Welt überwunden und wir sind aufgerufen es Ihm gleichzutun ... Und Gott ist sehr wohl in der Lage seinen Kindern eine Umwelt zu schaffen in der sie diese Liebe auch ausleben können. Satan mag der Fürst der Welt sein und er Großteil der Menschen folgt ihm, aber Gott ist und bleibt der Allmächtige ...

@Sola, sei nicht länger traurig ...

In Liebe
Christof
1.Petr 5,5 Denn "Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade"
Benutzeravatar
Christusträger
Grand-Master-Poster
Grand-Master-Poster
 
Beiträge: 1997
Registriert: Donnerstag 31. Mai 2007, 01:06
Wohnort: Kernen im Remstal

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon luwy » Mittwoch 8. Januar 2014, 13:45

patek hat geschrieben:In der Welt findet ein KAMPF statt. Das Böse (satan) kämpft gegen Jesus. Überall, überall kann man die Kampfspuren sehen und dem Kampf auch regelrecht zuschauen. Es ist die Realität, kein Pessimismus. Es gibt kein Paradies auf Erden - NOCH NICHT. Und wenn einer EIN MAL einen Säufzer herauslässt, weil er Augen im Kopf hat, und das Herz am richtigem Fleck, weil er ein Mensch ist, dann ist es nur normal und eigentlich auch schön, da man unverfälschte Menschlichkeit zeigt.


Patek,

Du wirst es wahrscheinlich nicht glauben, aber da bin ich bei Dir. Ja, auch als Christen haben wir nicht immer "Hoch-Zeit". Manchmal geht es uns echt dreckig. Ich bin zur Zeit Burnout-Patient. Glaub mir, das ist auch kein Zuckerschlecken. Und Christof wird's in der Entzugsphase auch nicht lustig haben.

Keine Frage.

Aber dazu habe ich auch nicht "nonsense" gesagt. Das war klar bezogen auf:

patek hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass irgendjemand hier im Forum oder ein richtig gläubiger Mensch hier auf dieser Welt freude haben kann. Das ist alles substanzlose Scheinheiligkeit und an der Realität vorbei.


Wenn jemand nicht nur "keine Freude haben kann" (also nicht nur mal nen schlechten Moment hat, sondern die Möglichkeit bestreitet, echte Freude empfinden zu können), dann ist das was völlig Anderes.

Ebenso wenn jemand über Jahre hinweg sich regelmäßig fast nur dann zu Wort meldet, wenn er darüber trauert, daß auch dieses Jahr diese Welt noch nicht vernichtet worden ist.

In beiden Fällen ist was daneben (nicht: Der jenige, der das sagt, ist schlecht, schuldig oder sonst was!).

Dein Satz davon, daß ein richtig gläubiger Mensch gar keine Freude haben kann, der hat mich aber noch tiefer getroffen, weil er mich an den folgenden puritanischen und völlig abartigen Satz erinnert:

Wie kannst Du fröhlich sein, wo Christus doch für Deine Sünden gestorben ist?


Gerade weil Christus für mich und meine Sünden ist, kann ich fröhlich sein. Gerade deswegen freue ich mich in Christus.

Vielleicht habe ich daher Deinen Satz überinterpretiert und mißverstanden.

Wenn das so ist, bitte sei lieb und formuliere ihn so um, daß er mehr dem entspricht, was Du meinst.

Nachsatz: Ja es gibt einen Kampf hier auf Erden. Einen Kampf um die Seelen der Menschen. Zuschauen ist zu wenig. Wir müssen Partei ergreifen und um die Menschen ringen, daß wir sie zu Christus führen. Dann wird unsere Freude auch groß sein, weil wir sehen, daß die Zeit gut genutzt ist. Weil wir uns freuen, wie der Hirte, der das eine, verirrte Schaf findet.
luwy
Master-Poster
Master-Poster
 
Beiträge: 856
Registriert: Montag 21. November 2011, 10:41
Wohnort: Wien

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon patek » Mittwoch 8. Januar 2014, 16:51

Christusträger hat geschrieben:Lieber Patek,

Du glaubst doch auch an den Gott, der die Liebe ist? Wenn man diese Liebe erkannt hat, ist amn in der Lage alles zu ertragen und zu bewältigen. Jeusus hat die Welt überwunden und wir sind aufgerufen es Ihm gleichzutun ... Und Gott ist sehr wohl in der Lage seinen Kindern eine Umwelt zu schaffen in der sie diese Liebe auch ausleben können. Satan mag der Fürst der Welt sein und er Großteil der Menschen folgt ihm, aber Gott ist und bleibt der Allmächtige ...

@Sola, sei nicht länger traurig ...

In Liebe
Christof



Christoph, irgendwie ist es wie vom anderen Planeten. Wieder schreibst du, WER GOTT DER LIEBE ERKANNT HAT .... kann alles einstecken und ertragen. Also sagst du damit mit anderen Worten, wer es nicht ertragen kann, der kennt Gott nicht.
PENNNNG!!

Im gleichen Atemzug sagst du Sola, sie soll nicht länger traurig sein.
PENNNNNG!! DAS hättest zu LifeConcept sagen sollen.

---- und das Erstere an Sola adressieren.

Genau das meine ich die ganze Zeit. Natürlich haben wir Freude in Jesus und unserer Rettung... aber wir leben immer noch in der kaputten Welt. Das Leben, was Jesus uns geschenk hat, bezieht sich auf die Ewigkeit. Das Evangelium ist unsere Hoffnung. JA! Aber im Leben haben wir mächtig Probleme, ständig, jeden Tag, jeder hat sein Rucksack zu tragen, JA, natürlich trägt es sich mit Jesus leichter, wenn man es zulässt. Aber Tragen müssen wir selber. So ist es völlig in Ordnung, wenn jemand irgendwann darunter stöhnt.

Als Sola sich nichts anderes, als über die "unverständigen, lieblosen User" beschwert hat, bist DU sofort mit Trost da: SEI NICHTweiter TRAURIG.
Und wenn Life wegen dem schweren Leben stöhnt und Trost braucht, sagt man ihm: du hast Gott noch nicht erkannt, jetzt kannst du sehen, wie du damit klar kommst.
Sieht ihr das jetzt oder immer noch nicht?

@Christusträger - Den Gott der Liebe, an den DU glaubst, lässt mirnixdirnix Millionen Juden in Gaskammern vernichten, ER, Dein Gott der Liebe sieht zu, wenn kleine Mädchen vergewalltigt werden, wenn Menschen an Lepra sterben, vergiftetes Wasser trinken, wenn ein Tier das andere frißt, wenn Menschen sich gegenseitig betrügen... Er, Dein Gott der Liebe sieht in seiner Liebe zu, wie Kinder auf den Strich gehen müssen, wie Frauen verprügelt werden, wenn der Tsunami Menschen, Kinder, Tiere, Häuser dahinrafft........... wie erklärst du mir diesen Deinen Gott der Liebe?

Ich glaube an einen aderen Gott. Mein Gott ist in erster Linie LIEBE, ohne Diskussion, aber Er ist auch gerecht, Er ist eifersüchtig, ER ist gnädig und ER IST absolut INTOLERANT !!!! was eine Vermischung von Lüge und Wahrheit, was die Sünde betrifft.

VG
pat
patek
Expert-Poster
Expert-Poster
 
Beiträge: 297
Registriert: Samstag 29. September 2012, 08:13

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon Christusträger » Mittwoch 8. Januar 2014, 18:06

Lieber Patek,

was ist denn mit Dir los. Kaum kommt eine andere Meinung als Deine, wirst Du ausfällig und schlägst um Dich - und fängst an die Anderen als doof hinzustellen. Mäßige Dich in Zukunft etwas, wenn es um die Meinungen anderer geht - die haben eben andere Erfahrungen gemacht. Dein Ton passt so jedenfalls nicht ins Forum ...

Übrugens das Theodize-Problem wird auch nicht durch einen gerechten Gott gelöst, also was soll die Erwähnung. Und die Freude gehört, wie schon erwähnt, zu den Früchten des Heiligen Geistes. Wenn das mal nicht der Fall ist, sollte man sich fragen warum und Gott um Hilfe bitten und nicht auf die, die sich freuen können, angreifen.

In Liebe
Christof
1.Petr 5,5 Denn "Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade"
Benutzeravatar
Christusträger
Grand-Master-Poster
Grand-Master-Poster
 
Beiträge: 1997
Registriert: Donnerstag 31. Mai 2007, 01:06
Wohnort: Kernen im Remstal

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon luwy » Mittwoch 8. Januar 2014, 18:19

Patek,

Ich bin schon wieder nicht Christof, ich weiß, und ich bin mir nicht sicher, ob Du noch auf mich antwortest oder nicht. Mir will scheinen dass nicht. Ist auch gut.

Du hast Recht. Hier wird aneinander vorbei geredet. Und zwar massiv.

Ich hab Dir hier schon Recht gegeben. Auch um hier einen Schritt auf Dich zuzugehen in dieser Diskussion.

Andererseits hast Du zwei unterschiedliche Aussagen gemacht. Die eine schließt wahre Freude für wahre Christen vollkommen aus, die andere spricht von "mal einen schlechten Tag haben".

Wenn Du aber ausschließt, daß Christen wahre Freude haben können, dann PENNG (um Dich zu zitieren) behauptest Du, daß alle, die behaupten, wahre Freude zu haben, keine wahren Christen sind. Wenn Du willst, daß man sich in Deine Richtung bewegt, wäre es hilfreich, wenn Du Fehler auf Deiner Seite auch eingestehen könntest. Das, was Du Christof vorwirfst, nur mit anderen Vorzeichen, begehst Du selbst.

Und wenn Du die Ppostings der letzten Jahre liest, dann wirst Du dort finden, daß man Life Concept andauernd und immer wieder gesagt hat: "Sei doch nicht traurig". Aber das nutzt nichts. Weil was Life traurig macht, massiv eine Folge seiner Überlastung durch Autismus sind und eben nicht nur mal 'n schlechter Tag ist, wo man mit ein Bißchen Pattpatt, Kuscheleinheiten und einem verständnisvollen Ohr (all das hat Life über die Jahre immer wieder hier bekommen) helfen kann.

Ja, Du hast Recht. Das Alte Testament (und auch das Neue) spricht nicht von einem Kuschel-Gott, der tolerant alles akzeptiert, was seine Kinder ihm zumuten. Ja, die Bibel nennt Gott auch einen eifersüchtigen Gott (was kein Widerspruch zu Liebe sein muß), einen Gott, in dem sich auch Zorn regt. Ja, Kohelet redet von einer Zeit für Hass.

Und doch stellt sich die Frage: Was heißt das jetzt für mich praktisch?

Ist das die Aufforderung, Menschen zu einer bestimmten Zeit zu hassen?
Ist das eine Rechtfertigung, Menschen zu bestimmten Zeiten zu hassen?

Und was sagt das Hebräische hier? Welche Interpretation lässt es zu?

So weit ich verstehe, kann man den Kohelet-Satz auch so übersetzen:

Eine Zeit, zu mögen, eine Zeit abzulehnen


Und dann stellt sich die Frage: "Wen oder was soll ich mögen bzw. ablehnen?" Menschen?

Im Lichte der Feindesliebe kann ich Menschen nicht rechtschaffen ablehnen.

Aber ich kann die Sünde ablehnen.

Und das lese ich aus Deinem letzten Posting auch heraus:

ER IST absolut INTOLERANT [..] was die Sünde betrifft.


Aber eben nicht absolut intolerant, was den Sünder betrifft. Den lädt Er zur Umkehr ein. Den fordert Er auf, ein Jünger zu werden und aufzuhören, ein Sünder zu sein.

Und genau das ist von uns auch gefordert, meine ich.

Sind wir hier wirklich so weit auseinander?
luwy
Master-Poster
Master-Poster
 
Beiträge: 856
Registriert: Montag 21. November 2011, 10:41
Wohnort: Wien

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon patek » Mittwoch 8. Januar 2014, 19:53

Christoph, ich halte mich in meinen Posts am Thema und schweife nicht zu 10 verschiedenen ab. Mit mir ist nichts passiert, mir stößt nur die Ungerechtigkeit und die Scheinheiligieit auf. Da ich anderer Meinung bin, und mir deshalb Abmahnungen und Kritik anhören muss (also wird mit mir dassselbe gemacht, was man mir vorwirft!!!) ..

...deshalb werde auch ich mich aus diesem Forum zurückziehen, wie es schon sooo viele andere vor mir gernau aus diesem Grund getan haben. DAS sind die tatsächlichen Früchte ........ denk(-t) mal drüber nach...

... Christoph, luwe, sola, .....

ich wünsche Euch eine gesselige Runde.

g
patek
patek
Expert-Poster
Expert-Poster
 
Beiträge: 297
Registriert: Samstag 29. September 2012, 08:13

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon Sola » Mittwoch 8. Januar 2014, 20:19

Christusträger hat geschrieben:
@Sola, sei nicht länger traurig ...



Danke, lieber Christof.
Nein, ich bin nicht länger traurig - ich freue mich, dass es noch mehr Menschen gibt, die die wunderbare Freude, die der Heilige Geist uns schenkt, kennen und schätzen und sie nicht für "Wunschdenken" und eine "Scheinwelt" halten, sondern für eine mächtige Gotteskraft, deren "Realität" erfahrbar ist.
Genauso wie auch das Wort vom Kreuz auch nur im Glauben als Gotteskraft erfahrbar ist und dem, der nicht glaubt, als "Torheit" erscheint:

1Kor 1,18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist's eine Gotteskraft.

Und besonders freue ich mich, dass du, Luwy, an dieser Freude festhalten kannst, auch mit "Burn out", von dem ich gehört habe, dass - zumindest nach einer Theorie (genau geklärt ist diese Erkrankung ja nicht) - dahinter eine Depression vermutet wird. Denn diese mächtige Kraft, kann uns "aus dem Staub erheben wie starke Adlerflügel". Dieser Vers hat mir einmal sehr viel Kraft gegeben:

Jes 40, 29 Er gibt dem Müden Kraft, und Stärke genug dem Unvermögenden.
30 Männer werden müde und matt, und Jünglinge straucheln und fallen;
31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.



patek hat geschrieben:Als Sola sich nichts anderes, als über die "unverständigen, lieblosen User" beschwert hat


Lieber Patek, ich habe mich nicht beschwert, ich habe es bedauert und finde es nach wie vor sehr schade, dass Christen sich durch düstere Gedanken und ungute Gefühle herunterziehen und beschweren lassen und meinen, das müsste so sein und anderen sagen, sie dürften sich auch nicht freuen, sonst wären sie nicht "richtig" christlich.
Das Negative ist nun mal in der Welt, aber wenn wir unseren Blick darauf fokussieren, beschwert uns das, zieht uns herunter, bindet so viel Energie und "lähmt".
Wie sollen wir den so unsere Aufgabe als "Licht der Welt" wahrnehmen, wenn wir unser Inneres durch Trübsinn verfinstern lassen?

Hebr 12, 1 Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist,
2 und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.


Indem wir unsere Sorgen auf ihn werfen.

Phil 3,13 Meine Brüder, ich schätze mich selbst noch nicht so ein, dass ich's ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist,
14 und jage nach dem vorgesteckten Ziel,
dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.


Kein Läufer wird das harte Training durchhalten, wenn er nur auf die Mühen und Plagen sieht und auf das, auf was ihm alles entgeht und worauf er verzichten musst, um sich fit und in Höchstform zu halten. Das geht nur mit dem Blick auf das Ziel.
Und die Freude als Frucht des Geistes kommt nur, wenn wir sie überhaupt wollen - niemand wird "zwangserfreut" - und dem Geist Raum geben und nicht allen Raum der Traurigkeit überlassen.
lg
Sola
Sola
Active-Poster
Active-Poster
 
Beiträge: 103
Registriert: Donnerstag 5. Dezember 2013, 12:05

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon Christusträger » Mittwoch 8. Januar 2014, 21:35

1. Petr.5
6 Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur <rechten> Zeit,
7 indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch.


Danke, liebe Sola, für die lieben Worte. Von obengenannter Stelle habe ich schon regen Gebrauch gemacht und rate es jedem, der Gott wirklich vertrauen kann, denn Er wirkt Wunder. Sorgen sind ein Hindernis auf dem Weg, die uns ersthaft in Gefahr bringen können. Nicht umsonst warnt Jesus vor dieser Gefahr im Dornenglaichnis:

Mt 13,22
Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört, und die Sorge der Zeit und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht.

In Liebe
Christof
1.Petr 5,5 Denn "Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade"
Benutzeravatar
Christusträger
Grand-Master-Poster
Grand-Master-Poster
 
Beiträge: 1997
Registriert: Donnerstag 31. Mai 2007, 01:06
Wohnort: Kernen im Remstal

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon luwy » Donnerstag 9. Januar 2014, 13:52

Bitte das Folgende nicht falsch verstehen.

Es kommt leider immer wieder in jeder menschlichen Gesellschaft vor, daß psychische oder emotionelle Erkrankung mißachtet wird und dem Kranken gesagt wird, er soll sich doch ein Bißchen zusammen reißen, oder er soll nicht so Ich-fixiert sein, oder er soll positiver sein, oder (wenn es um Religion geht) ihm wird vorgeworfen, daß er zu wenig Glauben hat. Mit anderen Worten, daß er selbst Schuld daran ist, wie er sich fühlt, und er soll halt einfach mal aufhören, Mist zu bauen, dann würde sich alles geben. Er fühle sich also nur schlecht, weil er schlecht SEI. Da hat Sorriso absolut Recht damit, davor zu warnen.

Bei leichter Erkrankung kann diese Art von Rat mitunter tatsächlich hilfreich erscheinen.

Letztlich wird es aber nur als Bestätigung aufgenommen: "Ich bin schlecht und unbrauchbar. Ich kann nichts Gutes tun, ich mache alles falsch, und deswegen fühle ich mich schlecht."

Ist die Erkrankung noch leicht, dann schmeißt der Kranke sich noch mehr ins Zeug, weil er noch glaubt, daß er was ändern kann. Aber dadurch powert er sich aus, und an der Grundproblematik hat sich nichts geändert. Dadurch wird die Krankheit über Jahre schwerer.

Das führt zu folgendem Gedankengang: "Weil ich schlecht bin und nie was Gutes tun kann, hat es auch keinen Sinn, daß ich irgendwas versuche, weil es wird wieder nur beweisen, daß ich schlecht/unfähig/sündig bin." Das ist einfach Teil der entsprechenden Erkrankung.

Man treibt also mit dem gut gemeinten Ratschlag einen leicht Kranken in die schwere Krankheit.

Aber auch Sola hat ganz Recht: Wenn man mit einem Kranken nur "mit-leidet" und ihn bedauert oder gar in seiner negativen Weltsicht bestärkt, tut man ihm keinen Gefallen! Während der oben geschilderte Fehl-Rat den Kranken indirekt tiefer in die Krankheit treibt, tut es die Bestätigung der Weltsicht direkt! Das ist mindestens genau so schädlich!

Und da Depression eine Erkrankung ist, die Hoffnung zerstört, zerstört sie mit der Zeit auch Glaube, denn Glaube ist ein Hoffen auf das, was man nicht sieht, sagt Paulus. Es ist also im Sinne des gläubigen Menschen wesentlich, daß der Kranke aus seiner Depression raus kommt! Man kann ihm nicht sagen: "Hab mehr Glauben!" Weil die Krankheit genau das nicht zulässt.

Was also tun?

Aus seelsorgerischer Sicht ist das recht einfach: "Es tut mir Leid, daß Du das so und so siehst. Ich sehe es so und so. Deine Sicht ist nicht generell falsch, sie ist aber verschoben. Auch Deine Selbst-Sicht. Mach doch bitte mal den Depressions-Selbsttest. Und wenn Du eine Depression hast, dann sollte das von Spezialisten behandelt werden. Nur dann kann es besser werden. Du bist nicht schuld an Deiner Depression, aber es ist wie ein gebrochenes Bein. Wer nicht zum Arzt geht, der hat ewig Probleme damit. Wenn man aber zum Arzt geht, ist das ganz gut behandelbar."

Das ist, glaube ich, das Beste, was man tun kann. Viele religiöse Menschen haben aber Probleme mit Psychologen, Psychiatern und Psychotherapeuten. Das stammt aus zwei Quellen.

1) Psychologie ist keine alte Wissenschaft, und im letzten Jahrhundert gab es da mehr Quacksalber als Könner. Und diese Quacksalber spielten sich dann noch als Gegenspieler zu Geistlichen auf, als "Psychopriester". Sie waren oft Atheisten, die die Nase über Religiöse rümpften und es als ihre Aufgabe sahen, den Kranken von seiner Religion zu befreien.

1) Zu Beginn der Psychologie stand die Behauptung Freuds, daß alle irgendwie erdenklichen psychischen Probleme damit zusammenhängen, daß man seine Sexualität unterdrückt, sprich nicht frei auslebt. Daraus wurde "wilder Sex als Allheilmittel". Und klar, da können Christen nicht mit. Und wollen es gar nicht.

Inzwischen hat sich die Psychologie und alle damit zusammenhängenden Disziplinen massiv weiterentwickelt. Ein guter Therapeut gibt keine Antworten und bemüht sich, seine eigenen Überzeugungen möglichst hintan zu stellen. Er fragt den Patienten, wie er denkt und warum er denkt. Er fragt ihn, warum er nicht anders darüber denkt, aber er wertet nicht ab. Er zeigt Möglichkeiten auf. Er bestärkt den Patienten, eine Richtung zu wählen und sie konsequent zu gehen. Durch die Antworten lernt der Patient sich selbst kennen, und wie er funktioniert. Er lernt Vertrauen und Sicherheit. Und dadurch lernt er auch gesundes Selbstvertrauen. Und Sex spielt heute bei Weitem nicht mehr die allmächtige Rolle, die Freud ihm zugedacht hat in der Psychologie. De facto ist es eher eine sehr unwesentliche Rolle.

Die Psychologie ist erwachsen geworden.

Ja, man kann noch immer einen Quacksalber erwischen, oder einfach einen Therapeuten oder eine Therapieform, die nicht zu einem passt. Dann muß man sich was Anderes oder jemand anderen suchen. Aber das spürt man innerhalb von 5 Sitzungen, meine ich.

So weit meine Erfahrung, vielleicht nutzt sie was.

Ich darf in diesem Zusammenhang nochmals auf zwei Videos aufmerksam machen. Beides sind von Mormonen-Kirchenführern:

Apostel Jeffrey R. Holland "Wie ein zerbrochenes Gefäß" spricht direkt über psychische Erkrankung.

Präsident Thomas S. Monson, der der Kirche weltweit vorsteht, spricht darüber, dass wir in unserem Leben Mühsal erdulden müssen, wozu das so ist und wie wir im Glauben damit umgehen können: "Ich lasse Dich nicht fallen und verlasse Dich nicht"

Schade finde ich, daß Patek keine differenzierte Sicht auf das Problem und auf das Thema zulassen konnte und deshalb zuerst angeeckt ist und sich dann verabschiedet hat. Ich frage mich jedoch sehr, ob er nicht auch jemand ist, der mit dem Thema zu kämpfen hat - und es eventuell noch nicht weiß. Ich wünsche ihm das Beste und Gottes Segen.
luwy
Master-Poster
Master-Poster
 
Beiträge: 856
Registriert: Montag 21. November 2011, 10:41
Wohnort: Wien

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon Christusträger » Donnerstag 9. Januar 2014, 16:27

Schade finde ich, daß Patek keine differenzierte Sicht auf das Problem und auf das Thema zulassen konnte und deshalb zuerst angeeckt ist und sich dann verabschiedet hat. Ich frage mich jedoch sehr, ob er nicht auch jemand ist, der mit dem Thema zu kämpfen hat - und es eventuell noch nicht weiß. Ich wünsche ihm das Beste und Gottes Segen.


Ich empfinde hier wie Du, lieber luwy. Vielleicht besinnt sich Patek ja und kehrt etwas geläutert zurück. Das er auf meine Mahnung glsich so reagiert... Ich bete auf jeden Fall auch für ihn.

Was Deine Sicht über Psychologen betrifft bin ich auch der Ansicht, dass man hier jemanden findet, dem man vertrauen kann und der auch in der Lage ist zu verstehen was eine lebendige Beziehung zu Gott ist, also idealerweise gläubig ist. Nur so jemand kann auch verstehen, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass sich alles Denken und Handeln um Gott dreht.

In Liebe
Christof
1.Petr 5,5 Denn "Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade"
Benutzeravatar
Christusträger
Grand-Master-Poster
Grand-Master-Poster
 
Beiträge: 1997
Registriert: Donnerstag 31. Mai 2007, 01:06
Wohnort: Kernen im Remstal

Re: Der allmächtige Alltag hat uns wieder

Beitragvon Sola » Donnerstag 9. Januar 2014, 19:53

luwy hat geschrieben:
Es kommt leider immer wieder in jeder menschlichen Gesellschaft vor, daß psychische oder emotionelle Erkrankung mißachtet wird und dem Kranken gesagt wird, er soll sich doch ein Bißchen zusammen reißen, oder er soll nicht so Ich-fixiert sein, oder er soll positiver sein, oder (wenn es um Religion geht) ihm wird vorgeworfen, daß er zu wenig Glauben hat. Mit anderen Worten, daß er selbst Schuld daran ist, wie er sich fühlt, und er soll halt einfach mal aufhören, Mist zu bauen, dann würde sich alles geben. Er fühle sich also nur schlecht, weil er schlecht SEI. Da hat Sorriso absolut Recht damit, davor zu warnen.


Ja, lieber Luwy, da sagst du etwas sehr richtiges und wichtiges.
Und mich hat es erschrocken und traurig gemacht, dass mein Versuch, eine Perspektive der Hoffnung aufzuzeigen, in der von dir beschriebenen Weise als Vorwurf aufgefasst wurde.
Mir ging es gerade darum, den Blick wegzulenken von dem, was traurig und mutlos macht - auch von der eigenen "Hilflosigkeit", die Lage "in den Griff kriegen" zu können. Denn die Lage haben wir sowieso nie "im Griff".

Normalerweise verdrängt das jeder von uns, das ist eine "psychisch gesunde" Reaktion.
Wenn wir bspw beim Einsteigen in ein Auto alles "vor Augen" hätten, was uns bei der Teilnahme am Strassenverkehr alles zustossen könnte, würden wir wohl sofort wieder aussteigen und gar nicht erst losfahren....

Um überhaupt zu leben, brauchen wir ein gewisses "Urvertrauen".
Und in dem Mass, in dem uns unser Leben in all seiner Angreifbarkeit und Verletzlichkeit, dem Ausgeliefertsein bewusst wird, muss ein "Gegengewicht" da sein - ein mindestens genau so sicheres Bewusstsein des "Gehaltenwerdens" und "Getragenwerdens"; je mehr die "Negativität" in unseren Blick gerät, um so mehr müssen wir auf den Überwinder sehen, um nicht "gelähmt" zu werden von dem, was uns erdrücken will, was unser ganzes Inneres ausfüllt mit dunklen Gedanken, Schmerz und Traurigkeit, wenn wir uns ihnen überlassen.

Das hat nichts mit "sich zusammenreissen" zu tun - wir können es nicht überwinden.
Wir können uns nur helfen lassen von dem, der überwunden hat. Und deshalb muss unser Blick auf ihn gerichtet sein, nicht auf das Negative. Wenn wir in der Erfahrung der Dunkelheit dem Licht in uns Raum geben und erfahren, wie es im Johannesevangelium heisst:
Joh 1,5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen.
erfahren, dass dieses Licht nicht von der Finsternis ausgelöscht werden kann, sondern diese erleuchtet, dann wird aus "theoretischen Glauben" "praktische Erfahrung" - wir "erkennen" das in unserem persönlichen Leben wieder, was andere vor uns "als wahr bezeugt" haben und dem wir geglaubt haben. Das wird dann zur sicheren "Erkenntnis", aus der Glaubensgewissheit erwächst. Nur so können wir selbst "sehen und schmecken, wie freundlich der Herr ist", uns selbst davon überzeugen, dass wir mit unserem Glauben keinem "Wunschdenken" folgen.

Einen anderen Trost kann ich nicht geben als nur diesen....

Auch in der Bibel führt der Blick von der Traurigkeit weg hin dem, der da heraus führt, bleibt nicht in der Traurigkeit stecken, zB:
Ps 90,9 Darum fahren alle unsre Tage dahin durch deinen Zorn, wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschwätz.
10 Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe; denn es fähret schnell dahin, als flögen wir davon.
11 Wer glaubt's aber, dass du so sehr zürnest, und wer fürchtet sich vor dir in deinem Grimm?
12 Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.


Das führt uns dahin:

Ps 90,1 Herr, du bist unsre Zuflucht für und für.

Denn die "Traurigkeit nach Gottes Willen" lässt uns nicht im Dunkeln stehen, sondern führt uns um so näher zu ihm und zur Erfahrung, dass wir bei ihm unser ganzes Glück finden, wie es in der Jahreslosung so schön heisst.
Die perspektivlose Traurigkeit, die uns herunterziehen und vernichten will, ist nicht von Gott:

2Kor 7,10 Denn die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Reue, die niemanden reut; die Traurigkeit der Welt aber wirkt den Tod.

lg
Sola
Sola
Active-Poster
Active-Poster
 
Beiträge: 103
Registriert: Donnerstag 5. Dezember 2013, 12:05

VorherigeNächste

Zurück zu Allgemeines

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron